Brunn
Energiegewinnung

Bei Brunn sollen Bürgerwindräder entstehen

Der Markt Heiligenstadt beabsichtigt bei Brunn Bürgerwindräder zu errichten. Entsprechende Sicherungsverträge zur Realisierung der beiden Windparkanlagen wurden bereits mit den Grundstückseigentümern abgeschlossen, berichtete Bürgermeister Helmut Krämer (Liste Einigkeit) in der Sitzung des Marktgemeinderats.
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Nach diesen Verträgen habe der Markt Heiligenstadt die Möglichkeit, innerhalb von drei Jahren die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen und die Genehmigungsplanung für die Windkraftanlagen abzuschließen.
Für die Höhe der Pachteinnahmen für die Grundstückseigentümer seien die Windhöffigkeit und der Erlös aus dem Stromverkauf maßgebend. Sobald feststehe, ob und in welcher Größe in Brunn Vorranggebiete ausgewiesen werden, könne unter Beteiligung der Stadtwerke Ebermannstadt und der zur Gründung anstehenden Regionalwerke Bamberg und der Beteiligung des Marktes Heiligenstadt eine entsprechende Projektgesellschaft gegründet werden.
Der Marktgemeinderat hat bei zwei Gegenstimmen beschlossen, das im Regionalplan vorgesehene Gebiet in Brunn von 40 auf rund 180 Hektar zu vergrößern und dem Planungsverband vorzulegen.
Mit Schreiben vom 25. Mai 2012 hätten sich die Stadtwerke Ebermannstadt bereiterklärt, sich als Projektpartner zu beteiligen, informierte Krämer weiter. Mit diesem Modell solle erreicht werden, dass die Wertschöpfung bei den neuen Windkraftanlagen im Gebiet des Marktes Heiligenstadt beziehungsweise in der Region bleibe. Die Stadtwerke Ebermannstadt hätten sich bereiterklärt, den Betriebssitz der zu gründenden Gesellschaft in Heiligenstadt zu errichten. Sie seien außerdem bereit, die für die Realisierung des Projektes erforderlichen Windmessungen und Umweltverträglichkeitsprüfungen zu übernehmen und für diese Aufgaben in Vorleistung zu gehen. Mit eingeschlossen sei die Prüfung der Wirtschaftlichkeit sowie die planerische und genehmigungsrechtliche Einschätzung.
Beschlossen wurde mit 10:3 Stimmen, dass die Windkraftanlagen in Form von Bürgerwindrädern realisiert werden. Dabei wird die Gründung einer GmbH & Co KG mit den Stadtwerken Ebermannstadt und Regionalwerken Bamberg favorisiert. Voraussetzung ist, dass die Projektgesellschaft den Betriebssitz in Heiligenstadt hat und, dass Heiligenstadt die Realisierung dieser Projekte steuern kann. Dies gilt sowohl für die Genehmigungsplanung und für die Ausschreibung, die Errichtung und den Betrieb der geplanten Anlagen.
Mit 8:5 Stimmen hat der Marktgemeinderat eine mögliches Vorranggebiet südöstlich von Kalteneggolsfeld abgelehnt.
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