FC Thulba - TSV Münnerstadt (Samstag, 16 Uhr)
Auch der FC Strahlungen war für den FC Thulba (2./22) kein Stolperstein. 2:0 gewannen die Jungs von Spielertrainer Victor Kleinhenz die Partie und sind vor dem Landkreis-Derby gegen den TSV Münnerstadt (6./18) gleichauf mit dem 1.FC Geesdorf an der Tabellenspitze. "Es läuft erstaunlich gut für uns", ist auch Kleinhenz überrascht von der Siegesserie seiner Jungs, die trotz etlicher personeller Ausfälle viermal hintereinander dem Gegner das Nachsehen gaben. Und im Derby wird sich die Personallage kaum ändern. So fallen mit Lorenz Heim, Sergiu Nistor, Matthias Wolf, Maximilian Heinrich, Marcus Hein und Lukas Graser eine stattliche Anzahl an etablierten Kickern aus. Hinter weiteren steht ein Fragezeichen. "Wir wollen aber nicht jammern. Es ist wie es ist, und wir haben die Situation schon in Strahlungen gut gemeistert, auch wenn das Match auf schwer bespielbaren Geläuf sicher kein Highlight für die Zuschauer war. Wir haben dort sehr diszipliniert gespielt. Den einzigen Vorwurf den man uns machen kann, ist, dass wir unsere Konter nicht klar ausgespielt haben. Aber der Sieg war verdient", freute sich Thulbas Coach, dass auch sein zweiter Anzug passt.


Jung und spielstark

Gegen Münnerstadt erwartet Kleinhenz ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem wieder Kleinigkeiten den Ausschlag geben werden: "Es sind beides zwei junge, spielstarke Mannschaften. Wir müssen die individuelle Klasse eines Simon Snaschel oder Julian Göller im Keim ersticken. Wir sind zuhause über ein Jahr ungeschlagen, diese Serie wollen wir fortführen." Anderes hat da natürlich Kollege Thomas Dietz im Sinn. Sein Team befindet sich nach dem 2:0-Heimerfolg über den TSV Rannungen in Lauerstellung und kann, bei einem ausgetragenen Spiel weniger, den beiden Spitzenteams auf die Pelle rücken. "Um in Thulba zu bestehen, braucht es eine klare Leistungssteigerung. Wichtig war, dass wir gegen Rannungen gewonnen haben", weiß Münnerstadts Coach, der in Victor Kleinhenz, Florian Heim und Tobias Huppmann die entscheidenden Figuren im Spiel der Frankonen sieht. "Die müssen wir ausschalten, um etwas mitzunehmen. Das Spiel entscheidet, ob wir uns vorne festbeißen können." 13 Punkte aus den vergangenen fünf Partien holten die Seinen zuletzt. Mit dem gleichen Kader wie zuletzt möchten die Nägelsieder an die Erfolgsserie anknüpfen.

