Hirschaid
Landwirtschaft

Die Spargelsaison ist jetzt auch offiziell eröffnet

Sonnig, aber kalt war es, als am Freitag in der Hirschaider Flur der "Startschuss" für das königliche Gemüse gegeben wurde.
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Alle Ehrengäste durften mal selbst Spargel stechen und freuten sich über die Ausbeute. Foto: Andrea Spörlein
Alle Ehrengäste durften mal selbst Spargel stechen und freuten sich über die Ausbeute. Foto: Andrea Spörlein
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In Anwesenheit der amtierenden oberfränkischen Spargelprinzessin Simone I. wurde zum 27. Mal die Spargelsaison in Hirschaid eröffnet. Hans Ott von der Spargelgemeinschaft Hirschaid konnte wieder zahlreiche Politiker, Behörden- und Verbandsvertreter sowie die örtliche Geistlichkeit vor Ort begrüßen. In seiner freundlichen und unkomplizierten Art pries er die Vorzüge des Spargels für Körper, Geist und Seele, und bezeichnete ihn als "die Delikatesse schlechthin". Zudem gab er auch eine kurze Einführung ins richtige Spargelschälen.

Prognosen über die diesjährige Spargelernte wagten an diesem Vormittag bei sonnigen, aber kalten Temperaturen niemand. Renate Ott und Brigitte Büttel zeigten sich "verhalten optimistisch". Zwar hat man bereits am 2. April mit dem Spargelstechen beginnen können, "aber der Spargel mag keinen kalten Wind und keine Minusgrade". Der grüne Spargel ist bereits erfroren. Er wird vom Verbraucher immer mehr nachgefragt, so Brigitte Pickel, und entsprechend hat man sich in Hirschaid auf die Nachfrage eingestellt.

Ob nun der Spargel "die Nerven und die Nieren stärkt", glücklich macht oder als ideale Frühjahrskur für den Körper gesehen wird - das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wichtig für den Verbraucher sollte jedoch die Devise sein, dass er am besten schmeckt, wenn er frisch vom lokalen Anbieter gekauft wird. Dadurch werden die örtlichen Erzeuger unterstützt und die CO2 -Austoß deutlich reduziert.

Wie der Spargel dann schmackhaft zubereitet wird, darüber gehen die Meinungen natürlich auch auseinander. Die einen bevorzugen einen leckeren Spargelsalat, die anderen Spargel mit Schinken und Kartoffeln mit zerlassener Butter und wer kann schon einer Spargelcremesuppe wiederstehen?

Seit 2013 ist der "Fränkische Spargel" eine geschützte Herkunftsangabe und damit eine Qualitätsbezeichnung, die EU-weiten Schutz genießt. In Franken werden auf 980 Hektar Spargel angebaut. Das entspricht 24 % der bayerischen Spargelanbaufläche.

Bezirkstagspräsident Günther Denzler (CSU), Landrat Johann Kalb (CSU) und Hirschaids Bürgermeister Klaus Homann (CSU) durften dann zusammen mit den Behördenvertretern vom Amt für Ländliche Entwicklung, vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und dem Vize-Regierungspräsidenten Thomas Engel den "offiziellen Spargelanstich" vornehmen. Unterstützt und angeleitet wurden sie dabei von der Spargelprinzessin und von Hans Ott.
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