Ebrach
Tourismus

Eröffnung Baumwipfelpfad im Steigerwald: Beim Pfad soll es nicht bleiben!

Trotz zweier Demonstrationen ist die Eröffnung des Baumwipfelpfades harmonisch verlaufen. Bereits jetzt sind Zusatzangebote angekündigt.
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Blick von der Spitze des Turmes auf die Eröffnungsfeier, die auf der Plattform in 16 Metern Höhe stattfand. Foto: Harald Michele
Blick von der Spitze des Turmes auf die Eröffnungsfeier, die auf der Plattform in 16 Metern Höhe stattfand. Foto: Harald Michele
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Vor acht Monaten erfolgte der symbolische erste Spatenstich für den Baumwipfelpfad bei Ebrach, Samstagvormittag eröffnete ihn Landwirtschaftsminister Helmut Brunner offiziell. Noch bei der Feier erklärte Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten, dass weitere Attraktionen rund um den Baumwipfelpfad, den ersten in Nordbayern, folgen sollen.



Vor den Toren des Pfades selbst fanden vor der Eröffnung zwei Demonstrationen statt: Auf der einen Seite verliehen die Anhänger eines Nationalparks ihrem Ansinnen Nachdruck und hatten kurz Gelegenheit, mit dem Minister zu sprechen. Für weiterführende Diskussionen war freilich kein Raum.


Mit Brunner diskutieren wollte die zweite Demonstration, die von den Gegnern eines möglichen Nationalparks veranstaltet wurde, sowieso nicht. Deren Mitglieder freuten sich eher darüber, ihren Dank für den Baumwipfelpfad auszusprechen.

Von sehr geordneten Demonstrationen spricht Albert Häfner, Leiter der Polizeinspektion Bamberg-Land, der hier den Einsatz leitete. Beide Lager beziffert Häfner mit einer Stärke von etwa 100 Personen, beide hätten sich an alle im Vorfeld getroffenen Vereinbarungen und Auflagen gehalten.

Die offizielle Eröffnung fand vormittags für geladene Gäste statt. Rund 350 aus öffentlichem Leben, Politik, Holz- und Waldwirtschaft waren zugegen. Minister Brunner unterstrich in seiner Festansprache, dass man mit dem 9-Millionen-Euro Projekt Wort gehalten habe. Ebenso wie bereits beim Nachhaltigkeitszentrum Handthal und setzt nun auf wichtige Impulse dieses Leuchtturmprojektes für die Region.

"Die Entwicklung geht weiter", erklärte der Chef der Bayerischen Staatsforsten, die weiter investieren und alle guten Ideen für weitere Projekte am Pfad prüfen will.

Nachdem der Bamberger Landrat Johann Kalb den Baumwipfelpfad im Namen aller Kollegen aus den Landkreisen des Steigerwaldes ausdrücklich begrüßt und als wichtige strukturelle Einrichtung gelobt hatte, erhielt Pfadleiterin Miriam Langenbucher den symbolischen Schlüssel für das mit 42 Metern höchste Bauwerk im Steigerwald.

Den kirchlichen Segen erteilten Dekan Albert Müller und Pfarrerin Cornelia Meier der Einrichtung.

Nach dem offiziellen Akt am Vormittag, hat die Bevölkerung am Nachmittag Gelegenheit den Baumwipfelpfad zu erkunden. Die besteht auch am Sonntag zwischen 10 und 16 Uhr bei kostenlosem Eintritt. Bereits jetzt schon, so lassen die ersten Kommentare folgern, zeigen sich die Besucher beeindruckt von dem neuen touristischen Angebot.

Grünen-Kreisrat Andreas Lösche übt indes Kritik an der Auswahl der Ehrengäste sowie an der Tatsache, dass die Allgemeinheit von der offiziellen Eröffnung ausgeschlossen wurde.

Die Moderation des Festaktes übernahm locker und kompetentr Bayern 3-Moderator Axel Robert Müller. Umrahmt wurde der Festakt von insgesamt drei verschiedenen Ensembles. Die von einem Unternehmen der Lebenshilfe Schweinfurt betriebene Gastronomie stellte ihr erstmals ihr Können unter Beweis.

Ein ausführlicherer Bericht und weitere Bilder folgen am Sonntag.
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