LKR Bad Kissingen
Volleyball

Der Wollbacher Bann ist endlich gebrochen

Bad Brückenaus Männer halten sich schadlos, während die Hausenerinnen das erwartete Ergebnis einfahren.
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Jubel über den ersten Saisonsieg: die Volleyballerinnen des TSV Wollbach.Sebastian Schmitt
Jubel über den ersten Saisonsieg: die Volleyballerinnen des TSV Wollbach.Sebastian Schmitt

Bayernliga Frauen


TB/ASV Regenstauf - TV/DJK Hammelburg II 3:0 (25:23, 25:18, 25:15).
Das war richtig stark, was die weiter sieglosen Saalestädterinnen da boten beim Tabellenführer, der doch ein wenig staunte ob der Aufschlagstärke der Gäste, die einen 12:17-Rückstand in einen 18:18-Gleichstand drehten. Das Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum 23:23 sah aber die Oberpfälzer als Etappensieger aufgrund einiger Abstimmungsprobleme im TV/DJK-Ensemble. Das ließ sich in der Folge nicht aus der Fassung bringen und bot dem haushohen und auch körperlich überlegenen Favoriten weiter vehement Paroli. Erneut waren es kleine individuelle Fehler, die den Satz kosteten. Damit war Regenstauf endgültig auf Kurs gegen die verletzungsbedingt immer noch geschwächten Hammelburgerinnen, die dennoch erhobenen Hauptes aus der Halle gingen dank einer guten Leistung mit viel gezeigtem Kampfgeist. 


Bezirksliga Frauen

TSV Wollbach - TSV Lohr 3:0 (25:22, 25:22, 25:19).
Das erste Heimspiel brachte endlich den ersehnten Premierensieg in dieser Saison. Die Stimmung war sowohl auf dem Spielfeld, als auch auf den Zuschauerplätzen enorm gut. Und weil die neue Netzanlage pünktlich eintraf, stand einem spannenden Spieltag nichts im Weg. Die Rhönerinnen starteten mit der richtigen Einstellung und waren von Beginn an auf ihre Aufgaben fokussiert. Die Aufschläge saßen, die nötigen Wege wurden gelaufen, sodass die ersten Punkte mit ansehnlichen Spielzügen gewonnen wurden. Intelligentes Spiel sorgte für den Satzgewinn. Die nächsten Sätze gestalteten sich ähnlich. Mit jedem Punkt stieg die Selbstsicherheit in der Mannschaft. "In einer solch guten Verfassung war das Team die gesamte Saison noch nicht. Jede Einzelne zeigte Einsatz und setzte die Vorgaben des Trainers um. Das Team konnte endlich zeigen, dass es in der Bezirksliga durchaus mithalten kann", schwärmte Sabrina Urschlechter.

TSV Wollbach - SB Uffenheim 1:3 (9:25, 16:25, 25:20, 16:25).
Im ersten Satz zeigte sich die Mannschaft wie ausgewechselt. Bereits bei der Annahme gingen enorm viele Bälle verloren, was den Gegnern einen riesigen Punktevorsprung sicherte. Zwar fingen sich die Wollbacherinnen gegen Ende des Satzes, doch zu viele Eigenfehler führten zu einem eindeutigen Ergebnis. Im zweiten Satz wurden immer noch keine Forderungen des Trainers umgesetzt. Die alten Fehler waren plötzlich wieder präsent, weder druckvolle Aufschläge, noch taktisches Spielen waren in diesem Satz erkennbar. Fast kampflos ging auch dieser Abschnitt verloren. Dann jedoch zeigte das TSV-Team seine Qualität, was den Tabellendritten sichtlich beeindruckte. Klare Punkte wurden gemacht und die Uffenheimer so aus der Reserve gelockt - schon hatten die Wollbacherinnen das Spiel wieder in der Hand. Der vierte Satz war geprägt von guten Spielzügen auf beiden Seiten, doch das Durchhaltevermögen der Wollbacher Mädels ließ entscheidend nach, sodass eine gute Leistung diesmal nicht belohnt wurde. "Ein großer Dank geht an die zahlreichen Zuschauer, die die Mannschaft überragend unterstützt und mitgefiebert haben. Sie waren der siebte Mann auf dem Feld", so Außenspielerin Sabrina Urschlechter.


