Großbardorf
Fußball Bayernliga

Grabfeld-Gallier präsentieren sich in Geberlaune

Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Diese Erkenntnis musste der TSV Großbardorf gegen die SpVgg Ansbach machen.
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Darüber, dass der 2:1-Sieg der SpVgg Ansbach (links Niklas Reutelhuber) beim TSV Großbardorf (Björn Schönwiesner) ein verdienter war, gab es keine zwei Meinungen.  Foto: Anand Anders
Darüber, dass der 2:1-Sieg der SpVgg Ansbach (links Niklas Reutelhuber) beim TSV Großbardorf (Björn Schönwiesner) ein verdienter war, gab es keine zwei Meinungen. Foto: Anand Anders
TSV Großbardorf - SpVgg Ansbach 1:2 (1:1). Tore: 0:1 Marcel Fürsattel (12.), 1:1 Benedikt Floth (31.), 1:2 Stefan Hammeter (50.). Bes. Vorkommnis: Björn Schönwiesner (Großbardorf) schießt Foulelfmeter neben das Tor (64.).
Die frech aufspielenden Mittelfranken entführten mit ihrem sicher nicht unverdienten 2:1-Erfolg die Punkte aus der Bioenergie-Arena und überholten die Großbardorfer in der Tabelle. "Meine Mannschaft hat ein tolles Spiel abgeliefert, deine Mannschaft aber ein noch tolleres", sagte TSV-Cheftrainer Dominik Schönhöfer zu seinem Ansbacher Kollegen Duane-Carl Collins, dessen Elf in einem laut Schönhöfer hochklassigen und spannenden Match eine außergewöhnlich gute Leistung geboten hatte. "In dieser Partie haben Nuancen zu Gunsten der Gäste entschieden. Da die Ansbacher noch viele hochkarätige Möglichkeiten vergeben haben, muss man ihren Sieg als verdient bezeichnen", urteilte der Coach der Grabfelder, der in sein Lob auch den Schiedsrichter Johannes Frohnapfel aus Neuhof mit einbezog. "Auch er hat eine hervorragende Leistung geboten und sich dem Spiel angepasst." Sein Gegenüber zeigte sich stolz über das Auftreten seiner Mannschaft und schloss sich den Worten Schönhöfers an. "Großbardorf war heute stark, aber wir haben in allen Mannschaftsteilen super gespielt", sagte Collins, der nur die Chancenverwertung seiner Mannen bemängelte. "Wir haben aber noch zu viele Torchancen liegen gelassen."

Wie aber wäre die Partie geendet, wenn Benedikt Floth bereits nach zwei Minuten seine Großchance zum Führungstreffer genutzt hätte? Er tauchte allein vor Ansbachs Schlussmann Sebastian Heid auf, legte sich aber das Leder zu weit vor, so dass Heid retten konnte. Auch die nächste Möglichkeit hatten die Hausherren, aber ein Rieß-Kopfball wurde kurz vor der Linie noch geklärt. Doch dann die Ernüchterung: Nach einer Ansbacher Ecke landete der Kopfball an der Unterkante der Latte. Doch anstatt jetzt das Leder zu klären, verließen sich die Großbardorfer Abwehrspieler aufeinander, Marcel Fürsattel nutzte dies und schob den Ball zum 0:1 über die Linie.
Nach einigen Halbchancen der Hausherren fiel nach 31 Minuten der Ausgleich durch Benedikt Floth, der damit seinen ersten Bayernligatreffer erzielte. Gekonnt köpfte er einen Zang-Flankenball ins Eck. "Das war ein erhebendes Glücksgefühl und ein tolles Erlebnis", beschrieb er seine Gedanken zu seinem Premierentor.

Fünf Minuten nach Wiederbeginn dann das zweite Geschenk der Platzherren. Nach einer Flanke von Niklas Reutelhuber prallten Dietz und Innenverteidiger Ronny Mangold, der den Ruf von Dietz wohl nicht gehört hatte, zusammen und Stefan Hammeter durfte das Leder ungehindert einschieben. Wenig später hätte Lukas Schmidt das Match entscheiden können, schob aber den Ball, nachdem er Dietz umkurvt hatte, nur an den Pfosten. Dann aber die große Ausgleichschance für die Grabfeld-Gallier. Nach einem Foul von Tobias Dietrich an Dominik Zehe im Strafraum zeigte der Schiedsrichter sofort auf den Punkt. Björn Schönwiesner verlud zwar Heid, schob aber den Ball am Pfosten vorbei. In der Folgezeit bemühte sich der Gastgeber zwar, brachte aber das Gästetor kaum mehr ernsthaft in Bedrängnis, während die Gäste noch mehrere Kontermöglichkeiten ungenutzt ließen. Auch der nach einer langen Leidenszeit erstmals mitwirkende Stefan Piecha konnte keine Wende mehr herbeiführen. Günter Madrenas
Großbardorf: Dietz - Zang (76. Piecha), Mangold, Hölderle, Seufert - Illig - Rieß, Zehe, Schönwiesner - Leicht (67. Dinkel), Flot (76. Rugovaj).
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