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Kurzinterview

Die Lärche ist bei der Versteigerung heiß begehrt

Bei der Versteigerung in Litzendorf am Dienstag wird dieses Nadelholz die höchsten Preise erzielen.
Konrad Schneider. Foto: privat
 
von MICHAEL MEMMEL
Am Dienstag, 17. Januar, werden ab 10 Uhr im Pfarrsaal in Litzendorf wieder auserlesene Nadelhölzer aus ganz Franken versteigert. Die Veranstaltung findet bundesweit Interesse bei Schreinereien, Säge- und Furnierwerken. 20 bis 30 Bieter werden erwartet. Zwei Tage später geht dann die Laubwertholzsubmission der WBV Fränkische Schweiz am Donnerstag, 19. Januar, ab 10 Uhr in Pretzfeld über die Bühne. Konrad Schneider, Holzverkaufsleiter am Forstbetrieb Forchheim, blickt vor der Litzendorfer Versteigerung auf den Holzmarkt.

Blicken die Waldbesitzer aus der Region auf ein gutes Jahr zurück?
Konrad Schneider: Für Optimisten war es durchaus ein gutes Jahr. Die infolge des Trockenjahres 2015 für 2016 erwartete Ausbreitung des Borkenkäfers fand in der Region nicht statt. Die ergiebigen Juni-Niederschläge reichten aus, um die trockenen Monate Juli und August zu überbrücken; dies auch weil die Temperaturen im angenehmen Bereich um 25 Grad blieben. Für die Holzernte im Sommer und im Herbst war die Trockenheit sogar ein Segen, da die Maschinen ohne Bodenschäden zu verursachen, fahren konnten. Ein Punkt trübt allerdings die Situation: Der nach dem Sturm "Niklas" im Frühjahr 2015 vor allem im Privatwald vollzogene Preisrückgang bei den Massensortimenten konnte nicht wieder wettgemacht werden. Denn in Südbayern kam es durchaus noch zu erhöhtem Käferholzanfall.

Wie bewerten Sie das Angebot bei der Versteigerung in Litzendorf?
Dieses Jahr liegt ein um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöhtes Angebot an den beiden Lagerplätzen (Strullendorf und Salzweg bei Weibersbrunn). 1287 Kubikmeter von insgesamt 1532 Kubikmetern liefern zehn Forstbetriebe aus Unter-, Mittel- und Oberfranken sowie der Betrieb Kelheim. Nach einem Tiefstand letztes Jahr liefert der Kommunal- und Privatwald dieses Jahr wieder 255 Kubikmeter. Daran beteiligt sind zehn Waldbesitzervereinigungen und Forstbetriebsgemeinschaften und die Stadt Forchheim. Da die unterfränkischen Forstbetriebe dieses Jahr weniger Holz beisteuern und sich mehr auf die Fichte konzentriert haben, sinkt der Anteil der Lärche am Angebot von 468 Kubikmeter (2016) auf 289 Kubikmeter. Bei dieser Baumart wurde 2016 ein Rekordpreis für den besten Stamm von 1180 Euro je Kubikmeter erreicht. Zugenommen hat wieder das Angebot an Fichte und vor allem Kiefer (von 541 auf 884 Kubikmeter). Wesentlichen Anteil daran hat der Forstbetrieb Forchheim durch die Mengenerhöhung in diesem Jahr. Einerseits eine Auswirkung der guten Rückebedingungen und außerdem des Einsatzes einer neuen Holzerntemaschine, die in der Lage ist, ganze Bäume aus dem Wald herauszuheben.

Welche Nadelhölzer stehen aktuell besonders hoch im Trend?
Weiterhin die Lärche. Es wird abzuwarten sein, ob die Höchstpreise vom letzten Jahr erreicht werden. Die anderen Baumarten tendieren eher stabil und im langjährigen Preisbereich. Bei der Douglasie, die ja einen ähnlich schönen Kern hat, wie die Lärche, wird sich zeigen, ob sie bei entsprechend guten Qualitäten Preissprünge nach oben schaffen kann.

Wie stark weichen die Gebote in Litzendorf von den üblichen Holzpreisen ab?
Beim Nadelholz sind die Preisabweichungen gegenüber normalen Stammholzsortimenten meist "nur" im Rahmen des zwei- bis dreifachen möglich. Eine Ausnahme stellt inzwischen die Lärche dar.

Das Gespräch führte Michael Memmel
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