Großbardorf
Fußball Bayernliga

Der TSV Großbardorf kennt nur ein Ziel

Gegen die stark gestarteten Würzburger Kickers II soll der erste Saisonsieg her
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Zurück zum TSV Großbardorf: Maximilian Mosandl.  Foto: Madrenas
Zurück zum TSV Großbardorf: Maximilian Mosandl. Foto: Madrenas
TSV Großbardorf - Würzburger Kickers II (Mittwoch, 18.30 Uhr)
Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen für die Begegnung zwischen dem TSV Großbardorf und der U23 der Würzburger Kickers kaum sein. Während die junge Mannschaft von Gästetrainer Christian Demirtas ihre beiden Auftaktspiele der noch jungen Saison siegreich beendete, haben die Grabfeld-Gallier erst einen Zähler nach dem Heim-Unentschieden gegen Weiden auf der Habenseite. Zuletzt verlor man das Match beim Aufsteiger Gebenbach mit 0:2.

Diese Niederlage, die von einem äußerst umstrittenen Foulelfmeter eingeleitet wurde, ärgert Stefan Piecha sehr: "Es war ein Abnutzungskampf, in dem von beiden Seiten viele lange Bälle gespielt wurden. Wir hatten vor der Pause nur einige Chancen nach Standards. Nach Wiederbeginn waren wir 20 Minuten lang das klar bessere Team und hatten in dieser Phase zwei Riesenbretter, die wir aber leider ungenutzt ließen. Nach diesem völlig unberechtigten Elfmeter war es gegen diese ausgebuffte Abwehr schwer, doch noch einen Punkt mit zu nehmen", sagt der derzeit verletzte Mittelfeldregisseur der Großbardorfer.
Piecha ist guter Dinge, dass er bald wieder eingreifen kann. Nach einer Meniskusoperation geht es aufwärts. "Ich beginne in dieser Woche mit dem Lauftraining und darf in zwei Wochen mein Knie voll belasten. Natürlich dauert es noch einige Zeit, bis ich wieder mitwirken kann, aber ich hoffe, dass es Mitte bis Ende August soweit ist." Die entscheidende Frage ist aber, ob sein Knie die Belastung aushält. Doch in dieser Hinsicht ist Piecha guter Hoffnung.

"Die Würzburger haben einen sensationellen Start mit ihren zwei Erfolgen hingelegt", sagt Großbardorfs Trainer Dominik Schönhöfer, "sie sind eine spielerisch starke und gut ausgebildete Mannschaft, die zuletzt gegen Bayern Hof auch bewiesen hat, dass sie kämpfen kann." Am Wochenende wandelten die jungen Kickers (Durchschnittsalter: 19 Jahre) einen 0:2-Rückstand gegen Regionalligaabsteiger Hof noch in einen 3:2-Sieg um. "Das wird eine sehr schwierige Aufgabe für uns", glaubt Schönhöfer, der trotz des holprigen Starts volles Vertrauen in sein Team hat. "Ich bin überzeugt, dass meine Jungs nach diesem Start keinen Knacks erlitten haben. Die Elf ist in sich gefestigt und wird gegen Würzburg wieder Vollgas geben."


Eine Wundertüte

Piecha ist nicht nur gespannt, wie sich sein TSV präsentieren wird, sondern auch, wie die Gäste nach ihrem Traumstart auftreten werden: "Eine zweite Mannschaft ist schwer einzuschätzen. Sie ist immer eine Wundertüte." Die Frage ist sicher auch, mit welcher Besetzung die Gäste antreten werden. So fehlte gegen Hof Onur Ünlücifci, der im ersten Spiel in Amberg einen Dreierpack geschnürt hatte.
Für TSV-Coach Dominik Schönhöfer gibt es nur ein Ziel: "Wir müssen unser Spiel durchsetzen, die Gäste unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen. Dann können wir sicher auch Würzburg schlagen." Dieser Ansicht schließt sich Piecha an, der hinzufügt: "Wir müssen effektiver werden und unsere Chancen, die wir sicher auch wieder herausspielen werden, besser nutzen. Dann wird es auch zum ersten Dreier reichen."


Mosandl kommt zurück

Ob eine Spielberechtigung für den jüngsten Neuzugang Maximilian Mosandl vorliegt, ist noch offen. Der 24-Jährige kehrt nach fünf Jahren beim VfL Sportfreunde Bad Neustadt zu dem Verein zurück, für den er schon von der U13 bis U19 zwischen 2006 und 2012 aktiv war. Mit 33 Treffern war Mosandl in der vergangenen Saison der Torschützenkönig der Kreisliga Rhön. "Wir sind uns sicher, dass er sich ganz schnell an das Tempo der Bayernliga gewöhnt und hier fußballerisch noch einmal einen großen Sprung machen kann", sagt TSV-Sportleiter Andreas Lampert. Mosandl habe sich den Entschluss nicht leicht gemacht: "Ich hatte zuletzt tolle fünf Jahre in Bad Neustadt, aber mich reizt es, jetzt einfach noch einmal zu schauen, was sportlich geht."
Auch Mosandls früherer Jugendtrainer kehrt nach Großbardorf zurück: Hansjürgen Ragati (50) wird künftig den 2004er-Jahrgang in der U15-Kreisliga-Rhön trainieren. Ragati war zuletzt in der Saison 2015/16 für die DJK Waldberg verantwortlich. Davor war er von 2011 bis 2014 Cheftrainer der Grabfeld-Gallier. Günter Madrenas
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