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Kickbox-Weltmeisterschaft: Die Finalkämpfe II
Die Kickbox-Weltmeisterschaft in Orlando nähert sich dem Ende. Der Franke "Lupo" Schmitt hat allen Grund, zu jubeln: Seine Mannschaft holte Gold in der Teamwertung!
Hallo liebe inFranken.de-Leser,
Er ist da , Tag 6 - der Tag der Entscheidung! Und wieder berichte ich aus Orlando von der Kickbox-WM!
Endlich ist es soweit: die Finalkämpfe beginnen, doch leider ohne mich. Für mich bleibt "nur", unser Team anzufeuern und vorbereitend beim Aufwärmen zu helfen.
Dem Kampf unseres "Jugendsprösslings" Ufug, der als 6. Kampf angesagt wurde, fiebern ich und besonders Ufugs Trainer Werner, ein guter Freund von mir, besonders entgegen. Während Ufugs Kampf immer näher rückt, steigen auch in mir Anspannung und Wehmut. Gern hätte ich auch einen Finalkampf ausgetragen!
Doch auch für meine Rivalen Alex und Dirk kam es noch richtig dick. Alex, der mich in der Vorrunde geschlagen hatte, musste den Endkampf absagen, weil er sich beim Abschlusstraining am Vortag eine Knieverletzung zugezogen hatte. Somit wurde Dirk Hoffmann aus dem Sauerland neuer Weltmeister. Meinen Glückwunsch!
Inzwischen war Ufugs Kampf an der Reihe - leider verlor er gegen einen sehr starken Irländer! Ich kann gut nachvollziehen, wie er sich fühlt! Ich empfinde wie er, aber Ufug ist jung, ihm steht weiterhin alles offen.
Fünf Kämpfe in fünf Klassen
Dann haben die Teamkämpfe begonnen.Unsere Mannschaft der Männer, fünf Kämpfer aus verschiedenen Gewichts-und Altersklassen,musste gegen das starke englische Team antreten. Diese Mannschaft hat uns seit 2006 noch immer geschlagen! Doch diesmal wollten wir es wissen. Die Spannung stieg, unsere Anfeuerungsrufe ebenso. Unser Schlachtruf hallte laut durch die Halle. Vor dem entscheidenden fünften Kampf stand es unentschieden 2:2 - die Spannung war riesengroß! Und dann - Manfred "Manni" aus Hannover holte den Sieg rein! Wir brüllten vor Freude und unser Trainer Harald brach in Tränen aus.
Und unsere Mannschaft holt tatsächlich Gold!
Die Engländer sind faire Verlierer, stimmten am Ende zu unserer Würdigung unseren Schlachtruf an. Die Schiedsrichter beglückwünschten beide Teams und dankten für die Fairness. Den irischen Referee kenne ich schon seit vielen Jahren, wir sind gute Bekannte. Wir wünschen uns gegenseitig eine gute Zeit und hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr zur WM in Kreta. Zum Abschied schenkte ich ihm ein Käppi aus unserem schönen Frankenland.
Unsere weiblichen und männlichen Jugend-Teams holen dann noch beide die Silbermedaille, ebenso das Frauen-Team! Tolle Leistung!
Ich trage "very nice hair"
Die Siegerehrungen fanden jeweils parallel zu den Kämpfen statt. Anschließend trafen wir uns noch alle für das Gruppenfoto und tauschten noch ein wenig unsere Erfahrungen und Eindrücke aus. Der Trainer der US-Mannschaft war übrigens begeistert von meiner Frisur und nannte sie "very nice hair".
Übrigens haben sich in den paar Tagen hier in Orlando viele Sportler erkältet - und das trotz der Außentemperaturen von 35 bis 38 Grad! Drinnen brauchte man stets eine Jacke, da die Klimaanlagen hier alles auf 16 Grad runterkühlen. Einfach grausam - man hatte das Gefühl in einen Kühlschrank zu steigen.
Tja, und jetzt heißt es schon wieder abreisen - zurück in die Heimat, ins schöne Frankenland!
Das war's hier aus Orlando. Liebe Grüße nach Franken,
euer Lupo
Zur Person:
Ludwig "Lupo" Schmitt (51) ist ein echtes fränkisches Urgestein. Seit 25 Jahren trainiert der gebürtige Hallstadter Kickboxen, jetzt will er in Orlando (Florida) den Weltmeistertitel nach Franken holen. Für inFranken.de berichtet der Kickboxer exklusiv von den Wettkämpfen.
















