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Die Dorfrocker holten Sepp Maier nach Bamberg

Zum dritten Mal luden die Dorfrocker zum Konzert nach Bamberg ein. Dabei hatten sie Torwartlegende Sepp Maier, Markus Becker und Helmut Wolfahrt von den Klostertalern.
Die Dorfrocker auf der Bühne in Bamberg
 

Natürlich war der Ball schuld. Oder warum sonst hätte ein so erfahrener Torhüter wie Sepp Maier so oft hinter sich ins Tor greifen müssen? Aber der Reihe nach.

Die Torwartlegende war auf Einladung der Dorfrocker, die am Samstag ihr drittes Bamberger Open Air gaben, auf die Jahnwiese gekommen. Denn die vier kennen sich, wie Sepp Maier erzählte, von vielen gemeinsamen Auftritten bei Florian Silbereisen. "Wir waren nach der Tournee oft zusammen unterwegs und hatten gemeinsam viel Spaß miteinander. Zudem waren die drei Brüder aus Kirchaich meine Tourneesöhne", berichtete er. Zu seinen "Söhnen" sei er übrigens bei einem nächtlichen Streifzug gekommen. Denn als die vier eine Edeldiskothek in München besuchen wollten, wurde zwar Sepp Maier Einlass gewährt, aber nicht den Dorfrockern, da diese nicht vorschriftsmäßig gekleidet waren. Doch Sepp Maier leistete Schützenhilfe und forderte den Mann von der Security auf, beim Diskothekenbesitzer eine "Sondergenehmigung" zu holen. Dieser wandte sich, wie später Sepp Maier erfahren hatte, mit folgenden Worten an seinen Chef: "Unten steht der Sepp Maier mit seinen drei Söhnen, dürfen sie rein?"




Doch zurück zum Fußball. Im Vorfeld wurden fünf Leser unser Zeitung, fünf Dorfrocker-Fans sowie eine Person untern den anwesenden Zuschauern ermittelt, die zum Elfmeterschießen gegen die Torwartlegende antreten durfte. Jeder bekam drei Schüsse. Die Entfernung zum Tor betrug eher neun als elf Meter. Wer drei Mal traf, bekam eines der neuen Alben der Dorfrocker. Und dieses konnten gleich drei Schützen ergattern. Auch sonst landete der Ball verdächtig oft im Tor - obwohl es eigentlich nur ein Schülertor und daher um einiges kleiner war.
Allerdings muss man zu Sepp Maiers Ehrenrettung betonen, dass der Plastikball nicht einmal für den Schulsport getaugt hätte. "Naja, wenigstens hat er nicht so weh getan wie ein richtiger Fußball", scherzte der Torwart am Ende. Und überhaupt war die ganze Aktion einfach nur eine Riesengaudi im Vorfeld eines fast fünfstündigen Open Air Konzertes.

Den Auftakt machte hierzu der "König vom Goldstrand" Markus Becker , der nicht nur mit seinem "Roten Pferd" den Fans richtig einheizte. Als zweiten Support hatten die Dorfrocker Markus Wolfahrt im Gepäck, der allerdings solo ohne seine Klostertaler erschien. Er hätte aber besser nicht sein Lied "Es ist Sommerzeit" singen sollen. Denn als er dieses anstimmte, fing es zu regnen an. Zum Glück jedoch blieb dies der einzige Regenschauer. Gegen 20 Uhr betraten die Dorfrocker selbst die Bühne. Satte drei stundenlang rockten sie mit Hits wie "Lutzzzi", "Miss September", "Vogelbeerbaum" und "Freunde fürs Leben" die Jahnwiese.

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