Großbardorf
Fußball Bayernliga

Die Gallier zeigen im Derby eine starke Leistung

Auf fremdem Platz ist und bleibt der TSV Großbardorf eine Macht.
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Der Großbardorfer Kapitän Manuel Leicht (rechts) schirmt den Ball vor Sands Tevin McCullough ab.Ralf Naumann
Der Großbardorfer Kapitän Manuel Leicht (rechts) schirmt den Ball vor Sands Tevin McCullough ab.Ralf Naumann

1. FC Sand - TSV Großbardorf 1:4 (1:3). Tore: 0:1 Maximilian Mosandl (6.), 1:1 Adrian Reith (7.), 1:2 Shaban Rugovaj (12.), 1:3 Björn Schönwiesner (43.), 1:4 Florian Dietz (85.).
Aus ihren zwölf Partien in der Fremde holten die Grabfeld-Gallier in dieser Saison bei insgesamt acht Siegen ausgezeichnete 25 Punkte. Auch der 1. FC Sand konnte die Mannschaft der Interimstrainer Udo Eckert und Otto Dietz nicht stoppen. Die Bardorfer setzten sich selbst unter ungewohnten Umständen, es wurde auf Kunstrasen und unter Flutlicht gespielt, souverän mit 4:1 (3:1) durch und bekamen deshalb ein großes Lob ihrer beiden Trainer.

"Ich bin überglücklich, dass wir unsere letzte Partie in diesem Jahr so überlegen gewonnen haben. Es war eine super Leistung unserer Mannschaft. Das haben die Jungs klasse gemacht", jubilierte Eckert. Sein Kollege Dietz stellte fest, dass man die bei weitem bessere Mannschaft war. Ein Sonderlob bekamen von ihm die so oft gescholtenen Stürmer. "Sie haben alle drei eine gute Leistung abgeliefert. Maximilian Mosandl und Shaban Rugovaj haben beide je einmal getroffen, aber auch Lukas Dinkel hat gut gespielt. Maximilian Mosandl hat sicher sein bestes Spiel für uns gemacht."

 


Nicht aus der Ruhe bringen lassen

Nach dem Anpfiff des souveränen Schiedsrichters Steffen Ehwald (Geldersheim) nahmen die Gäste sofort das Heft des Handelns in die Hand und gingen nach sechs Minuten durch Mosandl in Führung, der einen Freistoß aus 17 Metern flach im Eck versenkte. Bereits im Gegenzug kam die kalte Dusche für die Gäste. Denn Adrian Reith, in der abgelaufenen Runde noch für die Grabfelder am Ball, erzielte den Ausgleich, als ihn Linksverteidiger Manuel Leicht nicht energisch genug am Torschuss hinderte. "Das war zu einfach", kritisierte Eckert. Doch die Gäste ließen sich von diesem Gegentreffer nicht aus der Ruhe bringen und schlugen nur wenig später zurück. Dieses Mal war es Shaban Rugovaj, der Felix Schneider im Sander Gehäuse überwand. Nach einem Mosandl-Zuspiel traf Rugovaj mit einem Schuss aus der Drehung (12.). "Ein Tor selbst erzielt und eines aufgelegt, da kann man als Vater stolz auf seinen Sohn sein", freute sich Thomas Mosandl, Maximilians Mosandls Vater.

Stefan Piecha, defensiver Mittelfeldspieler der Gäste, hob den gelungenen Beginn seiner Mannschaft hervor: "Wir sind super ins Spiel gekommen und haben auch den ärgerlichen Ausgleich schnell weggesteckt und gut gekontert." Der dritte Großbardorfer Treffer war allein schon das Eintrittsgeld wert war. An der Mittellinie bekam Björn Schönwiesnner das Leder zugespielt und startete von dort aus einen Slalomlauf, den kein Sander aufhalten konnte. Zudem behielt der Reiterswiesener vor Schneider die Nerven und lupfte den Ball über diesen ins Netz. "Das war Weltklasse", so Eckerts Kommentar.

Nach dem Wechsel übernahmen die Platzherren mehr und mehr das Kommando und übten viel Druck aus. Aber TSV-Schlussmann Marcel Wehr bewies sein Können, als er erst einen Karmann-Knaller aus 16 Metern um den Pfosten drehte (68.) und dann im Eins-gegen-Eins-Duell gegen Christopher Gonnert Sieger blieb (80.). Die Großbardorfer hatten ihrerseits zahlreiche Kontermöglichkeiten, die sie aber meist zu schlampig zu Ende spielten oder, wie Dominik Zehe, der allein vor dem Sander Keeper auftauchte, nicht verwerteten. "Wir hätten den Sack früher zumachen müssen", fand Eckert trotz der guten Leistung seiner Truppe ein Haar in der Suppe.
Den Endstand besorgte schließlich der eingewechselte Florian Dietz, der nach einem Zuckerpass von Ronny Mangold allein auf Schneider zulief und diesem keine Abwehrchance ließ (85.). Damit war der verdiente Dreier für die Gäste endgültig in trockenen Tüchern und diese können nun, auf Tabellenplatz sieben liegend, beruhigt in die Winterpause gehen. Günter Madrenas
Großbardorf: Wehr - Seufert, Mangold, Zang, Leicht - Piecha - Mosandl, Zehe, Schönwiesner - Dinkel (70. Dietz), Rugovaj (89. Diemer).

 

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