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Ein Monsterwaller ging bei Bamberg ins Netz

Nahe der Regnitzmündung ging Josef Kröner ein monströser Waller ins Netz. Der Fisch war 2,20 Meter lang und 62 Kilo schwer.
2,20 Meter lang ist der Riesenwaller, den Josef und Martin Kröner aus den Gewässern beim Zusammenfluss von Main und Regnitz bei Bischberg zogen. Ein solcher Raubfisch kann gut und gerne eine Ente verschlucken.  Foto:  privat
 

Es muss an den guten Lebensbedingungen am Zusammenfluss von Main und Regnitz in Bischberg liegen. Dort scheinen die Waller ungestört zu wahren Riesenexemplaren heranwachsen zu können. Immer wieder gingen in den letzten Jahren kapitale Fische ins Netz.

Ganz besonderes Fischerglück hatten Josef Kröner und sein Sohn Martin bei einer Tour auf dem Schelch ins Mündungsgebiete des Mains. Es dauerte nicht lange, bis sich am Rande eines Stillgewässers ein großer Waller in ihrem Netz verfing.

Der Kampf Mensch gegen Tier war Schwerstarbeit auf einem schwankenden Boot: "Wir waren hinterher völlig fertig. Den quicklebendigen Fisch ans Boot zu ziehen und für den Heimtransport zu fixieren, gelang nur unter äußerster Kraftanstrengung", sagt Josef Kröner.


Aus alter Fischerzunft



Es ist nicht das erste Mal, dass Kröner einen Monsterwaller nach Hause brachte. Der Polizeihauptkommissar stammt aus einer alteingesessenen Familie, die der Bischberger Fischerzunft angehört. Ihre Traditionen hält er auch als Initiator eines Fischereimuseums hoch. Man muss wissen: Über viele Jahrhunderte lang diente der Fischfang für eine begrenzte Anzahl von Familien zum Lebensunterhalt.

Damals muss der Fischreichtum im Main und in der noch frei fließenden Regnitz viel höher gewesen sein. "Heute machen sich viele Fischarten rar", bedauert Josef Kröner. In seinen Reusen und Netzen finden sich immer weniger Weißfische, Aale, Schleien und Zander.

Das ist auch der Grund, weshalb sich die Fischer-Nachkommen in Bischberg auf den Waller "als Brotfisch" spezialisiert haben. Der nacht- und dämmerungsaktive Raubfisch, der sich von Fischen, aber auch von Wasservögeln und Säugetieren ernährt, kommt in Main und Regnitz reichlich vor. Er mag langsam fließende Gewässer und ist gegenüber Verschmutzung relativ unempfindlich; gleichzeitig gilt er unter den Fischern als großer Schädling, weil er sich gerne an den teueren Jung-Schleien, Hechten und Zandern labt, mit denen die Fischerzünfte Bischberg und Bamberg jedes Jahr Main und Regnitz reichlich füttern. Klar, dass man sich da freut, wenn die unliebsame Konkurrenz ins Netz geht.


Gewinner des Klimawandels



Der Fangerfolg der Bischberger Fischer kommt nicht von ungefähr: Waller werden in oberfränkischen Gewässern immer mehr, wie Robert Klupp von der oberfränkischen Fischereifachberatung feststellt. "Der Waller", so erklärt sich Klupp die Zunahme, "scheint der Gewinner der Klimaerwärmung zu sein". Ein solch großes Tier muss nach Angaben des Experten keine biologischen Feinde mehr fürchten - außer den Menschen. "Wir haben schon Waller gefunden, die eine komplette Ente verschlungen hatten", sagt Klupp. Seine Erfahrung: "Vogelfreie Baggerseen sind meist auch Waller-Seen."

Der erneute Fang eines Riesenfisches in Bischberg, der letzte vor drei Jahren war zwei Meter lang, wirft die Frage auf, wie groß Waller eigentlich werden können. In historischen Berichten ist davon die Rede, dass sie eine Länge bis zu fünf Metern erreichen. Dokumentiert sind laut Wikipedia ein Fang im oberitalienischen Fluss Po, wo der gefangene Waller 2,78 Meter Länge erreicht hatte, und ein weiterer in Bulgarien. Dort brachte das Tier mit dem charakteristischen Breitmaul 148 Kilogramm auf die Waage. Grund für das Riesenwachstum des Wels, der neben dem Stör als größter heimischer Raubfisch gilt: Er wächst zeitlebens und kann 100 Jahre alt werden.

