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Erweiterung

Staatsarchiv-Anbau in Bamberg kostet neun Millionen Euro

Im Haingebiet lagert das "kollektive Gedächtnis" Oberfrankens. Ein neues Gebäude des Staatsarchivs Bamberg in der Schützenstraße wird nun gebaut.
So soll der Erweiterungsbau des Staatsarchivs Bamberg in der Schützenstraße später aussehen.  Entwurf: Büro Peter W. Schmidt Architekten
 
von SEBASTIAN MARTIN
Bereits in zwei Jahren wird ein neues Gebäude im Haingebiet stehen: Es handelt sich um einen rund neun Millionen Euro teuren Erweiterungsbau des Staatsarchiv Bambergs. Der Anbau sei "dringend erforderlich", machte Margit Ksoll-Marcon, Generaldirektorin der Staatlichen Archive, am Montag beim Spatenstich deutlich.

Die Kapazitäten der bestehenden Gebäude in der Hainstraße, in dem die historischen und juristischen Dokumente Oberfrankens lagern, seien erschöpft. Teile der Archivalien mussten bereits ins Staatsarchiv Coburg und in ein Depot ausgelagert werden. Deshalb sei schon 2005 Bauantrag für den Erweiterungsbau auf dem eigenen Grundstück gestellt worden. Der bayerische Landtag genehmigte nach einem Wettbewerb dann im Frühjahr dieses Jahres den Ausbau.


Stärkung des Kulturstandorts

"Das Staatsarchiv Bamberg gehört zu den bedeutendsten Einrichtungen in Nordbayern", betonte Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle beim Festakt. Investitionen in moderne Magazinbauten seien besonders wichtig für die Bewahrung des kulturellen Erbes vor Schäden. Die Archive seien schließlich das "kollektive Gedächtnis unserer Gesellschaft". In Bamberg schlummern Dokumente und Unterlagen aus rund 1200 Jahren.

Bürgermeister Christian Lange (CSU) freute sich über die Stärkung des Kultur-Standorts Bamberg. Anwesend waren auch Staatsministerin Melanie Huml und Landtagsabgeordneter Heinrich Rudrof (beide CSU), bei denen sich Generaldirektorin Ksoll-Marcon bedankte. Unter anderem Rudrof hatte sich vor Jahren für die Bewilligung der Gelder eingesetzt.

Laut Jürgen König, Leiter des Staatlichen Bauamts Bamberg, werden in dem Bau, der in der Schützenstraße auf 3500 Quadratmetern entstehen wird, keine Fenster eingebaut. In dem sechsstöckigen Gebäude sollen später gut 18 Kilometer Dokumente und Unterlagen Platz finden. Unter anderem werden auch klimatisierte Räume für Fotodokumente eingerichtet.


25 Kilometer Dokumente schlummern im Staatsarchiv

Zuständigkeit Das Staatsarchiv Bamberg ist die staatliche Fachbehörde für alle Fragen des Archivwesens im Regierungsbezirk Oberfranken mit Ausnahme der kreisfreien Stadt Coburg und des Kreises Coburg, die erst seit der Volksabstimmung von 1920 zu Bayern gehören.

Gebäude Das Staatsarchiv erhielt 1902 bis 1905 im Hainviertel ein neubarockes Archivgebäude an der Hain- und Sodenstraße, das 1959 bis 1961 durch einen Magazinneubau an der Sodenstraße erweitert wurde. Nun folgt der Neubau in der Schützenstraße. Auch der Aufbau des digitalen Archivs wird vom Freistaat gefördert.

Dokumente Im Staatsarchiv ist historisch und rechtlich relevantes Material aus der Zeit von 815 bis in die Gegenwart überliefert, das für die Forschung gesichert, erschlossen und bereitgestellt wird.

Zuwachs Das Archiv in Bamberg verwahrt derzeit rund 25 Kilometer Archivgut bei einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von 300 bis 350 Metern.
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