Bamberg
Stieringer im Interview

Bamberg zaubert 2017: "Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht"

Über allen größeren Veranstaltungen schwebt aktuell das Thema Sicherheit, auch über Bamberg zaubert. Der Stadtmarketingchef äußert sich dazu im Interview.
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"Bamberg zaubert" lockt auch 2017 wieder zahlreiche Besucher in die Domstadt. Foto: Archiv
"Bamberg zaubert" lockt auch 2017 wieder zahlreiche Besucher in die Domstadt. Foto: Archiv
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Vom 14. bis 16. Juli 2017 wird es bei "Bamberg zaubert" wieder magisch. Stadtmarketingchef Klaus Stieringer äußert sich im Interview zum Thema Sicherheit und warum auch er die Sandkerwavermisst.

Frage: Über allen Veranstaltungen schwebt das Thema Sicherheit, wie ist das bei "Bamberg zaubert"?
Klaus Stieringer: Wir arbeiten in diesem Jahr eng mit der Stadt, den Sicherheitskräften und der Polizei zusammen, um den Besuchern von "Bamberg zaubert" die größtmögliche Sicherheit zu bieten. Uns allen muss aber klar sein, eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Allerdings haben wir die letzten 18 Jahre ein sehr friedliches und harmonisches "Bamberg zaubert" erlebt. Wir gehen davon aus, dass es wieder in diesem Jahr so sein wird.

Frage: Kann man ein Fest wie "Bamberg zaubert" überhaupt komplett schützen?
Stieringer: Nein. Eine ganze Innenstadt zu sichern und abzusperren, halte ich ohnehin für den völlig falschen Schritt, denn das ist das, was diese Menschen wollen mit ihren Anschlägen, mit ihren fürchterlichen Taten. Sie wollen, dass wir Angst haben. Dazu gibt es aber keinen Grund. Ich glaube, dass unsere Veranstaltungen nach wie vor sehr sicher sind. Die Polizei und die Ordnungsämter arbeiten sehr gut mit uns zusammen. Die Kosten für die Sicherheit haben sich aber in den letzten zehn Jahren verzehnfacht. Das ist eine Herausforderung für "Bamberg zaubert" wie für andere Veranstaltungen. In diesem Jahr können wir die Kosten abdecken durch zusätzliche Einnahmen unserer Partner, aber wir können unsere finanziellen Möglichkeiten nicht unendlich erweitern. In diesem Jahr war es ein Kraftakt, im nächsten Jahr werden auch wir mit der Stadt reden müssen, was die Anforderungen beim Thema Sicherheit anbelangt. Dass wir bei der Sicherheit an sich nicht sparen können und wollen, ist klar.

Frage: Wie wird das Thema Sicherheit für die Besucher bemerkbar sein?
Stieringer: Es wird stichprobenartige Kontrollen von Taschen und Rucksäcken geben. Grundsätzlich bitten wir alle Besucher keine Rucksäcke mitzubringen. Es wird ein Überflugverbot für Drohnen geben. Wir werden außerdem zusätzliche Kontrollen und Sicherheitsdienste auf dem Festivalgelände haben, um maximale Sicherheit gewährleisten zu können.

Frage: Ohne eigenes Zutun ist "Bamberg zaubert" nach der Absage der Sandkerwa die größte Veranstaltung in diesem Jahr, ist das Ihnen gerade recht oder eher unangenehm?
Stieringer: "Bamberg zaubert" hat nie den Anspruch gehabt, die größte Veranstaltung zu sein - wir wollten immer eine der schönsten sein, das haben wir geschafft. Ich hoffe aus ganzem Herzen, dass die Sandkerwa im nächsten Jahr wieder stattfindet. Sie hat identitätsstiftende Wirkung.


Man trifft sich, die Kollegen und Freunde kommen. Sandkerwa ist ein bisschen wie Weihnachten, und kein Mensch möchte Weihnachten ersetzen!

Die Fragen stellte Sebastian Martin.
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