TSV Rannungen - SV Riedenberg (Sonntag, 15 Uhr)
Weiter auf der Stelle tritt der TSV Rannungen (15./7), der mit der Niederlage in Münnerstadt (0:2) auswärts ohne Sieg bleibt. Das Bemühen ist der Truppe von Trainer Klaus Seufert gar nicht abzusprechen. "Uns fehlt derzeit auch das Quäntchen Glück. Wir haben lange gut dagegengehalten, aber das ist nicht genug. Münnerstadt hat aufgrund der zweiten Hälfte verdient gewonnen", analysiert Rannungens Coach und wünscht seiner Mannschaft wieder mal ein Erfolgserlebnis. "Die Truppe hat einen guten Charakter und tollen Mannschaftsgeist. Sie hat es einfach verdient, wieder zu punkten." Jetzt kommt der SV Riedenberg (7./18) zum Landkreis-Aufeinandertreffen, und der hat sich bei Seufert Respekt verdient. "Sie haben sich vor der Saison gut verstärkt und stehen gut da. Für uns heißt es nun die Partie so anzugehen wie in den letzten beiden Auswärtspartien in Gochsheim und Münnerstadt, auch wenn wir wieder den einen oder anderen Ausfall zu beklagen haben durch Verletzung, Urlaub und Grippewelle." Trotz des Personalengpasses möchten die Gücker wieder in die Spur kommen. Seufert: "Wir müssen schon aufpassen, dass der Abstand zum rettenden Ufer nicht zu groß wird." In einer kleinen Ergebniskrise befindet sich derzeit der SV Riedenberg wie Coach Marius Kubo anmerkt: "Wir belohnen uns derzeit nicht für den Aufwand den wir betreiben. Vor dem Tor müssen wir zielstrebiger sein und auch den letzten Pass besser spielen." Dreimal in Folge konnten die Grün-Weißen jetzt keinen Dreier einfahren, zuletzt reichte es trotz zeitweiser numerischer Überlegenheit nur zu einem 1:1 gegen Oberschwarzach. "Da haben wir zu wenig Kapital daraus geschlagen und zu überhastet nach vorne gespielt. Das wurde vom Gegner dann spät bestraft", gibt Kubo zu Protokoll und ärgerte sich etwas über die gelb-rote Karte für Fabian Seuring: "Zuletzt bekam Stefan Wich schon eine. Da müssen sich die Spieler hinterfragen, wie sie mit der Situation umgehen, wenn sie gelb bekommen." In Rannungen soll nun wieder ein Sieg her, auch wenn Riedenbergs Übungsleiter sich in die Lage von TSV-Coach Klaus Seufert hineinversetzen kann: "Ich kann da durchaus mitfühlen. Uns ging es in der vergangenen Runde ähnlich. Da gingen wir auch ständig personell am Krückstock. Aber wir müssen letztlich auf uns schauen. Wir konnten in der vergangenen Saison keines der drei Partien gegen den TSV gewinnen. Weder im Winter im Test (2:2), noch in den beiden Relegationsspielen (3:1/2:2)." Wegen einer Schambein-Entzündung länger pausieren muss Neuzugang Paul Konopka.

SV-DJK Unterspiesheim - FC 06 Bad Kissingen (Sonntag, 15 Uhr)
Im Spiel eins nach der Ära Thomas Lutz muss der FC 06 Bad Kissingen (13./8) unter der Leitung von Neu-Coach Mario Wirth beim SV-DJK Unterspiesheim (4./19) antreten. Die "Speesemer" haben nach den Saisonniederlagen in Münnerstadt (2:5) und gegen Oberschwarzach (1:4) zurück in die Spur gefunden und dem 0:0 gegen Riedenberg einen 4:2-Erfolg in Dampfach folgen lassen. Dabei konnte sich Dominik Seufert bereits zum siebten Mal in dieser Saison als Torschütze feiern lassen und hat damit einen Treffer mehr erzielt als Offensivpartner Johannes Nunn. Lohn der Mühen des Teams von Trainer Reinhard Seger ist der gute vierte Tabellenplatz. Davon sind die 06er derzeit weit entfernt. Die leblose Vorstellung bei der 0:5-Niederlage gegen Gochsheim veranlasste die Verantwortlichen zu handeln und den bisher noch aktiv mitkickenden Co-Trainer Mario Wirth als Chef-Coach für Thomas Lutz zu installieren. Jetzt ist die Mannschaft in der Pflicht und muss allmählich den Bock umstoßen. Förderlich wäre gleich in Unterspiesheim eine weitaus engagiertere Leistung wie zuletzt gegen Gochsheim: "Wir müssen in der Defensive wieder viel besser stehen und weniger gegnerische Chancen zu lassen", sagt Christian Heilmann und hofft, dass auch vorne der Knoten wieder platzt. Allerdings steht berufsbedingt ein großes Fragezeichen hinter dem Einsatz des zuletzt in die Kritik geratenen Stürmers Andrei Puscas, dessen Torgefahr aus der vergangenen Saison den Bad Kissingern gut zu Gesicht stehen würde.