LKR Bad Kissingen
Volleyball

Zwei Tabellenführer von der Saale und der Lauer

Während Hammelburgs zweite Garde weiter auf das erste Erfolgserlebnis wartet, läuft es bei den Frauen umso besser.
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Rettungsaktion am Spielfeldrand: Während am Netz leichte Verzweiflung abzulesen ist, wird dahinter der Ball wieder scharf gemacht im Spiel der Hammelburgerinnen. Foto: ssp
Rettungsaktion am Spielfeldrand: Während am Netz leichte Verzweiflung abzulesen ist, wird dahinter der Ball wieder scharf gemacht im Spiel der Hammelburgerinnen. Foto: ssp

Landesliga Männer

TV/DJK Hammelburg II - TSV Zirndorf II 1:3 (22:25, 25:18, 22:25, 18:25).

Personell stand dieser Spieltag unter einem sehr guten Stern angesichts der zwölf zur Verfügung stehenden Spieler. Zu große Nervosität zu Beginn spielte allerdings dem Gegner in die Karten, der schnell mit fünf Punkten führte. Dann wurde der Rhythmus gefunden und der Rückstand verringert, auch dank der Einwechslung des Jungtalents David Baden. Allerdings war der Vorsprung des Gegners nicht mehr aufzuholen. Um im zweiten Satz den Block zu stärken, kam Philipp Hennig als Zuspieler, was sich auszahlen sollte. Es keimte Hoffnung auf, endlich einmal die gezeigte Leistung bis zum Schluss durch zuziehen, doch brachten Kleinigkeiten das Ganze immer wieder zum Kippen. Hier eine schwache Annahme, da ein verschlagener Aufschlag. Somit mussten die Zirndorfer nicht mehr als nötig tun, denn die Punkte wurden von Hammelburg zu oft geschenkt. Beim Wechsel in den vierten Satz motivierten sich die Saalestädter noch einmal, doch die Form aus dem zweiten Satz sollte nicht mehr gefunden werden, sodass die TV/DJK-Jungs wie schon so oft in der Saison am Ende ohne jeden Punkt vom Feld schlichen.

TV/DJK Hammelburg II - TV Bad Windsheim 0:3 (10:25, 15:25, 10:25).
Eigentlich sollte man über dieses Spiel den Mantel des Schweigens hüllen, denn gegen den Spitzenreiter sah man von Anfang an wie der klare Verlierer aus. Die Bad Windsheimer zeigten sofort, wer dieses Spiel mit vollem Einsatz gewinnen will, und so wechselte man nach gerade mal 14 Minuten schon die Seiten. Satz zwei ging ähnlich schnell und klar in die Hose. "Es wäre nicht fair, einen Spieler besonders herauszuheben oder allein für den klaren Verlust verantwortlich zu machen", sagte Trainer Oliver Burtchen. Im dritten Satz durften sich nochmal Spieler zeigen, die sonst nicht so viel Einsatzzeiten bekommen. "Sie probierten ihr Bestes, aber gegen einen Gegner dieses Kalibers ist es unheimlich schwer, Punkte zu machen oder gar einen Satzgewinn zu schaffen", so Burtchen. Damit wartet die Mannschaft weiter auf das erste Erfolgserlebnis.


Landesliga Frauen

TV/DJK Hammelburg II - TV Fürth 3:0 (25:16, 25:15, 25:16).
Das war ein gelungenes Muskelspiel der Hammelburgerinnen, die dem Gegner aus Mittelfranken nicht den Hauch einer Chance ließen. Beginnend mit dem ersten Satz, der beim Stand von 20:10 vorentschieden war. Ausgeglichen begann der nächste Abschnitt, aber die geringe Zahl von Eigenfehlern und clevere Punkte von Julia Henke machten den letztendlich deutlichen Unterschied, sodass einige individuelle Schwächen nicht ins Gewicht fallen sollten. Dass der dritte Satz ähnlich einseitig verlief, lag auch an der stabilen Annahme sowie der guten Angriffsleistung von Paula Hepp. In nur 64 Minuten war der Gegner abgefertigt.

TV/DJK Hammelburg II - TSV Röttingen 3:0 (25:23, 25:15, 25:16).
Ein bisschen Spannung muss doch sein - dachten sich wohl die Gastgeber, die bis zum 24:17 mit viel Enthusiasmus aufspielten und jede Menge Kampfgeist in die Waagschale warfen. Aber eine kleine mentale Auszeit, brachte Röttingen zurück ins Spiel, ehe der siebte Satzball saß. Gezittert werden musste auch in der Folge, weil der Start in Satz zwei arg holprig geriet. Erst starke Aufschläge von Sabina Schlereth zur 12:10-Führung brachte die nötige Sicherheit und Souveränität zurück. Der dritte Satz nahm einen ähnlichen Verlauf mit einem anfänglichen Rückstand und einem Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum 13:13. Die zurückkehrende Euphorie und starke Angaben bescherten den nächsten Sieg - und sogar die Tabellenführung.


Bezirksliga Männer

TSV Großheubach - TSV Münnerstadt 2:3 (22:25, 22:25, 25:23, 25:21, 9:15).

