Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Region  // Bamberg

Spezialitäten

Rauchbier, "U" und Kommunbräu: Das sind Frankens besondere Biere

Franken hat einige legendäre Biere zu bieten: Drei spezielle Sorten und ein besonderes Braurecht begründen den guten Ruf fränkischen Biers.
 
von KLAUS ANGERSTEIN
Rauchbier Sicher am außergewöhnlichsten ist das Rauchbier.Mancher wendet sich wegen des rauchigen Geschmacks entsetzt ab, andere kommen nie mehr davon los. Der herb-würzige, dunkle bis schwarzbraune Gerstensaft erhält seinen außergewöhnlichen Geschmack durch schwelenden Rauch, der das Malz durchströmt, ehe es im Sud mit Hopfen vermischt wird.

Ungespundetes Bekannt auch in der fränkischen Kurzform als "U". Hier macht der Druck den Unterschied. Normales Bier lagert vier bis sechs Wochen unter dem sogenannten Spundungsdruck. "Ungespundetes" Bier lagert zwar genau so lange, jedoch ohne Druck. Damit entsteht weniger Kohlensäure und ein ganz spezieller Biercharakter. Die Biere sind in der Regel unfiltriert und bernsteinfarben. Der Geschmack: intensiv. Muss man einfach probieren.

Zwickelbier Gehört ebenfalls zu den ungespundeten Bieren. Zwickelbier, umgangssprachlich auch "Zwickl", war ursprünglich die vom Braumeister vor dem Filtern vom Fass mittels eines sogenannten "Zwickelhahns" entnommene Probe. Man kann es getrost auch als "flüssiges Brot" bezeichnen, weil der ungefilterte Stoff naturtrüb bleibt und damit seine vielen wichtigen Nährstoffe behält. Das Bier ist ausgesprochen süffig, jedoch nicht allzu lange haltbar.

Kommunbrauwesen Das Kommunbraurecht stammt aus dem 15. Jahrhundert. Bürger, die ein Braurecht besaßen, mussten ihr Bier nicht mehr zu Hause herstellen, sondern konnten das in einem Brauhaus, das der Kommune gehörte, erledigen. Der Vorteil: Das Bier war von höherer Qualität, weil in der Kommunbräu professionelle Brauer arbeiteten. Die Konstruktion gibt es bis auf den heutigen Tag. Die Spalter Stadtbrauerei ist die letzte kommunale Brauerei in Deutschland. Die Spalter Bürger sind die Besitzer, der Bürgermeister fungiert als Geschäftsführer.

Die Konstellation wirkt sich ausgesprochen positiv auf die Qualität des Biers aus, weil die Wahl oder auch Abwahl des Bürgermeisters unmittelbar davon abhängen kann. Die meisten Kommunbrauhäuser wechselten im 19. Jahrhundert den Besitzer, wurden als Genossenschaftsbrauerei von aktiven Kommunbrauern weiterbetrieben. Das gibt es heute noch in Neuhaus an der Pegnitz, in Rossach, Seßlach oder Rossfeld.

zum Thema "Bierkeller"



noch Zeichen



Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.