Erzbischof Schick für sofortigen Atomausstieg

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat sich angesichts der Atomkatastrophe in Japan für einen sofortigen weltweiten Ausstieg aus der Kernenergie ausgesprochen.
Bambergs Erzbischof Ludwig Schick Archivfoto: Barbara Herbst
 

Dies bedeute aber zugleich einen Einstieg in einen bescheideneren Lebensstil, sagte Schick laut Mitteilung am Sonntag bei der Eröffnung der Misereor-Fastenaktion in Burgebrach (Landkreis Bamberg).

Die Kernkraftwerke seien wegen des ständig steigenden, maßlosen Energiebedarfs der Industrienationen gebaut worden. Deswegen müsse jeder Einzelne zur Umstellung bereit sein und seine Ansprüche zurückschrauben.

Schick rief dazu auf, bei Lebensmitteln so weit wie möglich auf regionale Produkte zurückzugreifen, um damit energieaufwendige Transporte zu verringern. Ferner forderte der Erzbischof ein klares Bekenntnis zu Niedrigenergiehäusern, aber auch Energiesparmaßnahmen in Schwimmbädern und anderen öffentlichen Gebäuden sowie weniger Bräunungs- und Fitnessstudios.

"Auch die Autoindustrie kann sich umstellen", betonte Schick. Schon jetzt sei es möglich, benzinsparendere Autos herzustellen.

Mit einer derart umfassenden Lebensumstellung würden nach Auffassung des Bamberger Erzbischofs auch viele neue Arbeitsplätze geschaffen. Zugleich werde das Klima geschont und so den von Dürre- oder Flutkatastrophen betroffenen Menschen in den Entwicklungsländern geholfen, erklärte Schick nach Angaben des erzbischöflichen Ordinariats. dpa

zum Thema "Folgen der Naturkatastrophe in Japan"

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