LKR Bad Kissingen
Fußball Bezirksliga Ost

Ein bisschen verkehrte Welt im Sportpark

Der forsche Aufsteiger aus Thulba hat Respekt vor der Qualität des FC 06, spielt aber trotzdem auf Sieg.
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In sechs Spielen haben die Riedenberger überschaubare sieben Tore erzielt, aber weil Keeper Florian Dorn (im Bild) erst fünf Treffer kassierte, sind die Rhöner aktuell starker Sechster.Hopf
In sechs Spielen haben die Riedenberger überschaubare sieben Tore erzielt, aber weil Keeper Florian Dorn (im Bild) erst fünf Treffer kassierte, sind die Rhöner aktuell starker Sechster.Hopf
FC 06 Bad Kissingen - FC Thulba (Samstag, 16 Uhr)
Derby im Sportpark, wo der FC 06 Bad Kissingen (15./4) den FC Thulba (4./10) empfängt. Zwar konnten die Kurstädter zuletzt in Strahlungen nicht dort weitermachen, wo man zuvor gegen Wiesentheid (2:1) aufgehört hatte, doch Trainer Thomas Lutz war mit der Leistung seiner Elf trotz der 0:1-Niederlage absolut einverstanden. "Wir haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Wenn wir weiter so spielen, belohnen wir uns auch wieder mit Punkten." Seine Elf dominierte die Partie gegen einen tiefstehenden Gegner, schaffte es aber nicht, das Runde ins Eckige zu bringen. Gegen seinen Ex-Verein erwartet Lutz einen offensiver auftretenden Gegner, dem er Respekt zollt. "Das ist der erwartet starke Aufsteiger, der in der Liga eine gute Rolle spielt." Verzichten müssen die 06er auf den gesperrten Ruslan Zhyvka und den beruflich verhinderten Patrick Stöth.


Pechvogel bei den Frankonen

Bester Laune ist man derzeit im gegnerischen Lager. Thulbas Frankonen feierten jüngst gegen Dampfach bereits den dritten Saisonerfolg und belohnten sich mit Rang vier. "Es war kämpferisch und spielerisch ein sehr gutes Spiel unsererseits. Wir waren geduldig und sind unserer Spielweise treu geblieben. Das hat sich bezahlt gemacht", freute sich Spielertrainer Victor Kleinhenz und sieht das Momentum gegen Bad Kissingen auf Seiten seiner Truppe: "Wir wollen siegen, während die 06er schon fast gewinnen müssen. Das ist ein Kriterium für uns. Wir haben großes Selbstvertrauen und die notwendige Lockerheit, aber auch den notwendigen Respekt vor dem Gegner, der überragende Einzelspieler hat und in den letzten Partien gut spielte." Bei den Frankonen kehren Fabio Reuß und Markus Kaufmann in den Kader zurück, dagegen ist der Einsatz von Marcus Hein fraglich. Großes Pech hatte indes Lukas Graser. Der Neuzugang aus Großbardorf war gerade erst von einem im Mai erlittenen Schlüsselbeinbruch genesen und stand kurz vor seinem Bezirksliga-Debüt. Jetzt zog er sich im Training wieder eine Fraktur des Schlüsselbeines zu und fällt erneut lange aus.

TSV Rannungen - TSV Forst
(Sonntag, 15 Uhr)
Nach drei deftigen Niederlagen in Folge kratzte der TSV Rannungen (12./7) in Knetzgau (0:0) wiedermal einen Zähler. "Wir nehmen das Positive mit. Es hätten zwar drei Punkte sein können mit dem verschossenen Elfmeter, aber wir haben wieder mal Zählbares. Zudem haben wir keinen Gegentreffer kassiert, das war wichtig", konnte sich TSV-Trainer Klaus Seufert mit dem Ergebnis anfreunden, auch wenn es beim sieglosen Schlusslicht war. Jetzt haben die "Gücker" eine große "Hausnummer" zu bewältigen. Die Reise an den Wasserturm tritt der TSV Forst (8./8) an, der zwar lediglich Platz acht belegt, vom Sportgericht allerdings auch mit einem Punktabzug von drei Zählern belegt wurde. Zuletzt lieferte sich die Mannschaft von Spielertrainer Florian Hetzel mit Oberschwarzach ein "wildes" Spiel, das mit einem 4:4 endete. Dabei reichte den Forstern auch ein Dreierpack von Yannick Reinhart nicht, denn in der Nachspielzeit traf die Spielgemeinschaft noch zum Ausgleich. "Forst ist für mich ein Mitfavorit um die Meisterschaft, da müssen wir mit allen Mitteln dagegenhalten", sagt Seufert.

