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Gastronomie

Bier im Krug und auf dem Teller

In Memmelsdorf wurden die ersten Bierwochen der Fränkischen Schweiz eröffnet. Bis zum 23. April genießen Besucher mit Bier verfeinerte Gerichte.
Bierkönig "Gambrinus" alias Jürgen Zöbelein gab sich die Ehre zum Auftakt der ersten Bierwochen Foto: Riegerpress
 
von HARALD RIEGER
In diesem Jahr wird in Deutschland das 500. Jubiläum des bayerischen Reinheitsgebots gefeiert. Aber ist dieses überhaupt noch zeitgemäß und notwendig? Nein, behauptet der Forcheimer Bierkönig "Gambrinus" alias Jürgen Zöbelein im Rahmen des Auftaktes der ersten Bierwochen in der Fränkischen Schweiz im Brauereigasthof Höhn. "Laut Gesetz dürfen heute bis zu 60 Zusatzstoffe ins Bier hinzugegeben werden. Sie können sogar Arsen darunter mischen, es später wieder filtern und es wäre noch immer ein Bier", schilderte er.

Dabei habe Bier, welches übrigens bis heute das meistgetrunkene Getränk sei, lange Zeit einen göttlichen Charakter gehabt. Denn die Menschen im Mittelalter konnten sich über viele Jahrzehnte hinweg nicht erklären, wie der Gärungsprozess zustandekam und warum Bier für damalige Verhältnisse so lange haltbar war. "Auch wurde Bier oftmals als Heilmittel verwendet. Heute ist es ein Genussmittel: Das erste Bierseidla beruhigt, das zweite entschleunigt und ab dem dritten tritt eine meditative Wirkung ein", erläuterte der Bierkönig.


Bei Touristen immer beliebter

Allerdings, so unterstrich er, müsse in Franken sicherlich niemand Angst haben, dass die Biere mit Arsen vergiftet seien. Denn hier würden die vielen kleinen Brauereibetriebe noch viel Wert auf Handarbeit und die Echtheit des Reinheitsgebotes legen. "Genau aus diesem Grund erfreue sich gerade das fränkische Bier einer immer größer werdenden Beliebtheit bei ausländischen Touristen", schilderte Jürgen Zöbelein. Gingen diese früher mehr in die Münchner Gegend, findet man sie nunmehr verstärkt in den fränkischen Bierregionen.

"Wir wollen in der Fränkischen Schweiz mit ihrer großen Brauereidichte das 500. Jubiläum des Bayerischen Reinheitsgebotes im großen Stil feiern", berichtete Hermann Ulm, Landrat aus Forchheim und Erster Vorsitzender im Tourismusverband/Gebietsausschuss Fränkische Schweiz. Und zwar mit einer Bierwoche, die ab sofort startet und zum Tag des Bieres am 23. April endet. Dabei steht, so Ulm weiter, unter dem Motto "Erleben, Schmecken und Wohlfühlen" ganz das Bier im Mittelpunkt.

Angelehnt an das Konzept der "Scharfen Wochen" im Oktober bieten fast zwanzig teilnehmende Gaststätten mindestens zwei Biersorten der insgesamt 70 familiengeführten Brauereien der Fränkischen Schweiz an. "Obendrein bieten sie im Rahmen der Bierwochen zudem mindestens drei Gerichte an, die mit Bier verfeinert wurden", erläuterte Ulm. Auf der Speisekarte stehen dann Schlemmereien wie Bratwürste mit Biersauerkraut, Karpfenfilet im Bierteig oder Weißbiermousse.


Bierprobe im Dampfzug

Ferner finden im ganzen Jubiläumsjahr auch zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema Bier statt. "Neben geführten Bierwanderungen und Brauereibesichtigungen dürfte sicherlich einer der Höhepunkte auch eine rollende Bierverkostung in der Dampfbahn sein", ergänzte Sandra Schneider von der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz. Diese findet am 29. Mai statt und startet im Bahnhof Ebermannstadt.

Geplant ist auch ein bieriger Osterbrunnen. Ob dann statt Wasser Bier durch den Brunnen fließt, ist noch nicht bekannt. Man darf also gespannt sein, was sich hier die Kleingeseeer ab dem 19. März ausgedacht haben. Am 12. März hingegen gibt es in Aufseß ein Bierkrimidinner. Im Anschluss an das Theaterstück "Der halbe Mann und das deutsche Reinheitsgebot" dürfen ich die Besucher auf ein Vier-Gänge-Menü freuen.

Eröffnet wurden die Bierwochen in Memmelsdorf in der Brauereigasstätte Höhn. "Sie sollen keine Einmalsache bleiben, sondern dann jährlich regelmäßig angeboten werden", resümierte Schneider.

Einen Überblick über die Veranstaltungen im Jubiläumsjahr sowie zu den Bierwochen gibt es unter www.fraenkische-schweiz.com/bier.







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