Region // Bamberg
Ein wahres Fest für Fahrsport-Fans
Im Bischberger Weiler Rothof fanden die Fahrsportmeisterschaften der Region Bamberg statt. Sechs Prüfungen, Reitwettbewerbe und Dressurvorführungen boten Leckerbissen für Pferdeliebhaber. Die meisten Titel holte sich Marcus Kreuzer.
Voll auf ihre Kosten kamen Freunde des Fahr- und Reitsports bei den Vereinsmeisterschaften des Kutschervereins Bamberg und Umgebung. Diese wurden zum neunten Mal auf dem Gelände von Familie Brahmann auf deren Rothof bei Bischberg ausgetragen. Zum attraktiven Rahmenprogramm gehörten ein Orientierungsritt und eine Geschicklichkeitsprüfung auf dem Reitplatz ebenso wie zwei Reitquadrillen der Stallgemeinschaft, jeweils unter der Regie von Carolin Mahr.
Voll in der Rolle des perfekten Gastgebers gingen dabei Brahmanns auf, weil sie darauf verzichteten, um die Meisterschaften zu kämpfen. Insbesondere Lissy Brahmann und ihre Tochter Nicole sowie Schwiegersohn Thomas kümmerten sich gemeinsam mit einem emsigen Helferteam um reibungslose Abläufe hinter den Kulissen.
Über 60 Pferde waren allein bei 52 Starts und mit den unterschiedlichsten Kutschentypen im Einsatz. Meister wurden dabei in sechs verschiedenen Klassen ermittelt. Ei n Wettbewerb, den es allerdings nur in Rothof gibt, ist der Bambini-Wettbewerb für Kinder. Hier holten sich die Bischberger Schwestern Lisa (10) und Marie Leicht (6) den ersten und zweiten Platz. Viel Applaus ernteten in den regulären Wettbewerben dann die Schwestern Marie (14) und Lena Weigand (13) , die mit ihren Shetland-Ponys selbst vierspännige n Prüfungen mithielten und Platzierungen sammelten. Bei den Pony-Zweispännern etwa wurde Marie Weigend Meisterin.
Die meisten Titel ergatterte Marcus Kreuzer: Er wurde Meister im Einspänner-, Zweispänner- und Vierspänner-Hindernisfahren.
Bei den Vierspännern holte er gar Platz eins bis drei und war mit den Welsh-Ponys sogar schneller als mit den Großpferden. Seine Frau Christina siegte in der Stilfahrt vor Schwiegervater Georg und Alfred Dietz vom gastgebenden Rothof. Für den sicherte Christian Brahmann sich den Titel im Einspänner-Hindernisfahren, den er seiner Freundin Lisa Trittmann praktisch vor der Nase wegschnappte.
Faszinierend für die fachkundigen Zuschauer war, dass Christian Brahmann und Marcus Kreuzer im schwierigsten Wettbewerb, also im Vierspänner-Hindernisparcours auch mit Gespann des anderen antraten.
Eine besondere Geste der Fairness war dann die zwischen Schmied Hermann Müller und Mahrs-Bräu-Kutscher Hans Müller. Weil Hans Müller ausgeschieden war, bot ihm der Schmied seine Friesenstute für eine zweite Fahrt an.
Nicht nur auf dem Richterwagen bei Manfred Häfel erwies sich Vereinsvorstand Otto Betz als souveräner Helfer und Moderator. Er steuerte sein Ponygespann auch selbst erfolgreich durch den Zweispänner-Wettbewerb.
Erstmals trat Bischbergs Bürgermeister und stellvertretender Landrat Johann Pfister bei der Kutschermeisterschaft in Aktion: Auf der von Christian Brahmann gesteuerten und Baptist Brahmann begleiteten, von vier rassigen Haflingern gezogenen Kutsche fuhr er ein, um sein Grußwort zu sprechen. Darin zeigte er sich beeindruckt von dem, was hier geboten wurde.
Mit der Siegerehrung und fetzigen Ehrenrunden klang eine ansprechende Pferdeveranstaltung stimmig aus.
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