Hammelburg
Volleyball 3. Liga Frauen

Stehende Ovationen für die Hammelburger Damen

Im Tie-Break knistert es gewaltig zwischen dem TV/DJK und dem TSV Eiselfing. So sehr, dass sich kaum noch ein Fan auf den Sitzen hält.
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Die siegreichen Hammelburger Damen mit ihrem Coach Oliver Möller.  Foto: Oliver Wendt
Die siegreichen Hammelburger Damen mit ihrem Coach Oliver Möller. Foto: Oliver Wendt
TV/DJK Hammelburg - TSV Eiselfing 3:2 (25:21, 25:21, 16:25, 19:25, 15:12).

"Wie das Publikum hinter uns stand und heute hier Lärm gemacht hat, war einfach fantastisch", fand TV/DJK-Coach Oliver Möller kaum das richtige Vokabular für die stehenden Ovationen und Siegesgesänge der Zuschauer. Die Partie gegen Eiselfing war alles andere als ein gemütlicher Brunch zur Mittagszeit, es wurde erstklassige Volleyballkost serviert.
Wer erwartete, dass die Gäste nach deren Samstagsspiel in Chemnitz etwaige Ermüdungserscheinungen offenbaren würde, suchte diese vergeblich. "Eiselfing ist genauso aufgetreten wie von mir prophezeit", sagte Möller, dessen Mädels in der ersten Phase des Fünf-Satz-Krimis stets die besseren spielerischen Mittel hatten. Vor allem im Aufschlag und im Angriff wollte sich das Hammelburger Druckventil gar nicht mehr schließen lassen und so verdiente sich vor allem Außenangreiferin Linda Urbaniec Bestnoten.


Ausfall der Gegnerin

Kleiner Schockmoment beim 20:13, als sich die Mittelblockerin der Gäste am Knöchel verletzte und das Spiel für mehrere Minuten unterbrochen war. Hammelburg verlor nach dieser unfreiwilligen Pause etwas den Faden, was dem Satzgewinn aber nicht im Weg stand. "Dass Einselfing nach dem Ausfall ihrer Spielerin noch einmal so eine Trotzreaktion zeigt, verdient allerhöchsten Respekt", so Möller, der zusammen mit den gut 120 Zuschauern weiterhin das viel zitierte Duell auf Augenhöhe verfolgte. "Wie meine Mädels nach Verletzung und Rückstand nie aufgegeben haben, ist klasse", fand Randy Haidlinger, Coach der Eiselfingerinnen, lobende Worte für seine Damen. "Die haben ihre Sätze hauptsächlich durch ihre Aufschläge gewonnen", analysierte Zuschauer Hans-Josef Fell die Eiselfinger Erfolgsstrategie präzise. Weil beide Teams keine Lust auf einfache Punkte hatten und viele "unmögliche" Bälle noch vom Boden kratzten, kam es teilweise zu langen Ballwechseln, die das Attraktivitätsniveau noch einmal steigerte.
Im Tie-Break knisterte es gewaltig in der Saaletalhalle und kaum einen Fan hielt es noch auf den Sitzen. Beim Seitenwechsel stand es 6:8 für Eiselfing, als erneut Hammelburgs "siebter Mann" eingewechselt wurde. Und so erkämpften sich hoch konzentrierte Saaledamen die Führung und legten eine gelungene "Siegerchoreo" aufs Parkett, die vor allem dem tollen Hammelburger Publikum galt.
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