Wie im Hinspiel entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Der TSV Münnerstadt lag im ersten Satz stets in Führung und hielt den Vorsprung bis zum Satzgewinn. In der Folge erarbeiteten sich die Lauertaler einen Sechspunkte-Vorsprung, der in einer Phase wieder schmolz, als der Angriff der Münnerstädter den teilweise gestellten Dreier-Block der Großheubacher nicht überwinden konnte. Aber es reichte doch zum zweiten Satzgewinn. Im dritten Satz lag Münnerstadt bis kurz vor Ende in Führung und war sichtlich überrascht, dass Großheubach im Endspurt noch vorbeizog. Nun glaubte Großheubach wieder an sich, gab Paroli und sicherte sich den Einzug in den Tie-Break. Dann endlich konnte sich Münnerstadt wieder aufraffen und führte beim Seitenwechsel mit 8:5. Die Annahme hatte sich stabilisiert, so dass Zuspieler Uwe Knipping seine Angreifer variabel einsetzen konnte, die ihrerseits die Bälle im gegnerischen Feld versenkten.

TSV Lengfeld II - TSV Münnerstadt 0:3 (14:25, 25:27, 12:25).
Die Lengfelder, die im Hinspiel Münnerstadt 3:2 schlagen konnten, waren im ersten Satz völlig chancenlos. Münnerstadt spielte sehr konzentriert und baute die Führung zum hohen Satzgewinn aus. Danach ließ es Münnerstadt etwas zu locker angehen und brachte damit Lengfeld zurück ins Spiel. Da Münnerstadts Spielertrainer bereits zwei Auszeiten genommen hatte, wurde in der Endphase des zweiten Satzes Stefan Basmer eingewechselt, um die Abwehr zu stabilisieren. Beim 22:24 konnten zwei Satzbälle der Lengfelder abgewehrt und schließlich der eigene zweite Satzball zum Satzgewinn genutzt werden. Damit war der Widerstand der Lengfelder gebrochen. Münnerstadt nutzte den Schwung, um auch den dritten Satz souverän zu gewinnen. Mit den fünf gewonnen Punkten eroberte der TSV Münnerstadt die Tabellenspitze in der Bezirksliga, die sich der TSV Eibelstadt II allerdings nächstes Wochenende zurückholen kann.


Bezirksklasse Männer


TV Bad Brückenau - TSV Röttingen 0:3 (20:25, 18:25, 16:25).
Für die verhinderte Trainerin Maika Herbert übernahm Alexander Mun das Coaching, während für den verletzten Zuspieler Matthias Schulz der erfahrene Matthias Fabinger in die Bresche sprang. Im ersten Satz begannen die Sinnstädter gut dank überzeugender Blockarbeit sowie der vielen Punkte von Daniel Mun und Eduard Schwab. Ab dem 15:15 schlichen sich ärgerliche Aufschlagfehler ein, was den Weg zum Röttinger Etappensieg ebnete. Satz zwei ging eindeutig an den Gegner, der sich in der Folge die Butter nicht mehr vom Brot nehmen ließ und nach nur 60 Minuten die drei Punkte eingefahren hatte.

TV Bad Brückenau - TSV Münnerstadt II 3:0 (25:20, 25:12, 25:18).
Zumindest im ersten Satz hatte die Reserve aus dem Lauertal ordentlich mitgehalten. Besonders Mittelangreifer Tobias Böhm gelang es, die von Andre Hochmuth gestellten Bälle mit druckvollen Angriffsschlägen im gegnerischen Feld zu platzieren. Die Gedanken, dass man vielleicht den zweiten Satz für sich verbuchen könnte, schwanden sehr schnell. Serien von Fehlern in den Mürschter Reihen führten dazu, dass man mit 4:12 in Rückstand geriet. Frischen Wind brachte Peter Kaiser ins Spiel der Mürschter, als er beim Stand von 7:19 zum Einsatz kam und mit toller Sicherungs- und guter Angriffsleistung glänzte. Der dritte Satz war umkämpft, blieb aber für die Münnerstädter erneut ohne zählbaren Erfolg. In Reihen des Siegers hatte Neuzugang Lukas Muth, der bisher wenig Einsatzmöglichkeiten hatte, seine Chance nutzen können. Stefan Winkler und Alexander Melser machten bei langen Ballwechsel die entscheidenden Punkte.

TSV Röttingen - TSV Münnerstadt II 3:0 (25:12, 25:10, 25:10).
Mit der Mannschaft vom TSV Röttingen trafen die Mürschter in ihrem zweiten Spiel auf den stärkeren Gegner, der bereits den TV Bad Brückenau mit 3:0 geschlagen hatte. Frank Röhlich, der auf die Liberoposition gewechselt hatte, entschärfte mehrere Angriffe der Röttinger und hielt den Ball im Spiel. Besonders am Anfang des zweiten Satzes sorgten die Mürschter für fast ausgeglichene Verhältnisse und blieben bis zum 6:6 auf Augenhöhe mit den Röttingern. Die weiteren Versuche einer Gegenwehr blieben aber zumeist erfolglos. Zu selten gelang ein konzentrierter Spielaufbau, sodass sich die Mürschter Angreifer Stefan Demling, Thomas Bauer und Hannes Bührig nur gelegentlich gegen den Röttinger Block durchsetzten. spion

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