Bamberg
Weltkulturerbelauf 2017

Steg über Hollergraben fehlt: Strecke beim Weltkulturerbelauf in Bamberg wird länger

Über den Steg am Hollergraben in Bamberg sollten am 30. April die Sportler beim Brose-Lauf joggen. Daraus wird nichts: Die Reparatur der Brücke dauert an.
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Der Steg fehlt weiterhin: Der Hollergraben kann auf Höhe der Ottostraße in Bamberg auch beim Weltkulturerbelauf nicht überquert werden.  Foto: Barbara Herbst
Der Steg fehlt weiterhin: Der Hollergraben kann auf Höhe der Ottostraße in Bamberg auch beim Weltkulturerbelauf nicht überquert werden. Foto: Barbara Herbst
Rund 3600 Sportler müssen in diesem Jahr beim Weltkulturerbelauf am 30. April weiter laufen, um ihr Ziel zu erreichen: Genauer gesagt handelt es sich um 320 Meter, um die sich die 10,9-Kilometer-Strecke (Brose-Lauf) verlängert. Ein Novum bei dem Wettbewerb, der in diesem Jahr zum achten Mal in Bamberg stattfindet: Einen 11,2 Kilometer langen Lauf gab es noch nicht.

Was wie ein April-Scherz klingt, hat einen einfachen Grund: Der Holzsteg über den die Teilnehmer normalerweise den Hollergraben auf Höhe der Ottostraße überqueren, fehlt weiterhin. Die 21 Meter lange und 2,30 Meter breite Brücke wird derzeit repariert. Der Steg war am 22. März zur Sanierung abtransportiert worden und sollte bis zum 28. April wieder begehbar sein. Wie der Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt Bamberg (EBB) nun aber mitteilt, sind die Schäden an den Hauptträgern des Holzsteges so gravierend, dass ein kompletter Austausch erforderlich sei.

Nach Angaben des EBB wurde das Ausmaß der Schäden erst nach dem Ausheben der Brücke deutlich. Was erschwerend hinzu komme: Aufgrund ihrer Länge bedingten die morschen Holzträger eine Sonderanfertigung. Der Holzgroßhandel habe bisher keinen verbindlichen Liefertermin zusichern können. Das Reparaturende ist offen.


Weltkulturerbelauf 2017: Strecke beim Brose-Lauf wird länger

Somit müssen die Teilnehmer des Brose-Laufs aus Richtung Obere Mühlbrücke ein Stück weiter über die "Stengelallee" Richtung Hainbadestelle joggen und dort die nächste Brücke über den Hollergraben nehmen, um dann über eine Schleife in die Ottostraße zu gelangen.

Dass die Strecke sich nun verlängert, sei nicht mehr zu ändern, erklärt Carlo Schramm. Er ist im Organisationsteam des Weltkulturerbelaufvereins für die Streckenplanung verantwortlich. So kurzfristig könne man den Verlauf nicht mehr anpassen, sagte er auf Nachfrage. Schramm nimmt's sportlich und scherzt im Hinblick auf das Startgeld der Teilnehmer: "Man bekommt mehr fürs Geld!"

Es hätte schließlich schlimmer kommen können: Wenn der in der Vergangenheit an der "Stengelallee" aktive Biber mit seinen Bauten für eine komplette Sperrung des Weges gesorgt hätte, wäre das Orga-Team vor einem echten Problem gestanden: Das hätte auch die rund 3700 Starter beim Halbmarathon betroffen.
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