Barocke Martinskirche ist ein Sanierungsfall
26.05.2012
Von: Jutta Behr-Groh
Die barocke St. Martinskirche in der Bamberger Fußgängerzone steht nicht mehr sicher: Die Fassade neigt sich leicht nach außen, die tragenden Wände des Kirchenschiffs weichen aus. Die Kirchenstiftung schlägt Alarm. Es droht aller Voraussicht nach eine Generalsanierung, die nach einer ersten Grobschätzung 5 bis 10 Millionen Euro kostet.
Kommentare
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Obacht
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Ist doch klar: eine GemeinschaftsaufgabeErneut lässt die Redaktion von infranken.de es zu,dass kirchlich Verantwortliche als "Pfaffenbrut" beleidigt werden. Ich protestiere und verlange nach Par. 1/3 der Netiquette die Entfernung des Beitrags von Freistaatler. Am besten, man blockt solche Teilnehmer, die keinen Anstand haben, generell.
Zur Sache: Was hat Bamberg vorzuzeigen außer den kirchlichen Exponaten? Das Alte Rathaus, Klein Venedig und das Gärtnerviertel. Und sonst? Aha, Kirchen und kirchliche Einrichtungen! Die einzige Barockkirche muss erhalten werden. Es werden dazu mit Sicherheit Kirchensteuermittel fließen und genauso Zuwendungen aus der Staatskasse zur Denkmalpflege. Und auch die Stadt und der Bezirk werden sich beteiligen. Dabei bin ich mir gar nicht sicher, ob die Martinskirche als ehemalige Jesuitenkirche nicht auch dem Staat gehört wie etwa der Bamberger Dom. Bekanntlich wurden bei der Säkularisation die kirchlichen Schätze, viele Immobilien und Ländereien enteignet, damit die deutschen Länder - so auch Bayern - ihre Kriegsschuld an Napoleon begleichen konnten. Aber unabhängig davon: Der Staat ist bei der Erhaltung eines hochrangigen Baudenkmals mit im Boot, bei privaten Maßnahmen ebenso wie bei kirchlichen. Ist doch klar. Nebenbei: Kath. und evang. Kirchen w a r e n einmal der größte Grundbesitzer: Vor der Säkularisation waren 27 Prozent des heutigen Bundesgebiets kirchlich. Mittlerweile ist erneut gespendet, gestiftet und vererbt worden. Auch das ist richtig. Nur darf man nicht das allgemein verbindliche deutsche Stiftungsrecht übersehen. Danach darf nur aus den (Zins-/Pacht-)Erträgen einer Stiftung im Sinne des Stifters Gutes finanziert werden, nicht durch Verkauf der Stifungsmasse.
Einfältige Vorschläge zur Finanzierung einer Denkmalsanierung benötigen weder die in finanziellen Dingen durchaus versierten kirchlichen Stellen, noch die staatlichen. Die Unbedarftheit der Power-Blogger zeigt, dass das Internet nicht automatisch schlauer macht. Man muss schon was im Kopf haben.
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Dannfangt mal schon das "Sparen" an - Pfaffenbrut
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---@Kommentator
Hallo Kommentator, diesen Beitrag hätte ich übrigens in dieser Form ebenso vefasst, wenn es sich nicht um ein kirchliches, sondern beispielsweise um ein privates oder staatliches Gebäude gehandelt hätte.
Eigentum verpflichtet ! Dies gilt für alle, auch für Kirche, Staat, Organisationen, für Privatleute und auch für mich ! Mit dem Erlös nach einem Verkauf hätte die Kirche wenigstens mehr Geld, was für die Sanierung dringend benötigt wird. Freilich, wird in den wenigsten Fällen das verkaufte Objekt der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, wie Sie richtig bemerken. Aber man hat wenigstens einen dringend benötigten Geldeingang. Schauen sie sich mal bitte in Bamberg das Wohngebiet "Ludwigshöhe" an und fragen Sie bitte nach den Eigentümern. Ich habe es getan - Sie auch ?
Außerdem , verehrte Kommentator : Ich habe mich sehr wohl um die Erhaltung wertvoller, alter Bausubstanz gekümmert und 2007 mein Elternhaus originalgetreu saniert. Es stammt aus der Zeit um 1880. Wie können Sie also derartiges behaupten ? Also: Erst denken - dann schreiben!
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Erst denken-dann schreiben!Genau, Octopus! Und die privaten Hausbesitzer stellen ihre Gebäude dann auch der Öffentlichkeit zur Verfügung! Die Kommentare hier sind, sobald es um Glauben und Kirche geht, an Hohlheit nicht mehr zu übertreffen! Gut, dass mans sofort merkt! Warum blasen Sie ihre religionsfeindliche Einstellung nicht mal persönlich raus, sondern nur in anonymen Kommentar-Foren? Das kann jeder! Sich um die Erhaltung wertvoller alter Gebäude zu kümmern, das kann nicht jeder! Arme Welt!
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notfalls andere Objekte verkaufenDie kath. Kirche in Deutschland gehört zu den größten Immobilienbesitzern des Landes. Von einer Privatperson, die mehrere Immobilien besitzt und von denen eine baufällig ist wird auch erwartet, dass sie zur Bezahlung der Sanierungskosten sich evtl. von einem anderen Objekt trennt.
Dies kann man meiner Ansicht nach auch von de Kirche erwarten.
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Okay ...... das ist schlüssig argumentiert. Doch bitte ich zu bedenken, dass die wunderschöne Barockkirche auch Bestandteil des Welterbes ist, Man wird hoffentlich einen Weg finden, der ohne direkten Zugriff auf (weltliche) Steuereinnahmen gelingt. Warum also nicht z.B. Kirchensteuer-Einnahmen verwenden?
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Wer zahlt?Nachdem die Kirchenstiftung die Übernahme der Kosten bereits abgelehnt hat, steht der Vatikan in der Pflicht.
Auf keinen Fall darf das aus Steuergeldern restauriert werden.
Im Zweifelsfall abreißen den Komplex, und den alten Röhrenbrunnen wieder aufgebaut.
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Ja,da bleibt selbst Roth stumm
. Hoffentlich noch lange nach Pfingsten.
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Klasse!Ein Artikel ausgerechnet über ein marodes, ausgerechnet barockes Kirchengebäude (Barock = die fetten Jahre der Kirche) ausgerechnet am Pfingstwochenende... das sind ja wahnsinns Steilvorlagen! Ich freu mich schon so auf die Beiträge! Auf geht's, Roth und Christ!
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