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Kommentar

Trumps Zickzackkurs - Chance für Europa?

Auch einige Tage nach dem Trump zum Präsidenten gewählt wurde, wird viel über die Wahl und deren Ausgang diskutiert.
Der damalige republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump (l) und seine Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway winken in der Wahlnacht am 08.11.2016 in New York, USA, der Menge zu. Foto: Shawn Thew/EPA/dpa
 
von FRANK FÖRTSCH
Unberechenbar. Sprunghaft. Widersprüchlich. Der künftige Präsident der USA setzt seinen Zickzackkurs auch nach der Wahl fort. Als Wahlkämpfer hatte Trump an Obamas Gesundheitsreform kein gutes Haar gelassen. Als Präsident will er sie fortführen. Frei nach dem Motto: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern! Trump mäßigt lediglich seinen Ton, gibt sich zumindest im Duktus präsidial. Die Unsicherheit über seinen Kurs setzt sich fort. Innen- und außenpolitisch.

Aus "Yes, we can!" wird "Make Amerika great again!". Der Multimilliardär will Amerika zu alter Stärke führen. Das Land abschotten. Frühere Jobs zurückholen. Globalisierung und Digitalisierung werden sich allerdings nicht aufhalten lassen. Weder durch aufgekündigte Handelsabkommen noch durch hohe Mauern zum Beispiel zu Mexiko. Wir dürfen also damit rechnen, dass der Präsident Trump dem ehemaligen Wahlkämpfer Trump in Anlehnung an einen seiner Vorgänger zurufen wird "Tear down this wall!"

Trump wird die einstige Stärke der USA auch nicht dadurch zurückerobern, dass er amerikanische Truppen wie angekündigt aus Krisenregionen zurückzieht. In Syrien zum Beispiel ist durch eine lediglich zögerliche Haltung Obamas bereits ein Vakuum entstanden, das Russland seit Monaten mit aller Konsequenz und mit wachsender Dominanz füllt.

Bevor sich durch die Wahl Trumps allerdings eine Weltuntergangsstimmung breit macht: Mit ihm als Präsidenten der USA tun sich auch Chancen auf. Für Politik und Meinungsführer: Sie müssen erkennen, dass sie den Menschen besser zuhören, deren Probleme durchdringen und lösen müssen. Auch für Europa: Die Unberechenbarkeit des bisher stärksten transatlantischen Partners erhöht den Druck, auf dem Kontinent selbst eine "verschworene" Gemeinschaft zu bilden. So werden zum Beispiel die widerspenstigen Osteuropäer mit Argwohn verfolgen, wie sehr sich Trump zu Putin hingezogen fühlt. Ein zerstrittenes Europa ist ein schwaches Europa.

zum Thema "US-Wahl 2016"

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