Bezirksklasse Männer


TSV Eibelstadt III - TV Bad Brückenau 1:3 (21:25, 25:15, 14:25, 16:25).
Im Duell der Verfolger sollte der nächste Sieg her, doch war im ersten Satz nicht viel zu spüren von einem Bad Brückenauer Siegeswillen, fast verschlafen geriet der Start. "Keiner war so richtig im Spiel angekommen. Es war unser Glück, dass Eibelstadt auch nicht überragend gespielt hat", sagte TV-Trainerin Maika Herbert zum mühevollen Satzgewinn. Aber die Leistung der Gäste sollte sich nicht bessern. "Die Eibelstädter haben gespürt dass sie nicht zaubern, sondern einfach nur ihr Können herunter spielen müssen, weil bei uns kein Kampfgeist zu erkennen war", so die TV-Trainerin. Der Satzverlust brachte den erhofften Hallo-Wach-Effekt. Die Rhöner schraubten die Eigenfehler-Quote deutlich nach unten, während die Gastgeber nun Schwierigkeiten in der Annahme und somit im Spielaufbau offenbarten. TV-Außenangreifer Daniel Mun brachte frischen Wind und zeigte gute Block- und Angriffsaktionen. Auch Mannschaftskapitän Rene Saam war endlich im Spiel angekommen. Der deutliche Etappensieg mündete in den vierten Satz, der ähnlich souverän gestaltet werden konnte, sodass sich die Bad Brückenauer nach 85 Minuten über drei Punkte freuten.

TV Bad Brückenau - VfL Volkach III 3:0 (25:9, 25:18, 25:8).
Gegen den Aufsteiger aus der Kreisliga brachte Maika Herbert Lukas Muth ins Spiel, der in der vergangenen Saison schon erste Bezirksklassen-Einsätze hatte, aber in dieser Spielzeit kaum zum Zug kam. Für die ersten gelungenen Aktionen sorgte allerdings Rene Saam, der mit seinen druckvollen Aufschlägen für eine komfortable 11:1-Führung sorgte, die Alexander Melser noch einmal ausbaute. Im zweiten Satz tat man sich etwas schwerer. "Wie so oft nimmt man ein Spiel auf die leichte Schulter, wenn das Vorergebnis zu eindeutig war", so die Trainerin zum unpräzisen Vortrag in Annahme und Zuspiel. Dennoch ging auch dieser Satz souverän an die Brückenauer Jungs. Dann konnte Lukas Muth zeigen, dass die Mittelposition die richtige für ihn ist mit guten Blockaktionen und Punkten auch im Angriff. Und weil die Volkacher weiterhin extreme Annahme-Probleme offenbarten, waren die nächsten drei Zähler reine Formsache nach gerade mal 49 Minuten. Für den TV Bad Brückenau ist die Hinrunde damit beendet, Volleyball wird aber schon wieder am 16. Dezember in Römershag gespielt beim traditionellen Integrations-Weihnachtsturnier.


Bezirksklasse Frauen

TG Kitzingen - TSVgg Hausen 2:3 (18:25, 25:20, 19:25, 25:18, 8:15).
Wer viele Spielerinnen hat, kann allerhand ausprobieren. Und so rotierte Hausens Trainer Robert Seller: Julia Rauch vertrat Diagonalspielerin Elli Kühnlein und Sabine Heidt Außenangreiferin Katja Fuchs. Für Stabilität sorgten Vivien Heidt im Zuspiel, Drita Dobra auf Außen sowie die beiden Mittelblockerinnen Vanessa Keßler und Monique Junge. Am souveränen Satzgewinn konnte allerdings nicht angeknüpft werden, weitere Umstellungen waren offensichtlich doch zu viel der Rotation. Robert Seller entschied sich anschließend für seine Formation aus Satz eins, was den Erfolg zurückbrachte. Eigentlich hätte es so weiter gehen können, aber ein schneller Sechspunkte-Rückstand zu Satzbeginn konnte nicht mehr kompensiert werden. Mitte des Satzes wurde die Stammbesetzung eingewechselt, um für den nahenden Tiebreak gerüstet zu sein, was schließlich zu einem klaren 15:8 im Entscheidungssatz führte.

TSVgg Hausen - TSV Iphofen 1:3 (14:25, 24:26, 25:19, 18:25).
Als zu harte Nuss sollte sich für die Hausenerinnen der Tabellenführer erweisen. Im ersten Satz setzte Iphofen die TSVgg-Mädels immer wieder mit guten Aufschlägen unter Druck, sodass Vivien Heidt ihr variantenreiches Zuspiel nicht zur Geltung bringen konnte und damit auch der Angriff nicht die erhoffte Wirkung zeigte. Der zweite Abschnitt lieferte ein Duell auf Augenhöhe - mit einem mehr als ärgerlichen Ende für die Truppe von der Saale, die beim 24:21 gleich drei Satzbälle hatte, um dann doch als Etappenverlierer dastehen zu müssen. "Bemerkenswert, dass der frustrierende Ausgang des vorherigen Satzes die Mädels nicht beeindruckte. Sie zeigten Klasse und setzten sich souverän durch", freute sich Robert Seller über neue Spannung im Spiel. Zum Tiebreak sollte sich allerdings nicht mehr reichen. Einem Rückstand nach holprigem Start liefen die Hausenerinnen lange hinterher, um beim 18:19 dicht vor dem Ausgleich zu stehen, ehe der Favorit mit sechs Punkten in Folge die Aufholjagd beendete. "Wir haben vieles ausprobiert, einiges hat gut geklappt, einiges nicht. Ich bin letztlich zufrieden, weil unter dem Strich die Ergebnisse gegen den Tabellenführer und den Tabellenletzten gestimmt haben", sagte Robert Seller.
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