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Region  // Bamberg

ICE-Strecke

Die Bamberger Mauer wäre drei Kilometer lang

Der Ausbau der ICE-Strecke durch Bamberg könnte bereits 2014 beginnen, sagt das Bundesverkehrsministerium. Die Folge wäre ein Mauerbau von gewaltigen Ausmaßen. Die Gleisanlage müsste auf drei Kilometern mit drei Lärmschutzwänden abgeschirmt werden.
Die Montage verdeutlicht, wie die Geisfelder Unterführung in Bamberg mit einer vier Meter hohen Lärmschutzwand aussehen würde.  Foto:  Ronald RInklef
 
Noch immer ist ungewiss, wann der Ausbau der ICE-Strecke in Bamberg kommt, ob 2017, wofür sich Bundestagsabgeordneter Thomas Silberhorn einsetzen will, oder erst 2038 wie Skeptiker mit Blick auf die Kassenlage des Bundes mutmaßen. Dennoch rückt der Schatten des möglicherweise größten Bauprojekts der Stadtgeschichte immer näher. Grund: 2012 will die DB Projektbau damit beginnen, das so genannte Planfeststellungsverfahren fortzusetzen, das seit 14 Jahren auf Eis liegt. Es ist die baurechtliche Voraussetzung für die Erneuerung der Bahnstecke auf Stadtgebiet.

Bereits 2013 könnte der Planfeststellungsbeschluss vorliegen, teilt auf unsere Anfrage nun das Bundesverkehrsministerium mit. Die Folge: Schon 2014 wäre ein Baubeginn denkbar, sollten die Mittel zur Verfügung stehen. Am Bundesverkehrsministerium liegt es jedenfalls nicht, wie dessen Sprecherin Vera Moosmayer deutlich machte. Die Behörde von CSU-Minister Ramsauer will möglichst bald eine Finanzierungsvereinbarung mit der DB Netz AG treffen - auch hier gilt freilich der Vorbehalt, dass die Finanzmittel da sind.

In Bamberg ist es also höchste Eisenbahn, sich mit Themen wie Gleisradien, Lärmschutz und den zahlreichen Umbaumaßnahmen zu beschäftigen, die das Vorhaben mit sich bringt.

Soweit dies noch ohne aktuelle Pläne der Bahn möglich war, hat dies der Stadtrat erst vor wenigen Tagen getan. Ergebnis: Die Aussicht auf eine jahrelange Großbaustelle und Lärmschutzwände mit einer Höhe bis zu fünf Metern quer durch die Stadt löst bei den meisten Bürgervertretern schwere Befürchtungen aus. Alle Fraktionen formulierten Bedenken - vor allem wegen der Folgen für das Stadtbild, für die eigenen Verkehrsplanungen, aber auch für die Stadtkasse.

Doch einfach dagegen zu sein, hilft nicht viel. Die Bahnstadt Bamberg kann sich von der Erneuerung des Schienennetzes nicht abkoppeln, und vermutlich will sie es auch nicht. Denn die Verdoppelung der Gleise von zwei auf vier dient ja nicht nur dem Fern- , sondern auch dem Güter- und dem Personennahverkehr. Für beide Verkehrsarten rechnen Experten mit stark steigenden Kapazitäten.

"Den Lärm der Güterwaggons haben die Bamberger schon. Nur wenn der ICE kommt, bekommt die Stadt auch einen Lärmschutz", sagt Abgeordneter Silberhorn. Er will sich dafür einsetzen, dass die betroffenen Städte entlang der Strecke schon vor Beginn des förmlichen Verfahrens ihre Wünsche formulieren.

Doch die Schutzwände sind in Bamberg wegen der Blickbeziehungen Richtung Altstadt alles andere als unumstritten. Und die Mauern werden turmhoch. Frank Kniestedt von der DB Projektbau GmbH geht davon aus, dass die Gleisanlage links und rechts von einer Mauer mit vier, in der Mitte von einer Mauer mit fünf Metern Höhe abgeschirmt werden muss. Vor allem aber besteht ein Rechtsanspruch: "Nur wenn alle Betroffenen den Verzicht erklären, dann kann der Lärmschutz entfallen."

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