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Region  // Bamberg

Erweiterung

Litzendorfer Friedhof ist nun auch barrierefrei

Der Litzendorfer Gottesacker wurde mit Kosten von rund 600 000 Euro erweitert und teilweise neu gestaltet.
Auf dem neu gestalteten Litzendorfer Friedhofs wurde auch ein Urnenkreis für die Erdbestattung von Urnen geschaffen. Foto: Andrea Spörlein
 
von ANDREA SPÖRLEIN
Friedhöfe gehören zu den Pflichtaufgaben der Kommunen. Diese zu sanieren bzw. zu erweitern ist nicht immer einfach und muss mit viel Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen erfolgen. Bereits seit Mitte 2012 befasste sich der Litzendorfer Gemeinderat mit dieser Thematik. Nach umfangreichen Vor- und Entwurfsplanungen 2013 bis 2015 konnten letztendlich ab Frühjahr 2016 mit den ersten Baumaßnahmen begonnen werden. Im März 2017 erfolgte die Bepflanzung des Areals und mittlerweile ist das Projekt, bis auf wenige Abschlussarbeiten, fast fertig. Auf rund 600 000 Euro belaufen sich die Kosten, die zu einer neuen Berechnung der Friedhofsgebühren führte.


Veränderte Bestattungskultur

Bei einem Vororttermin waren sich Litzendorfs Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) und Pfarrer Marianus Schramm einig, dass die teilweise Umgestaltung und Erweiterung des Friedhofs "eine wirklich gelungene und schöne Sache geworden ist". Insbesondere wollte man auf die veränderte Bestattungskultur reagieren und hat so eine große Zahl an Urnengräbern geschaffen. So gibt es jetzt 232 Bestattungsmöglichkeiten in 58 Erdurnengräber im Urnenkreis und zusätzlich 96 Beisetzungsmöglichkeiten in den Urnenstelen in der nördlichen Erweiterungsfläche. Platz wäre auch noch für völlig anonyme Urnengräber. Dazu wurden 106 Bestattungsflächen für traditionelle Erdgräber geschaffen.

Jörg Czerwonka, der zuständige Landschaftsarchitekt aus Erlangen, erläuterte, dass alle Maßnahmen so geplant wurden, dass sie auch für zukünftige Generationen nutzbar sind. Besondere Rücksicht nahm man immer auf die Bestandsgräber im alten Teil des Friedhofs. Eine Herausforderung dabei war die technisch-konstruktive Umsetzung der Entwässerung mit einem neuen Dränagensystem.

Neben der neuen Bepflanzung wurde großer Wert auf den Erhalt der Bestandsgehölze gelegt. Daneben sind Lager- und Wertstoffflächen entstanden, ohne dabei die Gesamtgestaltung des Friedhofs zu beeinträchtigen. Die neuen modernen Toranlagen spiegeln mit ihrer abstrakt-symbolischen Darstellung das Entstehen und Vergehen im Kreislauf des Lebens wieder. Für den Landschaftsarchitekten darf ein Friedhof "nicht nur als Ort der Toten verstanden werden", sondern für ihn ist er "ein Ort der Besinnung, der Ruhe und mit vielen Möglichkeiten zur Begegnung".

Deshalb wurde der neue Friedhof, mit seiner parkähnlichen Einbindung in die Landschaft, mit vielen Sitzmöglichkeiten ausgestattet. Diese bieten für die Besucher Orte zum Gedenken und zum Verweilen. Dazu soll besonders der neu geschaffene und mit Pflanzen eingebundene Begegnungsraum bei der Aussegnungshalle einladen. Mit den dazu passenden Sitzgelegenheiten gibt er den Raum für das miteinander Sprechen, das gemeinsame Trauern und "vielleicht das ein oder andere seelsorgerische Gespräch", so Pfarrer Schramm.


Erleichterte Grabpflege

Über eine solche Möglichkeit hat man bereits in der Pfarrgemeinde nachgedacht. Für den Seelsorger ist die barrierefreie Gestaltung des Friedhofs sehr erfreulich. Die Haupterschließungswege (rund 1250 Quadratmetern) wurden gepflastert und bei sämtlichen Nebenwegen (rund 1530 Quadratmetern) die Oberflächenbelege barrierefrei erneuert. Dazu kamen zusätzliche Wasserentnahmestellen, um damit besonders den älteren und oftmals in ihrer Motorik eingeschränkten Friedhofbesuchern die Grabpflege zu erleichtern.
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