Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Region  // Bamberg

Veranstaltung

Schöne Worte am Symbolstein

Beim CSU-Treffen am Dreifrankenstein erhielt nicht nur Staatsminister JoachimHerrmann für seine Rede zu populären Themen oft spontanen Beifall. Aber nicht alle im Publikum waren mit dem Gehörten restlos einverstanden.
Innenminister Joachim Herrmann bei seiner Rede Fotos: Evi Seeger
 
Innenminister Joachim Herrmann musste seine Rede nicht aus einem Bagger heraus halten. Sein Bedarf an Baumaschinen dürfte fürs erste gedeckt sein. Beim CSU-Treffen am Dreifrankenstein oberhalb von Heuchelheim zeugte das geschiente Bein noch davon, dass der Minister vor kurzem beim Spatenstich mit einem Bagger umgekippt war. Es schien, als habe ihn die überstandene Gefahr neu beflügelt. Beim Frankenlied schmetterte er aus voller Brust alle Strophen. Natürlich fehlten auch die Bayern- und die Nationalhymne nicht. Gespielt wurden sie von der Bläserklasse Dreifrankeneck, allesamt Schüler aus den umliegenden Gemeinden. Die Pfarrer Peter Schramm und Georg Schneider sprachen Segensworte.

Zum ersten Mal auf dem neu gestalteten Gelände rund um den Drei-Franken-Stein versammelt, waren die Politiker des Lobes voll über das von Geiselwind, Burghaslach und Schlüsselfeld gemeinsam angegangene Leaderprojekt. Annemarie Mauer, CSU-Vorsitzende aus Geiselwind, begrüßte als Gastgeberin neben dem Innenminister auch dessen Staatssekretär Gerhard Eck, den Bundestagsabgeordneten Thomas Silberhorn, Ex-Wirtschaftsminister Michael Glos, Europaabgeordnete Anja Weisgerber, die Landtagsabgeordneten Heinrich Rudrof und Hans Herold, sowie rund 300 Zuhörer.

Am Symbolstein der drei fränkischen Regierungsbezirke halten die Politiker in ihren Reden traditionsgemäß die fränkische Fahne hoch. Einige fränkische Patrioten, die die Flagge mit dem rot- weißen Rechen tatsächlich schwenkten, sparten angesichts der Worte nicht mit Kritik. "Reine Lippenbekenntnisse" kommentierte der Landesvorsitzende der Partei "Die Franken" Robert Gattenlöhner. "Wenn sie südlich der Donau sind, ist alles vergessen."

"Seit 33 Jahren am Rand der Bezirke und doch mitten im Herzen Frankens", beschrieb Staatssekretär Eck den Ort, an dem der Stein die Grenzen von Ober-, Unter- und Mittelfranken markiert. Franken sei "die schönste Region Europas" und helle Köpfe habe Franken immer schon hervor gebracht. Den "Widerstandskämpfern" gegen einen Nationalpark Steigerwald, an ihren grünen T-Shirts zu erkennen, dankte Eck für ihr Engagement. "Wir leben fast in einem gelobten Land", stellte er fest. Das sei nicht allein an Wirtschaftsdaten festzumachen. Wichtig sei ein liebens- und lebenswürdiges Umfeld.

Staatsminister Herrmann erhielt für seine Rede zu populären Themen des öfteren spontanen Beifall. So forderte er "den Erhalt der christlichen Prägung unseres Landes" und sprach die niedrigen Arbeitslosenzahlen in Franken an, die praktisch einer Vollbeschäftigung gleich kämen. Auch bei den Finanzen traf er genau den Ton, den man von ihm erwartete: Jetzt müsse der Westen bei den Investitionen an die Reihe kommen. Im Osten sei genug saniert worden. "Wir werden darauf achten, dass die Projekte in Franken nicht zu kurz kommen." Ein Anliegen sei ihm die Zukunft Europas. Das sei mehr als wirtschaftliche Dynamik und Wechselkurse. Es gehe um die ethischen Werte und den Erhalt des Friedens. Dass die innere Sicherheit "fest in fränkischer Hand" ist, hatte vor ihm schon Staatssekretär Eck betont. Den Steigerwäldern, die gegen den Nationalpark gekämpft haben, rief Herrmann zu: "Wir haben Wort gehalten. Der Steigerwald ist gut, so wie er ist. Etwas anderes brauchen wir nicht!"


noch Zeichen



Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.