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Klangfülle

Die Bläser treten ganz groß auf

Die 18. Europameisterschaft der böhmischen und mährischen Blasmusik fand in Bamberg statt.
Die "Wauxl-Böhmische" aus Österreich beim Festzug vor dem Dom. Fotos: Uli Weiß
 
Mit einem mitreißenden Schlusskonzert des neuen Europameisters in der Höchststufe endete am frühen Sonntagabend die 18. Europameisterschaft der böhmischen und mährischen Blasmusik, die am Wochenende in Bamberg stattfand. Und die vorherrschende Meinung beim Gros der Besucher und Teilnehmer bescheinigte den Veranstaltern, den Don-Bosco-Musikanten aus Bamberg, dass sie ihre Sache sehr gut gemacht haben.

Bereits der Eröffnungsabend am Freitag übertraf sämtliche Erwartungen. Die Gastgeber aus Bamberg eröffneten die Europameisterschaften mit der Vorstellung ihrer neuen CD musikalisch. Oberbürgermeister Andreas Stark (SPD) begrüßte die Teilnehmer und Besucher im vollbesetzten Festzelt an der Pfeuferstraße. Es sei ihm auch persönlich eine große Freude, die internationale Blasmusikfamilie in der "Meisterstadt Bamberg" begrüßen zu können. Nach den Hausherren platzierte sich die fränkische Spitzenkapelle Maablosn auf der Bühne und sorgte für zwei Stunden beste Unterhaltung im Zelt.

Am Samstagmorgen begannen dann die eigentlichen Wettbewerbsvorträge, die der internationalen Fachjury im Hegelsaal der Bamberger Konzerthalle vorgestellt wurden. Auch hier konnten sich die Veranstalter über ein volles Haus während des ganzen Wettbewerbes freuen. Schon nach wenigen Vorträgen kristallisierte sich heraus, dass es ein enges Rennen um die begehrten Titel werden würde. Der Vorsitzende der Jury, Gottfried Reisegger aus Österreich, zeigte sich sichtlich beeindruckt und lobte das hohe Niveau, welches ihm und seinen Mitjuroren ihre Aufgabe nicht gerade erleichterte. Parallel zu den Wettbewerbsvorspielen im Hegelsaal unterhielten die teilnehmenden Kapellen aus sechs Nationen das Publikum im Festzelt an der Pfeuferstraße und auf einer Bühne auf dem Maxplatz. Etliche Touristengruppen nutzen diese Möglichkeit für eine kurze Verschnaufpause und genossen die musikalischen Darbietungen.

Am Sonntagmorgen stand dann ein weiterer Höhepunkt für die Teilnehmer und die Festbesucher an. Im voll besetzten Dom zelebrierte Erzbischof Ludwig Schick einen Musikantengottesdienst, der vom Kreisorchester Bamberg musikalisch umrahmt wurde. In seiner Predigt ging der Erzbischof auf die völkerverbindende Funktion dieser Europameisterschaft ein. Nach dem Gottesdienst formierte sich der Festzug mit einigen teilnehmenden Kapellen und Musikkapellen aus dem Bamberger Umland und zog durch die Innenstadt ins Festzelt an der Pfeuferstraße.

Gegen 17.30 Uhr wurde die Stimmung im Festzelt immer angespannter, da die Siegerehrung anstand. Der Organisator der Wertungsspiele und Dirigent der Don-Bosco-Musikanten, Thomas Wolf, betrat die Bühne. Begleitet wurde er von der Schirmherrin der Europameisterschaft, Staatsministerin Melanie Huml (CSU), und von Michael Weber, dem Vizepräsidenten des internationalen Musikbundes CISM. Es folgte die Siegerehrung.

Schon in der ersten Leistungsstufe gab es ein überraschendes Ergebnis: Die "Laafer Musikanten" aus dem Zapfendorfer Ortsteil Lauf errangen den 1. Platz und den Europameistertitel in der Unterstufe. In der Mittelstufe holte sich die Trachtenkapelle Elters aus der Rhön den Spitzenplatz und dürfen sich nun ebenfalls Europameister nennen. Einen guten fünften Platz erspielten sich hier die Kasendorfer Musikanten bei ihrer ersten Teilnahme an den Europameisterschaften.

Das Ergebnis in der Oberstufe fiel so knapp wie noch nie aus. Den Europameister-Titel erreichten die Musikerinnen und Musiker der Kapelle Leannka aus Baden-Württemberg. Mit 0,9 Punkten weniger holte sich die in Krumbach/Schwaben ansässige Formation Blech & Co den Vize-Europameister-Titel.

Den Höhepunkt der Siegerehrung stellte dann die Prämierung in der Höchststufe dar. Als der Name des neuen Europameisters genannt wurde, kannte die Begeisterung bei den Mitgliedern der Oberpfälzer Kapelle "Mission Böhmisch" keine Grenzen mehr. Der musikalische Leiter Daniel Käsbauer erhielt die Siegertrophäe aus der Hand der Staatsministerin und reckte ihn weit in die Höhe, während seine Mitspieler vor der Bühne einen Freudentanz aufführten.

Nach der Siegerehrung gab es für eine der teilnehmenden Kapellen noch eine freudige Überraschung. Die Blaskapelle "Fresia" aus den Niederlanden erhielt von den Don-Bosco-Musikanten Bamberg einen Spendenscheck aus dem Preisgeldtopf für die von ihnen ins Leben gerufene Aktion zu Gunsten krebskranker Kinder. Zu Tränen gerührt nahm der musikalische Leiter der holländischen Kapelle die Spende entgegen und die gesamte Blasmusikfamilie spendete stehende Ovationen.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete das Europameisterkonzert von Mission Böhmisch, die noch einmal alle Register ihres Könnens zogen und somit den Schlusspunkt für ein legendäres Fest der Blasmusik setzten.

Unterstufe Europameister: "Laafer Musikanten" aus dem Zapfendorfer Ortsteil Lauf; 2. Platz: Original Kappler Ratz-Fatz Buben (D); 3. Platz: Buckenhofer Musikanten aus Forchheim-Buckenhof.

Mittelstufe Europameister: Trachtenkapelle Elters aus der Rhön; 2. Platz: die fröhlichen Dorfmusikanten aus Ravenstein-Ballenberg (Deutschland); 3. Platz: Formation Venovanka (Tschechien);

Oberstufe Europameister: Kapelle Leannka (Baden-Württemberg); 2. Platz: Blech & Co ( Krumbach/Schwaben); 3. Platz: Original Fenntaler Musikanten (Niederlande).

Höchststufe "Mission Böhmisch" (Oberpfalz); 2. Platz: "Die Böhmährischen" (Österreich); 3. Platz: die Fidelen Münchhäuser (Hessen).
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