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Bamberg zaubert

"Das Publikum wird ausgetrickst"

Braidon Morris ist einer der Magier, die Festivalfans in die Welt der Illusionen ziehen wollen. Er schwärmt von früheren Auftritten in Bamberg.
Braidon Morris in seinem Element Foto: pr
 
von PETRA MAYER
Ihr Job ist's, das Unmögliche möglich zu machen. Damit fesseln Illusionisten ihr Publikum. Nur das Wetter entzieht sich dem Einfluss der magischen Zunft. Gegen strömenden Regen und brütende Hitze half bei diversen Festivals der Vergangenheit kein Abrakadabra. Vielleicht gelingt es den Zauberern diesmal, pünktlich zum Start des magischen Wochenendes die Sonne scheinen zu lassen: Wir werden's erleben, wenn heute ab 17 Uhr Artisten, Akrobaten, Clowns, Feuertänzer, Jongleure und etliche andere Akteure in einer bunten Parade durch die Innenstadt ziehen. Nicht zu vergessen die Zauberer, die sich - aus aller Welt kommend - an der Regnitz materialisieren. Einige von ihnen präsentieren sich heute schon in der letzten Folge unserer Porträtreihe - allen voran Braidon Morris.


Als Entwicklungshelfer

Schon mit 15 startete der gebürtige Schotte seine Karriere als Straßenkünstler. In mehr als einem Land der Dritten Welt zeigte der Gymnasiast Tricks und Kunststücke. "Meine Eltern arbeiteten als Entwicklungshelfer, so hatte ich Gelegenheit, an vielen interessanten Orten Erfahrungen zu sammeln", berichtet Morris. Auf deutschen Bühnen profilierte sich das junge Talent erst Jahre später, als das Abi anstand und die Familie nicht länger im Ausland lebte. "Da habe ich dann auch erste Preise gewonnen."

Wie profiliert man sich auf den Straßen und Plätzen der Welt als Zauberer, wollten wir von Morris wissen: "Wer seine Nummer bierernst zeigt, geht unter. Auf der Straße muss man laut sein, präsent und sich dabei selbst am besten nicht allzu ernst nehmen." Verblüffen möchte der Entertainer sein Publikum, das von ihm nach allen Regeln der Kunst ausgetrickst wird. "Sobald sich der Vorhang öffnet, bin ich in meinem Element und lege los", sagt Morris, der übrigens Architektur studierte und zwei Jahre lang in dem Brotberuf arbeitete, bevor es ihn wieder unter die Straßenkünstler zog.


Braidon versus Braidon

Dreist und verrückt auf der einen Seite, ernst und nachdenklich auf der anderen: Braidon Morris - eine gespaltene Persönlichkeit? "Ja, dem Künstler, einer Mixtur aus Charlie Chaplin und Dick & Doof, steht der private Braidon gegenüber, der sich vieles nie trauen würde." Das bürgerliche Alter Ego sinnierte im Gespräch auch über ein bislang vernachlässigtes Zukunftsprojekt: "Man müsste sich langsam mal Zeit nehmen, eine Familie zu gründen..." Immerhin ist Morris mittlerweile "gefühlte 40", obgleich (biologisch gesehen) erst 37 Jahre alt und als Zauberer noch um einiges jünger: "Der Braidon Morris feierte gerade erst seinen 33. Geburtstag."



Bambergs Straßenfestival besucht der Entertainer zum dritten Mal. Und kommt ins Schwärmen, wenn man ihn nach früheren Erfahrungen befragt. "Beim letzten Mal trat ich auf der Oberen Brücke auf - und die Zuschauer drängten sich so, dass alles blockiert war." Traumhaft sei es, inmitten einer historischen Kulisse aufzutreten, wie sie Bamberg bietet.

Wer das Festival am Wochenende nicht besuchen kann, bekommt am ersten Weihnachtsfeiertag erneut Gelegenheit, den Straßenkünstler zu erleben. Dann allerdings nicht auf historischem Pflaster, sondern auf hoher See: Mit dem ZDF-Traumschiff, auf dem die "Kreuzfahrt ins Glück" gedreht wurde, bei der der Zauberer ins Rampenlicht trat.



Zauberer aus aller Welt in Bamberg

Diogo Alvares: "Auge in Auge" heißt die Show, bei der Diogo Alvares eine Mischung aus Straßenmagie, Illusionismus und Improvisation verschmelzen lässt. Ganz ohne Requisiten, nur mit einigen Spielkarten, Münzen und Zigaretten zeigt er die Manipulation als hohe Schule der Zauberkunst.

Hörbi Kull: Unkonventionell ist Hörbi Kull, der etliche Auszeichnungen einheimste: Ein Schweizer Original, das sich im Bereich Comedy, Straßenzauberei und Kleinkunst profilierte. Sein Wissen gibt der Künstler mittlerweile als Gründer der ersten Zauberschule der Schweiz an den Nachwuchs weiter.

Kamimaro: Aus Japan kommt der "rote Magier" ins zauberhafte Bamberg. Kamimaro erzählt über seine Tricks Geschichten und sucht das Publikum in eine fantastische Welt zu ziehen. Mit seiner Show gewann der Künstler auch die 15. Internationale Meisterschaft der Straßenzauberei.

Mario Morris Magic: Großbritannien vertritt Mario Morris bei "Bamberg zaubert". Ein Straßenkünstler, der mit viel Humor das Publikum zu bannen sucht - bei Festivals rund um die Welt. So macht der Künstler Zuschauer gern zu Akteuren, die die Show auf diese Weise mitbestimmen.


Das Festival auf einen Blick

Über 120 Künstler aus 14 Nationen präsentieren sich vom 15. Juli an (Start 17 Uhr) bis zum 17. Juli auf 25 Auftrittsflächen der Innenstadt.

Künstler, die Bamberg verzaubern, wetteifern dabei erneut um den "FT-Publikumspreis". Mehr dazu und anderes finden Sie auf der Festival-Homepage.

zum Thema "Bamberg zaubert"

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