TSV Münnerstadt - Unterspiesheim
(Sonntag, 15 Uhr)
Mit dem SV-DJK Unterspiesheim (2./15) hat der TSV Münnerstadt (10./8) eine Mannschaft zu Gast, die als einziges Team der Liga noch ungeschlagen ist. Am vergangenen Spieltag konnte die Truppe um Trainer-Routinier Reinhard Seger in Gochsheim einen 0:2-Rückstand in ein 2:2 umwandeln. Münnerstadts Coach Thomas Dietz war Beobachter der Partie und sieht einen unbequemen Gegner mit flinken Offensivkräften auf seine Jungs zukommen: "Sie sind sehr kampfstark und in der Offensive vor allem über Johannes Nunn und Dominik Seufert gefährlich. Deren Wirkungskreise gilt es einzuschränken." Seine Jungs konnten nach zuvor vier Spielen ohne Sieg wieder mal einen Dreier einfahren und gewannen bei Aufsteiger Sömmersdorf mit 3:1. "Wir haben den Kampf angenommen und hinten raus das Spiel verdient gewonnen", zog Dietz ein positives Fazit der letzten Begegnung und fügt an: "Der Sieg über Sömmersdorf ist aber nur dann wertvoll, wenn wir auch unser Heimspiel gegen Unterspiesheim gewinnen. Es wird Zeit, ihnen die erste Saisonniederlage zuzufügen." Dabei kann Dietz wohl wieder auf Lucas Fleischmann zurückgreifen, während hinter den angeschlagenen Philipp Müller und Niklas Markart ein Fragezeichen steht. Urlaubsbedingt nicht mit von der Partie sein wird Julian Göller.

SV Riedenberg - TSV Knetzgau (Sonntag, 15 Uhr)
Eine bittere Pille musste der SV Riedenberg (6./10) jüngst in Krum schlucken. Trotz zweier Lattentreffer ging die Partie mit 0:1 in die Binsen. "Krum hat sehr defensiv gespielt und das gut gemacht. Wir haben die erste Hälfte etwas verschlafen und nach der Pause nicht so gespielt, wie wir uns das vorstellen. Uns ist offensiv trotz der Lattentreffer nicht viel eingefallen, so dass der Sieg für den Gegner nicht unverdient war", sagt SV-Trainer Marius Kubo. So sind die Grün-Weißen auswärts weiter ohne Dreier, während man auf eigenem Platz die volle Punktzahl einheimste. Und das soll auch im vierten Spiel so bleiben, wenn Aufsteiger TSV Knetzgau (16./3) zu Gast im Sinntal ist. "Daheim sieht die Welt derzeit einfach anders aus. Wir versuchen auch gegen Knetzgau an die Leistung der Heimspiele zuvor anzuknüpfen. Auch wenn unsere Gäste bisher noch keinen Sieg erringen konnten, sollten ihre über 100 Tore aus der Meistersaison Warnung genug sein. Unterschätzen darf man Knetzgau nicht. Sie hatten ein schweres Auftaktprogramm", warnt Riedenbergs Übungsleiter. Wohlwissend, dass er sich auf seine Defensive inklusive des starken Keepers Florian Dorn derzeit verlassen kann. Aktuell hat der Sportverein die wenigsten Gegentore in der Liga kassiert.
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