Großbardorf
Fußball Bayernliga

Noch drei Spiele im Gallier-Dress für Manuel Orf

Ab September verlagert das TSV-Urgestein seinen Lebensmittelpunkt nach Stuttgart. Bereits am Fraitag empfangen die Großbardorfer den FC Sand.
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Manuel Orf (links, im Zweikampf gegen Weidens Josef Rodler) verlässt aus beruflichen Gründen zum 1. September den TSV Großbardorf. Foto: Anand Anders
Manuel Orf (links, im Zweikampf gegen Weidens Josef Rodler) verlässt aus beruflichen Gründen zum 1. September den TSV Großbardorf. Foto: Anand Anders
TSV Großbardorf - FC Sand (Freitag, 18.30 Uhr)
Nach den Siegen in Hof und Amberg erwartet Nord-Bayernligist TSV Großbardorf am Freitagabend den FC Sand zum Unterfrankenderby in der Bioenergie-Arena. Mit acht Zählern steht die TSV-Mannschaft von Trainer Dominik Schönhöfer auf dem achten Tabellenplatz, zwei Plätze und zwei Punkte vor dem Gast vom Main, der in den bisherigen fünf Partien einen Dreier (3:1 gegen Gebenbach), drei Punkteteilungen (gegen Erlenbach, Würzburger Kickers II und Hof) erspielte und in Weiden mit 0:1 den Kürzeren zog. Die Elf von Uwe Ernst hat bislang ihre Stärken in der Defensive, die durch Neuzugang Johannes Bechmann (Schweinfurt 05) an Stabilität gewonnen und erst drei Gegentore zugelassen hat.


Alles in allem zufrieden

"Unsere zwei Dreier in der Fremde waren ganz wichtig. Wir haben vorher auch gut gespielt, aber die Ausbeute war einfach zu gering, da wir zu viele Möglichkeiten vergeben hatten. Vor allem hat es den Köpfen meiner Spieler gut getan, denn sie haben erkannt, dass man, wenn man gut spielt, auch dafür belohnt wird", sagt Schönhöfer. Den Sieg in Amberg läutete Dominik Zehe mit seinem Treffer zum 1:0 ein. "Ich habe mich gut gefühlt und meine, dass ich keine schlechte Leistung abgeliefert habe", sagt Zehe, der derzeit in Physik ein Masterstudium absolviert. Mit Ausnahme der Chancenverwertung ist er mit der Mannschaft "alles in allem zufrieden. Gegen Weiden hätten drei Punkte herausspringen können und die Niederlage in Gebenbach war bitter. Aber der Trend geht deutlich nach oben." Auch bei sich selbst sieht der 22-Jährige einen Aufwärtstrend. "Ich merke selbst, dass ich immer fitter werde."


Kein Favorit auszumachen

Gegen Sand erwarten Schönhöfer wie Zehe ein ausgeglichenes Match, in dem es keinen echten Favoriten gibt. "Sand stellt eine kompakte Elf, die neben kämpferische auch spielerische Qualität zu bieten hat", sagt der TSV-Trainer. Auch sein Mittelfeldstratege hat eine hohe Meinung vom Gegner. "Sand spielt einen körperbetonten und robusten Stil. Sie werden uns das Leben schwer machen. Ich bin aber optimistisch." Fehlen wird weiterhin Shaban Rugovaj, ein kleines Fragezeichen steht hinter Verteidiger Marcel Hölderle, den muskuläre Probleme plagen.

Manuel Orf hat derweil nach vielen internen Gesprächen und Abstimmungen entschieden, dass er ab 1. September neben seinem bereits knapp einem Jahr laufenden Job in Stuttgart nun dort parallel auch noch ein Studium beginnen und damit den Fußball-Bayernligisten TSV Großbardorf verlassen wird. "Der Inbegriff des Galliers und eine Leitfigur der vergangenen Jahre steht damit noch drei Punktspiele zur Verfügung, bevor er Ende August komplett seinen neuen Lebensmittelpunkt nach Stuttgart verlagert", heißt es von TSV-Seite. "Es ist eben die Krux in unserer Region. Wenn es beruflich jemand wegzieht, dann ist es schwer Argumente dagegen zu finden, auch wenn es ein Typ wie Manuel Orf ist, der alles gibt für seinen Sport, die Mannschaft, den Verein und der sicher ein Inbegriff unseres gallischen Gedankens ist", so Andreas Lampert.

"Manuel ist seit Sommer 2010 mit 185 Bayernliga-Punktspielen für die Gallier ein Urgestein. Bereits mit 13 Jahren kam er zum TSV und durchlebte auch im Nachwuchs bei uns starke Zeiten als Abwehrchef. Wir müssen schauen, wie wir die Lücke schließen können, die er ganz sicher hinterlassen wird", so Lampert.
"Ob das extern möglich ist, bezweifeln wir, wir sehen da schon eher intern Variationsmöglichkeiten. Wir sind darauf ausgerichtet, uns eben neue Manuel Orfs heranzuziehen und den starken Jungs aus dem Nachwuchs Chancen zu geben, denn ihnen gehört die Zukunft", so Lampert abschließend. mad/rus
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