Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Kirche

Ein langer Weg des Suchens

Gerd-Richard Neumeier aus Schlüsselfeld wird am Samstag im Bamberger Dom zum Priester geweiht. Der 35-Jährige war vor seinem Theologiestudium Krankenpfleger und Flugbegleiter.
Gerd-Richard Neumeier (Mitte)  bei seiner Diakonenweihe im vergangenen Jahr  Foto: privat
 
"Eigentlich weiß ich, was du willst, Herr", hatte sich Gerd-Richard Neumeier schon mit 18 gedacht. Damals habe er aber "noch nicht für immer auf diese Entscheidung setzen können". Am Samstag, 23. Juni, wird der heute 35-Jährige aus Schlüsselfeld von Erzbischof Ludwig Schick im Dom zu Bamberg zum Priester geweiht.

Dazwischen lag ein langer Weg des Fragens und Suchens, denn "losgelassen hat mich der Wunsch nie", erzählt Gerd-Richard Neumeier. In Bad Windsheim geboren, wurde er wie seine Mutter evangelisch getauft. Bereits im Kindergarten habe man ihn an die Freundschaft mit Jesus herangeführt. In den Jugendjahren habe die Intensität zwar etwas nachgelassen. Dennoch habe ihn bei der Berufswahl der Wunsch geleitet, "Kontakt zu Menschen zu haben und dass ich meinen Glauben leben kann".

Der junge Mann entschied sich für eine Ausbildung zum Krankenpfleger und arbeitete am Bamberger Klinikum. Im Alter von 23 Jahren ging er - aus einer "Schnapsidee" heraus - als Flugbegleiter zur Lufthansa. Bei einem Frühstück mit Freunden sei man auf ein Stellenangebot der Lufthansa in der Süddeutschen Zeitung gestoßen. "Mal sehen, was man da mitbringen muss", war die Reaktion der jungen Leute. Tatsächlich wurden zwei aus seiner Gruppe genommen.

"Vielleicht ist das der Wink, den dir der Herr noch gibt", dachte sich der Schlüsselfelder. Er wollte "sehen, ob das bleibt", wenn er in der Welt herumreist. Bis dahin war er praktisch noch nicht aus dem Steigerwald herausgekommen. Fünf Jahre blieb er bei der Lufthansa, sah viel von der Welt, wohnte in den besten Hotels. Aber schon nach wenigen Jahren stellte er fest, dass ihn diese Arbeit nicht erfüllt, dass sie zuviel Energie kostet. "Meine Batterien wurden immer leerer."

Mit 28 Jahren stand für ihn fest: "Ich weiß jetzt sicher, was ich will!" Im interdiözesanen Studienhaus Sankt Lambert bei Bad Neuenahr absolvierte er in vier Jahren Vollzeit ein Studium der Theologie und Philosophie. In Bamberg folgte 2010 der Pastoralkurs und das Praktikum in der Nürnberger Pfarrei Herz Jesu.
2011 wurde er zum Diakon geweiht. Während dieser Zeit habe sich die tiefe Verbundenheit mit Christus weiter gefestigt. "Jetzt bin ich endlich angekommen", weiß er. Die Umwege in seinem Leben möchte er dennoch nicht missen.

In Schlüsselfeld werden Priesterweihe und Primiz eines Sohnes der Stadt groß gefeiert. Der letzte Neupriester in der Steiger waldstadt war im Jahr 1976 Pater Gabriel Ramos, der als Student aus Spanien nach Schlüsselfeld gekommen war. Ein Jahr vor ihm war 1975 Franz Noppenberger aus Thüngfeld zum Priester geweiht worden.





Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:
Benutzer     Passwort    

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.