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Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer in Bamberg sollen streiken

Zu einem "Ehrenamtlichen-Streik" als Protest gegen das geplante bayerische Integrationsgesetz hat der Bamberger Verein "Freund statt fremd" aufgerufen.
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Flüchtlinge ziehen in ein Quartier. Symbolfoto: Oliver Mehlis/dpa
Flüchtlinge ziehen in ein Quartier. Symbolfoto: Oliver Mehlis/dpa
Die Aktion unter dem Motto "Nicht in unserem Namen" soll am Freitag, 11. November, stattfinden. Als Abschluss sei am Nachmittag eine Kundgebung von der Bamberger CSU-Geschäftsstelle am Bahnhof geplant, teilte der Verein am Mittwoch mit. Zur Teilnahme aufgerufen seien auch alle Bürger, "die den Ehrenamtlichen den Rücken stärken wollen und sich gemeinsam für echte Integration und ein respektvolles Miteinander einsetzen".


Der Verein "Freund statt fremd" engagiert sich bereits seit mehreren Jahren für die Begleitung und Integration von geflüchteten Menschen in Bamberg und Umgebung. Durch den Gesetzentwurf der bayerischen CSU-Staatsregierung sieht der Verein sein Engagement für Integration deutlich mehr behindert als gefördert. "Nach Auffassung vieler Initiativen, die sich mit Migration, Integration und Flüchtlingshilfe befassen, handelt es sich beim Gesetzesentwurf um eine Vorschrift, die Integration de facto verhindert", heißt es in der Pressemitteilung. Der Text enthalte vielmehr Sanktionen oder Sanktionsandrohungen und bleibe in der Frage der Maßnahmenfinanzierung sowie der exakten Begriffsdefinition an vielen Stellen unklar.

Bereits im Mai habe ein breites Bamberger Bündnis aus gesellschaftlichen Gruppen unter Federführung des Migrationsbeirats eine Sammlung kritischer Stellungnahmen an die CSU-Landtagsabgeordneten der Region überreicht. Die CSU halte jedoch bislang ohne wesentliche Veränderung an ihrem Gesetzesvorhaben fest, kritisiert der Verein.
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