Glaubt man den Bischberger Fischern, dann sind Rekordmaße bei Welsen nur Nebensache. "Solche Zahlen spielen im Rahmen der Fischhege eine Rolle, Priorität genießt der Schutz der Fischvielfalt", sagt Kröner.
Zumindest trägt der Bischberger Wels, der nun in die ewigen Jagdgründe eingegangen ist, zum Schutz der heimischen Gastronomie bei. Denn am Ende seines vermutlich langen Lebens landet der zu dieser Jahreszeit ziemlich magere Fisch auf dem Teller. Auch die Gartenschaugäste dürften den ein oder anderen Happen aufgabeln. Grund: Die Bischberger Brauereigaststätte Schuhmann, für die der Riesenwaller zerlegt wurde, erfreut sich in diesem Frühling eines außergewöhnlichen Ansturms von Gästen.

Kommentare

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  • community  bambolero Diesen Post kommentierenkommentieren

    Noch ein gnadenloser Witz...Haute in der Arbeit gehört:

    "Vegetarier dürfen kein Plastik benutzen, weil das aus Erdöl hergestellt wird. Und das waren auch mal Tiere (Dinosaurier)" zwinkern

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  • community  bambolero Diesen Post kommentierenkommentieren

    "heute" natürlich. War ein langer Tag...... und übrigens:

    "Wenn Löwen die Weltherrschaft bekommen hätten und nicht wir Menschen dann würden die uns auch fressen!"

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  • community  Beutebayer Diesen Post kommentierenkommentieren

    Sodela, Leut,geht was Guts essen, trinkt a/zwa Seidla dazu, unterhalt euch a weng, aber begrabt endlich dieses Fisch-Viech (zumindest in den Kommentarspalten!)!

    Schönen Abend noch!

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  • w(i)eder natürlich!?Das natürliche Gleichgewicht in unserer Flüssen ist spätestens seit der Industrialisierung und der damit einhergehenden Regulierung durch Wasserkraftwerke und der Verschmutzung aus den Fugen geraten. Der letzte verheerende Eingriff in Flora und Fauna war die Fertigstellung des RMD 1992 und die damit verbundene Ansiedlung zahlreicher Neozoen die die heimischen Arten z.T. verdrängten.
    Die Fischer - es gibt leider nicht mehr allzu viele - tragen durch ihre Arbeit aktiv zum Erhalt unserer heimischen Fischfauna bei. Selbst sind die Flüsse dazu nicht mehr in der Lage.
    Was also soll das Geschrei um einen alten Räuber, der mit seine Brut Überhand zu nehmen droht und das (Un-)Gleichgewicht noch mehr aus den Fugen geraten lässt!?

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  • community  johannah Diesen Post kommentierenkommentieren

    Der Waller schmeckt wunderbar.Den Wels, das schleimige, stachelige, unergiebige und wiederborstige Viech möchte ich noch nicht einmal in die Hand nehmen wollen.

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  • community  DocHoliday Diesen Post kommentierenkommentieren

    Ach johannah,"Den Wels, das schleimige, stachelige, unergiebige und wiederborstige Viech möchte ich noch nicht einmal in die Hand nehmen wollen."

    Das denkt der Wels sich umgekehrt auch...

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  • community  Auweia Diesen Post kommentierenkommentieren

    johannah...you made my day grinsen

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  • community  Ban_de_Benwick Diesen Post kommentierenkommentieren

    Tja, das ist "uns Johannaaaahhh":Sie ist eine glühende Verfechterin der Atomkraft, geht aber auf jede Demo gegen Kernkraftwerke zwinkern Deswegen schmeckt ihr auch der Waller, während sie den Wels ... – ach Kinder, was soll man zu solche einfach strukturierten Wesen sagen außer Marie von Ebner-Eschenbachs Erkenntnis: "Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie."

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  • community  johannah Diesen Post kommentierenkommentieren

    Noch ekliger als der Wels ist der Schaidfisch.Aber woher sollen sie das auch wissen. Sie gehen scheinbar höchstens Fischstäbchen angeln.

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  • community  Auweia Diesen Post kommentierenkommentieren

    Kann es sein,dass uns "johanna" mit einer zur Schau gestellten Unwissenheit bezüglich Fischarten allesamt an der Nase herumgeführt hat? Dass Waller,Wels und Schaidfisch nur verschiedene Namen für die gleiche Fischart sind,war ihr entweder vorher bekannt - oooder Tante Google musste ihr erst auf die Sprünge helfen. Ob sie uns die Wahrheit "enthüllt"?

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