Bamberg
Fährbetrieb

Bamberger Fähre vor ihrer fünften Saison

Ab 1. April können sich Fußgänger und Radfahrer wieder in Bamberg auf dem linken Regnitzarm übersetzen lassen.
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Auf dem Weg zu ihrem Einsatzort im linken Regnitzarm fährt die Fähre durch den alten Ludwig-Donau-Main-Kanal. Foto: Klaus Karger
Auf dem Weg zu ihrem Einsatzort im linken Regnitzarm fährt die Fähre durch den alten Ludwig-Donau-Main-Kanal. Foto: Klaus Karger
Seit dem Wochenende liegt die Fußgänger- und Radfahrerfähre wieder am Leinritt-Ufer des linken Regnitz-arms. Betriebsbereit ist sie noch nicht: Erst ab 1. April verbindet sie wieder auf kürzestem Weg die Inselstadt am Mühlwörth mit dem Stephansberg.

Ihr Winterquartier hat die Fähre am Freitagnachmittag verlassen. Auf dem Wasserweg und mit Hilfe eines Außenbordmotors wurde sie vom Hafen aus durch die ehemalige Erba-Schleuse, weiter vorbei an Klein-Venedig und Schloss Geyerswörth und durch den alten Ludwig-Donau-Main-Kanal samt seiner historischen Schleuse 100 an ihren Liegeplatz oberhalb der "Concordia" gebracht. Bei der Überführung war zu aller Sicherheit ein Boot der Wasserwacht dabei.

Bis zum Betriebsbeginn am 1. April ist noch einiges zu tun. Die Fähre muss vor allem erst am so genannten Gierseil befestigt werden, mit dessen Hilfe sie im Fluss "pendeln" kann: Das Stahlseil wird etliche Meter flussaufwärts an einem Betonklotz im Fluss befestigt.


Gesellschaftlicher Auftrag

"Man kann es sich gar nicht mehr ohne die Fähre vorstellen!" Das bekommen die Fährleute inzwischen oft zu hören. Beliebt bei Einheimischen und Bamberg-Gästen gleichermaßen erfüllt sie nebenbei einen wichtigen gesellschaftlichen Auftrag: Sie will jungen Leuten mit schwieriger Biografie Mut machen und Perspektiven für ihr Leben geben. Indem sie auf der Fähre mitarbeiten, haben sie die Chance, sich etwas zu verdienen und zu erleben, dass sie gebraucht werden und ihre Arbeit Anerkennung findet. Deshalb trägt die Fähre auch den Namen "Chance Jugend".

Sie gehört zum Projekt "Zahltag" des Don-Bosco-Jugendwerkes. Die Jugendlichen arbeiten immer mit erwachsenen Fährfrauen und -männern zusammen. Bei ihnen handelt es sich um Ehrenamtliche, die sich alle zwei Stunden ablösen.

Im Idealfall besteht die zweiköpfige Besatzung an Bord aus einem Ehrenamtlichen und einem Jugendlichen.
Das Wichtigste in Kürze:

Saison: Die Fähre ist vom 1. April bis 30. Oktober in Betrieb.

Betriebszeiten: Wie in den Vorjahren ist die Fähre täglich außer Montag jeweils ab 10.30 Uhr im Einsatz. Der Betrieb endet bei Einbruch der Dämmerung oder um 21 Uhr.

Preise: Auch sie sind unverändert. Erwachsene zahlen für eine Fahrt 1 Euro, Kinder zwischen 6 und 18 Jahren kosten 50 Cent, Jüngere sind frei. Für Stammgäste und Vielfahrer gibt es an Bord auch Jahreskarten und Zehnertickets zu kaufen.
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