Bad Kissingen
Aktion

Wettmelken, Bällebad und Flohmarkt in Bad Kissingen

Der 21. Kinder-Stadtmarkt lockte am Sonntag tausende Besucher in die Innenstadt.
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Eindrücke vom Kinderflohmarkt. Foto: Peter Rauch
Eindrücke vom Kinderflohmarkt. Foto: Peter Rauch
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So viele Kinder wie beim Kinder-Stadtmarkt der Werbegemeinschaft Pro Bad Kissingen sieht die Kurstadt sonst das ganze Jahr nicht. Das war auch bei der 21. Ausgabe am Sonntag nicht anders. Wie gewohnt drängten sich zahlreiche Familien mit Kindern an den Spielangeboten der Stadtjugendarbeit, von Verbänden, Vereinen und Einzelhandel. Klassiker wie Kastenrutsche, Bällebad und Kinderschminken fanden die Besucher ebenso vor, wie Informationsstände von Verbänden wie dem Technischen Hilfswerk.


Feilschen um den Preis

Wettmelken konnten die Besucher beim Bauernverband. Hinweise zur Verkehrssicherheit gab es von der Jugendverkehrsschule der Bad Kissinger Polizei. Dicht drängten sich Kinder, Eltern und Großeltern zudem in der Hoffnung auf ein Schnäppchen oder auf gute Geschäfte beim Kinderflohmarkt in der Bachstraße. Viele nutzten auch einfach nur den verkaufsoffenen Sonntag zum Einkaufsbummel.
Wenn kleine Jungs Piratenschiffe, kleine Mädchen ganze Burgen und Märchenschlösser kaufen und verkaufen, ist Kinderflohmarkt in der Stadt. Und wie bei den Großen, den Tandlern und Trödlern wird hier gefeilscht und gehandelt. Die einen, denen Barby und Co. noch gehören, loben ihre Ware in höchsten Tönen, während die meist jugendlichen Käufer jedes noch so kleine Kratzerchen ins Auge sticht und natürlich den Preis drastisch mindert.


Nicht nur wegen der Einnahmen

Figuren und Kleinspielsachen wurden oftmals schon für 20 Cent angeboten, daneben steht aber auch ein kompletter Baukasten eines dänischen Steineherstellers der locker seine 30 Euro bringen muss, schließlich sind die Steinchen mit den vier Buchstaben im Logo auch zeitlos und sind nach dem einen oder anderen Waschgang in der Waschmaschine schon durch zwei bis drei Kindergenerationen gegangen - geändert hat sich meist nur die Verpackung und was man damit alles bauen kann. Waren es in den frühen sechziger Jahren in der Hauptsache Häuser, für die sogar Fenster angeboten wurden, hat auch hier die Elektronik Einzug gehalten.
Selbst wer keinen Baukasten hat, kommt beim Kinderflohmarkt mit Ausgefallenem voll auf seine Kosten. So ein Junge der in der Bachstraße seine in Jahren zusammengetragene Steinsammlung verkaufte. Während der Papa gerade einmal zehn Euro mit den Spielsachen eingenommen hatte, konnte der Zwölfjährige stolz auf über 50 Euro blicken, die er für seine Versteinerungen und Ammoniten erhalten hatte. Aber auch Märchen- oder Ritterburgen erzielten ebenso wie Piratenschiffe gute Preise. Wobei die wenigsten Besucher rein wegen der Einnahmen kommen: "Es ist eine gute Gelegenheit, dass die Kurzen ihr Zimmer auf- und ausräumen", erzählt eine Mutter aus Oberthulba, die alle zwei Jahre zum Kinderflohmarkt nach Bad Kissingen kommt.
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