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Region  // Bamberg

Ausstellung

Barrieren, Krieg und ein langer Schatten

Respekt für kriegsgezeichnete, aber starke Menschen einfordern möchten Bilder des Bamberger Fotografen und Journalisten Till Mayer. Zu sehen sind sie demnächst in der Uni.
Ein Vater transportiert seine Kinder, darunter einen Jungen im Rollstuhl, durch die Straßen irgendwo im Gaza. Foto: Till Mayer
 
von RED
Konflikte und Kriege werfen einen langen Schatten. Sie hinterlassen körperlich und seelisch Versehrte. Sie rauben Leben, Zukunft und Hoffnung. Die Ausstellung "Barriere: Zonen" der Hilfsorganisation "Handicap International" in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz zeigt in der Uni-Bibliothek am Heumarkt elf Menschen mit Behinderung, deren Schicksal ein Konflikt prägt oder bestimmt hat.

Getroffen hat der Bamberger Fotograf und Journalist Till Mayer die Protagonisten bei Recherchereisen in den vergangenen fünf Jahren. Am Montag, 24. November, wird die Ausstellung in der Bibliothek am Heugraben eröffnet. Beginn der Vernissage ist um 20 Uhr.

"Barriere: Zonen" zeigt in beeindruckenden schwarz-weiß Aufnahmen starke Menschen, die in einem Umfeld voller Barrieren bestehen. So manche konnten sie schon überwinden. Andere werden noch viel Kraft fordern. Eines haben die Portraits gemeinsam. "Sie alle fordern Respekt ein", sagt Till Mayer.

Beeindruckende Porträts

Da ist Barry Romo, der traumatisierte Vietnam-Veteran aus Chicago. Er findet seit vier Jahrzehnten keinen richtigen Schlaf mehr. Im Krieg musste er sechs Menschen töten. "Bin ich noch ein guter Mensch. Kann ich es noch sein", fragt er den Betrachter.

Oder die 12-jährige Rollstuhlfahrerin Lubna. In Gaza erlebt sie jeden Tag, was es heißt, in einer Welt voller Barrieren zu bestehen.

Jeanette Lubira traf der Bamberger Fotograf in einem Flüchtlingslager im Kongo. Die 40-jährige kroch dort regelrecht auf dem steinigen Boden. Mit einem Rollstuhl könnte sie einen kleinen Kuchenverkauf starten. Hofft und träumt sie. "So haben die Menschen doch höchstens Mitleid mit mir. Es schmerzt, wenn man unterschätzt wird. Ich bin ein ganzer Mensch, nicht nur ein halber", sagt sie.

Der Ukrainer Zynowiy Kyryk kehrt mit Granatsplittern im Kopf aus dem Afghanistankrieg zurück. Der Kriegsversehrte fordert heute Respekt ein. Doch bei seiner mageren Invalidenrente ist ein Stück Wurst im Kühlschrank ein Luxus. Nicht einmal für lebenserhaltende Medikamente zahlt der Staat.

In Laos lebt Phongsavath Manithong. Die Explosion eines Streubomben-Blindgängers raubt ihm das Augenlicht und beide Hände. Der junge Mann lässt sich nicht entmutigen. Er tanzt Hiphop und kämpft für die weltweite Ächtung von Streubomben. Aber eigentlich träumt er von der großen Liebe.

Till Mayer, der Autor der Ausstellung, berichtet seit vielen Jahren über Menschen mit Behinderung in Konflikten und Kriegen. Für sein humanitäres Engagement als Journalist und Fotograf wurde er mehrfach ausgezeichnet. Die Erstellung von "Barriere: Zonen" wurde durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

Die Ausstellung kann komplett im Internet angesehen werden: www.barriere-zonen.org









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