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Konzertnachbericht

Die Ärzte: Älter und reifer, aber immer noch gut

"Die Ärzte" spielten am Freitagabend in der Stechert Arena in Bamberg.
Farin Urlaub beim Konzert am 19. Oktober in Bamberg. Schöner Effekt mit dem Scheinwerfer, oder? Foto: Matthias Hoch.
 
von TIM-NIKLAS KUBACH
"Aber es gibt ja noch uns - oder Phillip Boa
Wir sind noch älter und noch besser als je zuvor
Wir sind wie guter Whiskey, viele Jahre gereift
Warum dauert es so lange, bis ihr endlich begreift.

Wir sind die Besten, wir sind die Allerbesten
Im Osten wie im Westen
Vom Pol bis zum Äquator und auch in Ulan Bator." (Textauszug aus dem Lied: "Wir sind die Besten" - Die Ärzte)

Und auch in Bamberg möchte man ihnen entgegen schreien. Was für ein fulminanter Auftakt in der ausverkauften Stechert-Arena mit dem Eröffnungssong "Wir sind die Besten" von dem Album "Jazz ist anders".

In der Tat, das was sie singen ist nicht gelogen, die Band ist gereift und immer noch so gut wie früher, wenn nicht besser. Es war das vierte Konzert der aktuellen "Das Comeback" Tour und die Masse tobte als endlich los ging. Die Fans hatten sich schon gegen 18:30 Uhr ihre Stehplätze im Innenraum gesichert - mehr als anderthalb Stunden vor Konzertbeginn.

Doch das Warten hat sich gelohnt. Nach "Wir sind die Besten" spielten die Berliner die Vegetarier-Hymne "Blumen", was schon gleich zu Anfang eine ausgewogene Songauswahl versprach. Die Setlist war mit alten Klassikern wie "2000 Mädchen" oder "Dein Vampir" genauso besetzt, wie mit Songs des neuen Albums "auch".


Berüchtigte Zwischenansagen


Nach dem dritten Song "Tamagotchi" kam dann auch endlich die erste, der berüchtigten Ansangen - die Fans lieben die Band für ihr lustiges, mitunter frivol-versautes Gelaber auf der Bühne. Bela übernahm dabei die Moderatorenrolle: "Rod, heute hier in Bamberg, was hast Du Dir vorgenommen?" - "Also ich hab mir vorgenommen auf die Bühne zu gehen, ein bisschen was zu spielen, ein bisschen abzurocken, also ein bisschen was Schönes abzuliefern heut Abend". Dafür hatte Schlagzeuger Bela nur ein gähnendes "ja toll" übrig. Aber Rod legte nach, er wolle natürlich das Publikum in Bamberg zu einem Haufen Gebrösel verwandeln.

Offenbar zufrieden mit der Antwort widmete sich Bela nun Bandkollege Farin Urlaub und fragte ihn ebenfalls was er denn so an diesem Abend vorhabe: "Wenn Rod die dann alle zu Gebrösel verwandelt hat, will ich die wieder zu Menschen zurück verwandeln, weil guck mal, die sehn zum Teil echt gut aus.", so der Gitarrist und Bela legte nach: "Und dann nehm ich sie alle mit ins Hotel". Der weitere Dialog, der sich daraus entwickelte ist dann nicht mehr wirklich jugendfrei.


Aufruf: Gegen Nazis in Coburg demonstrieren


Gewohnt routiniert spielten die Ärzte ihr dreistündiges Programm. Bis zu den Zugaben waren es in etwa nur fünf Nummern des neuen Albums, die zwar allesamt gut, aber sich als nicht wirklich "abgeh-tauglich" erwiesen. Aber dafür gab es ja dann auch die alten Sachen wie beispielsweise "Super drei". Natürlich durfte auch die fast schon obligatorische "Wall of death" zu "Junge" nicht fehlen. Für diejenigen die damit nichts anfangen können: Bei einer "Wall of death" geht die Masse auf der Tanzfläche auseinander und bildet eine große Freifläche, sobald der Refrain ertönt rennt alles aufeinander zu und fängt an zu Pogen (Tanzstil des Punk).

Vor ihrem letzten Song gab es dann noch eine ernste politische Ansage von Farin Urlaub, er fragte wer hier aus Bamberg einen PKW besitze und forderte die Fans auf am Samstag, 20. Oktober nach Coburg zu fahren, um gegen Nazis zu demonstrieren, die dort eine Kundgebung abhalten. Als Belohnung sozusagen heizten die Ärzte dann noch einmal mit dem Klassiker und Anti-Nazi-Song "Schrei nach Liebe" ein. Ein grandioser Abschluss.


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