Ihre Sommertour durch Bayern hat Grünen-Chefin Claudia Roth am Dienstag nach Bamberg geführt. Einen ganzen Tag lang verbrachte sie in Bamberg, durch die Stadt geführt von Ursula Sowa. Insgesamt besucht die Bundesvorsitzende der Grünen innerhalb von acht Tagen 21 Städte. "Urlaub ist meine Tour durch Bayern sicherlich nicht, aber es ist jetzt auch keine klassische Wahlkampftour", betonte sie. Sie lerne dabei viele interessante Orte und Städte ebenso kennen wie außergewöhnliche und nette Menschen. Vor allem aber führe sie die Tour auch an entlegenere bayerische Ortschaften.

Großes Programm


In Bamberg besuchte sie unter anderem das Gärtner- und Häckermuseum sowie das Sozialprojekt "Mode macht Mut" in der Luitpoldstraße. Während sie sich im Gärtnermuseum auf Spurensuche der alten Bamberger Gärtner- und Häckertradition begab, schaute die Politikerin im Modeladen den meist langzeitarbeitslosen Frauen über die Schultern, wie diese ausgefallene Kleidungsstücke entwarfen und schneiderten.

Apropos ausgefallene Kleidungsstücke: Auf ihrer vorletzten Station in der Domstadt besuchte Roth das Dirndl'Lirium, wo als Überraschung ein eigens für sie entworfenes Unikat-Dirndl wartete. "Ich bin total begeistert. Ich habe bereits einige Dirndl zu Hause, aber dieses hier ist definitiv das eleganteste", schwärmte die Politikerin. Sie werde es sehr gerne mit nach Berlin nehmen. Zum ersten Mal tragen wolle sie es beim diesjährigen Oktoberfest.

Am Abend stellte sich die Frau, die als Kanzlerkandidatin gegen Angela Merkel antreten will, der Öffentlichkeit in den Haas-Sälen. Dort diskutierte sie mit den zahlreichen Anwesenden über ein grünes Europa.

"Ich habe den Aufenthalt in Bamberg sehr genossen. Denn obwohl ich schon einige Male hier war, habe ich doch wieder einiges Neues in Erfahrung bringen können", resümierte Claudia Roth. So kannte sie zwar die vielen historischen Örtlichkeiten wie den Dom oder das Alte Rathaus. Die Gärtnertradition und insbesondere das Museum waren ihr nicht ganz so geläufig. Umso mehr habe sie diese Tradition beeindruckt, denn man spüre hier genau, "dass Geschichte gelebt wird".