Bamberg
Justiz

Friedrich Krauß neuer Präsident des Landgerichts Bamberg

Bayerns Justizminister Prof. Bausback vollzog in Ebrach den zum 1. Juli erfolgten personellen Wechsel an der Spitze des Landgerichts Bamberg. Er bezeichnete Manfred Werth (66) und seinen Nachfolger als "zwei hervorragende Juristen".
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Justizminister Winfried Bausback (rechts) und Clemens Lückemann, Präsident des Oberlandesgerichts Bamberg (links) flankieren den neuen Landgerichtspräsidenten Friedrich Krauß (mit Brille) und seinen Vorgänger Manfred Werth. Foto: Ronald Rinklef
Justizminister Winfried Bausback (rechts) und Clemens Lückemann, Präsident des Oberlandesgerichts Bamberg (links) flankieren den neuen Landgerichtspräsidenten Friedrich Krauß (mit Brille) und seinen Vorgänger Manfred Werth. Foto: Ronald Rinklef
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Für Bayerns Justizminister Winfried Bausback war es eine Premiere: Zum ersten Mal besuchte er den Kaisersaal der Justizvollzugsanstalt Ebrach, nach seinem spontanen Kommentar "sicher einer der schönsten Säle in ganz Bayern".

Anlass war der Wechsel an der Spitze des Landgerichts (LG) Bamberg, der zum 1. Juli erfolgt ist. Friedrich Krauß (62) heißt der neue Präsident, der zuletzt Chef des Landgerichts Coburg war.

Krauß, gebürtiger Ansbacher, folgt auf Manfred Werth, der ziemlich genau vor vier Jahren an selber Stelle zum Präsidenten des Bamberger Landgerichts ernannt worden war. Im Sommer 2011 hatte Bausbacks Vorgängerin im Amt die Festrede gehalten, Beate Merk, jetzt Staatsministerin für Europaangelegenheiten. Viele der zahlreichen Repräsentanten des öffentlichen Lebens in Ober- und Unterfranken, die nach Ebrach gekommen waren, hatten auch damals dem Festakt beigewohnt.

Viel Lob vom Minister

Bausback sagte über den scheidenden und den neuen Bamberger LG-Präsidenten, es handle sich bei beiden um "hervorragende Juristen". Mit Zitaten aus früheren Beurteilungen untermauerte er sein Lob.

So sei Werth einmal als "juristische und pädagogische Spitzenkraft" bezeichnet worden. Mit dem 66-Jährigen verliert Bayern nach den Worten des Ministers "einen ganz ausgezeichneten Repräsentanten der Justiz".

Herausragende juristische Kenntnisse, einen Blick für das Wesentliche, Entscheidungsfreude, Geradlinigkeit, Freundlichkeit - das zeichnet nach den Worten des Ministers den neuen Mann an der Spitze des Landgerichts aus. "Ihre Karriere hat einen neuen Höhepunkt erreicht und sie haben ihn sich redlich verdient", sagte er zu Krauß.

Erst Lehramt studiert

Der 62-Jährige hat sich erst 1988, nach einem abgeschlossenen Studium für das Lehramt an Gymnasien, für die juristische Laufbahn entschieden.

Krauß fing bei der Staatsanwaltschaft Coburg an, war dann Richter unter anderem in Coburg und Kronach. 1997 wechselte er wieder zur Staatsanwaltschaft und sechs Jahre später - inzwischen Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg - als Richter an das Oberlandesgericht Bamberg. 2006 wurde er Vizepräsident des Landgerichts Coburg, von 2009 bis Mitte 2015 leitete er es.

In seiner Antrittsrede in Ebrach sagte Krauß, die deutsche Justiz könne auch im weltweiten Vergleich stolz sein auf das Erreichte. Weil der Rechtsstaat aber zahlreichen Gefahren ausgesetzt sei, müsse er sich quasi in jedem einzelnen Verfahren neu bewähren.

"Ich hatte viel Glück." Diese Aussage stellte Werth seinem Rückblick auf 38 Jahre bei der bayerischen Justiz voran: "Ich durfte etwas leisten und konnte auch etwas bewegen."

Dank an die Mitarbeitenden

Die lobenden Worte des Ministers gab Werth an alle weiter, mit denen er in verschiedensten Positionen und Aufgaben zusammen gearbeitet hat.

Er erwähnte unter anderem die Ausbildung von Rechtsreferendaren, die Generalsanierung des historischen Justizgebäudes am Wilhelmsplatz in seiner Ära als Haushalts- und Baureferent des Oberlandesgerichts Bamberg und sein Engagement in einem europäischen Partnerschaftsprojekt mit der Justiz in Kroatien und Slowenien - was erklärt, dass Gäste bis aus Zagreb und Ljubljana nach Ebrach gekommen waren.





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