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Verein

Das Spiel mit der Technik

Löten, Basteln, Programmieren. Im neu gegründeten "Backspace e.V." sind der Phantasie im Umgang mit der Technik keine Grenzen gesetzt.
Hier heißt es den Überblick bewahren: Mitglieder  des neu gegründeten Vereins "Backspace e.V." in ihrem Element Foto: Ronald Rinklef
 
Matthias sitzt vor einer Anleitung, aufgerufen auf seinem Laptop. Vor ihm auf dem Tisch liegen die Utensilien, die er braucht, um ein so genanntes Wake-up-light zu bauen. Das "Aufwachlicht" simuliert einen langsamen Sonnenaufgang für ein entspanntes Aufwachen. Schräg gegenüber tüftelt Christopher an einem Türöffnersystem, das er selbst programmiert. An einer Tafel ist die dazugehörige Skizze zu sehen. Daneben steht ein Oszilloskop. Weiter hinten im Raum befindet sich ein großer Beamer einschließlich Spielkonsolen. Im Hintergrund läuft elektronische Musik.

"Technik pur" - das ist der erste Gedanke, der beim Anblick der Vereinsräume des "Backspace e.V." durch den Kopf schießt. Der Club befasst sich mit Wissenschaft, Technologie, digitaler Kunst, und allem, wofür sich die bisher 23 Mitglieder im Zusammenhang mit Technik interessieren. Während andere Vereine "Fußballclub" oder "Töpfergruppe" heißen, ist der Backspace e.V. ein "Hackerspace" (deutsch: Hackerraum).

Freude am Experimentieren


Das Wort "hacken" wird oftmals mit der Definition assoziiert, die der Duden bereithält: "Durch geschicktes Ausprobieren und Anwenden verschiedener Computerprogramme mithilfe eines Rechners unberechtigt in andere Computersysteme eindringen." Anne Pohl, Mitbegründerin des Vereins, hingegen erklärt, dass die Mitglieder unter "Hacker" lediglich eine Person verstehe, die einen kreativen Umgang mit Technik pflegt und Freude am Experimentieren hat. Das ist auch bei Backspace e.V. der Fall.

Zu dem Namen kam es im Übrigen durch eine Verknüpfung von dem Wort "Hackerspace" und dem "B" für "Bamberg"; Backspace nennt sich die Rücklöschtaste auf einer Tastatur. Zur Gründung des Clubs kam es aus einem ganz einfachen Grund: "Wir saßen immer zusammen und hatten keinen Raum", schildert Mitbegründer Tilman Beiter das frühere Problem. Mitglieder des Clubs hatten bereits andere Hackerspaces in Berlin oder Mannheim gesehen und den Verein nach dessen Vorbild gegründet. "Bei uns kann man Leute treffen und vor allem seine eigenen Ideen mitbringen. Irgendjemand findet sich eigentlich immer, der dann interessiert ist, diese in einem Projekt zu verwirklichen."

Was er von dem Klischee der nachts im Keller sitzenden "Nerds" (deutsch: Sonderlinge) hält? ",Nerds sind die kommunikativsten Menschen, die ich kenne. Um sich auszutauschen oder gemeinsam Ideen umzusetzen, fahren sie weite Strecken. Gerade Hacker vom Land sind oft alleine mit dem Thema und wollen die Leute treffen, die sie aus dem Netz kennen", erklärt Tilman weiter. Außerdem sei jeder willkommen, sich vom Gegenteil zu überzeugen und dem Club einen Besuch abzustatten.

Die Mitglieder treffen sich an jedem Dienstagabend ab 19 Uhr im Spiegelgraben 41. Das erste große Highlight in der Clubgeschichte wird die Eröffnungsfeier vom 23. bis 25. März sein. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Vortrag über das aktuelle Handelsabkommen Acta, ein Lötworkshop sowie ein Vortrag des bekannten Netzaktivisten Stephan Urbach aus Berlin.


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