TSV Rödelsee - FC Bad Brückenau 35:29 (15:16).
Vor vier Jahren erlangten die Handballer des TSV Rödelsee Berühmtheit, als sie die Meisterschaft in der Bayernliga erkämpften und damit in die dritte Liga aufsteigen durften. Aus organisatorischen sowie finanziellen Gründen traten die Routiniers 2016 in der Bezirksoberliga neu an. Eine erfahrene, routinierte und abgezockte Truppe gegen die unbekümmerten Youngsters aus der Sinnstadt, diese Konstellation versprach ein spannendes Duell. Und tatsächlich wurde das Auswärtsspiel für den Aufsteiger aus Bad Brückenau ein echter Härtetest. Die FCler wehrten sich mit einer tollen kämpferischen Leistung nach Kräften, kassierten insgesamt sieben Zwei-Minuten-Strafen, gerieten aber im Verlauf der zweiten Halbzeit teilweise deutlich in Rückstand. Ein ziemlich ungewohnter Spielverlauf für die Bad Brückenauer, die bislang in der Bezirksliga immer mit zunehmender Spieldauer ihre ausgeprägte Kondition und Schnelligkeit in die Waagschale werfen konnten. Sascha Hammer und Stefan Pruy (zusammen 18 Treffer) waren von der Brückenauer Deckung nie komplett auszuschalten. Zudem kamen die Gastgeber mit lediglich drei Zwei-Minuten-Strafen aus. Quasi mit dem Wiederanpfiff nach der Pause nahm das Spiel eine kuriose Wendung. Zunächst gelang den Bad Brückenauern eine Vier-Tore-Serie über Tom Schumm (15:17), Michael Müller (15:18), Simon Dietrich (15:19) und Nick Schumm (15:20). Doch dann rissen die Hausherren in der Sickergrundhalle mit einer Fünf-Tore-Konterserie das Heft an sich. Innerhalb von nicht einmal fünf Minuten war der 20:20-Ausgleich hergestellt und der Offensivdrang des TSV wurde neu entfacht. "Lange konnten wir mithalten und sogar führen, aber ab der 40. Minute drehte der starke Rödelseer Torwart auf und somit nahm das Unheil seinen Lauf", lautete das Fazit von FC-Coach Oliver Hilbert-Probeck. "Jetzt sind wir in der Bezirksoberliga angekommen und auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt. 6:2 Punkte sieht doch bisher trotzdem echt super aus. Mund abputzen, aufstehen, weitermachen, lautet die Devise." Am kommenden Samstag treffen die Sinnstädter zu Hause auf den Mitaufsteiger der TG Höchberg. Anpfiff ist um 19.30 Uhr. Zuvor findet um 17.30 Uhr das Derby der FC-Handballerinnen gegen die Kontrahentinnen vom TV/DJK Hammelburg statt. Austragungsort ist jeweils die Dreifachturnhalle in Römershag. bit
Tore für Bad Brückenau: Tom Schumm (8), Simon Dietrich (7/3), Michael Müller (5), Nick Schumm (3), Simon Weiner (2), Georg Hoch (2), Stefan Bott (1), Alexander Bauer (1).

TV/DJK Hammelburg - HSG Mainfranken II 16:25 ( 6:12).
Weil beide Torfrauen ausgefallen waren, musste der TV/DJK Hammelburg im Spiel gegen Mainfranken II auf Jugendtorfrau Hannah Eich zurückgreifen. Auch vergangenes Jahr hatte sie bereits bei den Damen ausgeholfen. Weil auch der Trainer nicht konnte, half die A-Jugendtrainerin Sabine Finke als Spielertrainerin aus. Generell ist das Thema Spielermangel ein Großes beim TV/DJK, die mit vielen A-Jugendlichen versuchen werden, die Runde zu bestreiten. "Es wäre schade, die Mannschaft zurückzuziehen", sagte Nicole Schröter. Trotzdem zeigte sich gegen die HSG Hammelburgs Schwächen: "Der Spielaufbau hat gefehlt, wir haben einfach keinen Lauf. Wir haben unsere Torfrau nur warm geworfen." pia
Tore für Hammelburg: Nicole Schröter (7), Laura Finke (3), Ute Leidner (2), Annika Keller (2), Nicole Simon (1), Sabine Finke (1).

DJK Nüdlingen - TSV Mellrichstadt II 20:22 (14:11).
Die DJK Nüdlingen verkaufte sich in der ersten Halbzeit laut Trainer Oliver Speck sehr gut. "Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff haben wir gute Spielzüge hingelegt und deshalb haben wir zur Halbzeit auch mit 14:11 geführt." Aber das konnte Nüdlingen in der zweiten Hälfte nicht halten. "Da haben wir dann nur sechs Tore geworfen, die Abwehr stand zwar gut, aber wir haben zu wenig Tore gemacht. Deswegen hat Mellrichstadt verdient gewonnen. Die haben sich reingekämpft und die Tore gemacht, die wir nicht gemacht haben", so Speck. pia
Tore für Nüdlingen: Waren nicht in Erfahrung zu bringen.