Hammelburg
volleyball 3. liga frauen

Über Laugenstangen, Adrenalin und die Qualitäten im Aufschlag von Hammelburgs Damen

Tabea Lang zwingt mit ihren Aufschlagsserien Chemnitz in die Knie. Warum Trainer Oliver Möller trotzdem nicht mit feiern geht:
Artikel einbetten
Unser Bild zeigt Hammelburgs Theresa von Waldenfels (links) und "Aufschlagsqueen" Tabea Lang bei der erfolgreichen Blockabwehr. Foto: ssp
Unser Bild zeigt Hammelburgs Theresa von Waldenfels (links) und "Aufschlagsqueen" Tabea Lang bei der erfolgreichen Blockabwehr. Foto: ssp
TV/DJK Hammelburg - PSV Chemnitz 3:1 (25:17, 25:18, 22:25, 25:17).

Wie hält man fast zehn Stunden am Stück in der Saaletalhalle aus, Olli Möller? "Mit einer wohlverdienten Laugenstange und sauren Gummibärchen, die mich über den Tag gerettet haben", sagt er und lacht. Wahrscheinlich war auch eine ordentliche Portion Adrenalin dabei, denn erst sah er den Heimsieg seiner Damen gegen PSV Chemnitz, danach wirkte er beim Sieg der Männer gegen Leipzig aktiv mit. "Für heute reicht es aber mit Volleyball", so seine Meinung nach dem Leipzig-Spiel. Da stand die Uhr auf kurz vor 23 Uhr. Die TV/DJK-Mädels feierten zu später Stunde ihren Sieg, den Geburtstag von Theresa von Waldenfels, aber auch Tabea Lang. Die war es, die mit ihren Aufschlagsserien das Spiel gegen Chemnitz bestimmte. Im ersten Satz hatte Hammelburg noch Startschwierigkeiten und lag mit 1:6 zurück. Doch Stück für Stück knabberten die Hammelburgerinnen am Rückstand, und nach einer von Möller genommen Auszeit machte Lang mit ihren Aufschlägen ordentlich Druck. Das verunsicherte die Chemnitzerinnen entscheidend, die ohne die frühere Nationalspielerin Corina Ssuschke-Voigt angetreten waren.
Im zweiten Satz schlugen Möllers Damen fokussiert auf, verloren nie die Kontrolle und stellten den Gast vor nicht zu lösende Probleme. Im dritten Durchgang verloren die Hammelburgerinnen nach gutem Beginn den Faden. "Da waren wir uns vielleicht ein bisschen zu sicher", versuchte sich Möller an einer Erklärung. "Chemnitz hat sich aber das ganze Spiel über gewehrt, sie sind absolut zu Recht in dieser Liga." Der PSV spielte clever und zeigte eine gute Blockabwehr, "deshalb haben sie diesen Satz nicht unverdient gewonnen", so Möller. Im entscheidenden Durchgang aber zeigte Tabea Lang wieder ihre Qualität im Aufschlag, so dass die TV/DJK-Damen verdient als Sieger aus der Halle gingen. "Die geforderte 180-Grad-Wende kam und ich bin froh, dass wir gewonnen haben", sagte ein zufriedener Oliver Möller. Nach diesem Wahnsinns-Tag in der Saaletalhalle hatte er sich eine zweite Laugenstange mehr als verdient.
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren