Bad Kissingen
Eishockey

Ein bekannter Vergleich von Mikhail Nemirovsky

Die Kissinger Wölfe schließen ihr Doppelspiel-Wochenende mit einem 8:1-Sieg über Straubing ab. So richtig zufrieden sind aber weder Trainer noch Vorstand.
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Einer gegen Vier: Brett Wur (Mitte) gelang trotz heftiger Gegenwehr der Straubinger das 1:0 für die Kissinger Wölfe.Hopf
Einer gegen Vier: Brett Wur (Mitte) gelang trotz heftiger Gegenwehr der Straubinger das 1:0 für die Kissinger Wölfe.Hopf
EC Bad Kissinger Wölfe - EHC Straubing 8:1 (3:0, 4:1, 1:0).
Nein, zufrieden waren weder Trainer Mikhail Nemirovsky noch Vorstand Michael Rosin. Zwar hatten die Kissinger Wölfe mit 8:1 gegen Schlusslicht Straubing gewonnen, aber das Ergebnis gegen die Haßfurt Hawks steckte noch in den Köpfen der Verantwortlichen. "Nach dem Spiel vom Freitag, das wir leider verloren haben, war die Zuschaueranzahl mau. Schade, denn dementsprechend war die Stimmung. Der Fanclub selber war schon da und hat natürlich Stimmung gemacht", sagte Michael Rosin.

Aber nachdem es im letzten Drittel schon 7:1 für die Heimmannschaft stand, schickten die Wölfe einige Spieler vorzeitig unter die Dusche, um den anderen im Kader die Möglichkeit zu geben, das letzte Drittel durchzuspielen. "Für die Fans war das letzte Drittel langweilig, weil wir uns da nicht mehr bemüht haben. Aber alle, die im Kader standen, haben gespielt."


Schlechte Chancenauswertung

Die Tore fielen zuvor recht fix: Brett Wur, Lukas Zänglein und Viktor Ledin schossen die Wölfe mit 3:0 in Front gegen den EHC Straubing. "Wir hätten auch durchaus mehr Tore schießen können", sagte Rosin. "Da waren schöne Einzelaktionen dabei, es haben auch die jungen Spieler Tore geschossen." Zweimal Eugen Nold, Anton Zeivald und Marc Zajic erhöhten im zweiten Drittel auf 7:1. Das Spiel war eine einseitige Veranstaltung, bei dem Nikolai Varianov das achte Tor für Kissingen gelang. "Straubing ist mit zwei Torhütern, sechs Verteidigern und vier oder fünf Stürmern angereist, die waren eigentlich ohne Chance. Wir waren von Anfang bis Ende dominant." Straubing steht nicht umsonst auf dem letzten Tabellenplatz, hat bisher 0 Punkte und knapp 100 Tore bekommen. "Das ist schade für Straubing. Aber deshalb kannst du das Spiel auch nicht in eine Waagschale werfen wie Spiele gegen Haßfurt, Amberg, Königsbrunn und Schweinfurt", sagte Rosin.


Nemirovsky ist ein Perfektionist

"Man kann eine Dose Thunfisch nicht mit einer Banane öffnen", bemühte Trainer Mikhail Nemirovsky seinen bereits bekannten Vergleich, als er zum Spiel gegen Straubing befragt wurde. Will heißen: Den Kissinger Wölfen fehlt es immer noch an Kraft, Ausdauer und Kondition. "Sie versuchen von Woche zu Woche, sich zu verbessern, aber manche können es nicht. Ich probiere jeden Tag, den Verein und die Mannschaft besser zu machen. Ich bin Perfektionist", sagte Nemirovsky. Dabei ist dem Trainer das deutliche Ergebnis vom Straubing-Spiel egal. Er sagte aber auch: "Ich hoffe, dass wir von den nächsten fünf Spielen vier gewinnen, ich glaube an die Mannschaft." Und gab ein Versprechen ab: "Ich nehme nie den einfachen Weg, sondern ich bleibe, bis der Verein DEL spielt."

Am Freitag beginnt die Wechselfrist. Und wenn neue Spieler zum Kader kommen, ist Nemo sich sicher, die Kissinger Wölfe wieder zu einem Team formen zu können. Viel Zeit bleibt dazu nicht, denn es steht auch am Wochenende vom 1. Dezember ein Doppelspielwochenende mit einem Heimspiel gegen Ulm und einer Auswärtsfahrt nach Dingolfing an.
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