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Asylbewerberunterkünfte

Nach Vergewaltigung in Strullendorf: Behörden reagieren

Nach einem Tötungsdelikt in Unterleiterbach im Januar und der Vergewaltigung in Strullendorf wollen die Behörden den Austausch intensivieren.
In der Nacht zum vergangenen Sonntag war in der Unterführung in Strullnedorf eine 43-Jährige vergewaltigt worden. Ein 17-jähriger Asylbewerber sitzt deshalb in Untersuchungshaft. Die Behörden wollen prüfen, wie sich der Austausch untereinander verbessern lässt. Foto: Matthias Hoch
 
von SEBASTIAN MARTIN
Nach der Vergewaltigung einer 43-Jährigen in Strullendorf vor einer Woche und dem dringenden Tatverdacht gegen einen 17-jährigen Asylbewerberplanen die Behörden einen engeren Austausch.

"Wir können nicht verhindern, dass jemand Straftaten begeht", erklärte Polizeichef Albert Häfner am Rande eines Pressegesprächs zur Kriminalstatistik 2016. "Aber wir können da, wo vereinzelt problematische Asylbewerber sind, verstärkt auf eine polizeiliche und behördliche Kontrolle setzen." Das sei das Ergebnis eines Gesprächs mit Landrat Johann Kalb und Strullendorfs Bürgermeister Wolfgang Desel (beide CSU) Ende der Woche gewesen. Auch die Sozialkontrolle soll ausgebaut, Betreuer vor Ort sollen stärker sensibilisiert werden.


Gespräche mit Betreibern von Unterkünften im Kreis Bamberg geplant

Wenn Probleme vorhanden seien, dann müsse man auf diese reagieren können, sagte Häfner. Bereits vor Wochen habe das Landratsamt die Betreiber der Asylbewerberheime eingeladen, um zu analysieren, wie die Sicherheit von Bewohnern und Bürgern erhöht werden könne. "Es muss jeder wissen, wenn Gefahren da sind, vor denen man sich möglicherweise schützen muss." Die Gespräche sollen noch stattfinden.

Erst Anfang des Jahres hatte der gewaltsame Tod eines Asylbewerbers durch zwei Landsmänner in Unterleiterbach den Landkreis erschüttert. Schon damals plante man einen engeren Austausch. Informationen über den Tatverdächtigen von Strullendorf, der erst seit Februar in der dortigen Einrichtung untergebracht war, lagen dennoch weder der Gemeinde noch dem Helferkreis vor. Der 17-Jährige sitzt in U-Haft.
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