Hammelburg
Volleyball 2. Bundesliga

In der Saaletalhalle springt der Funke über

Mit dem beeindruckenden Erfolg über Rüsselsheim hat das Projekt Klassenerhalt endgültig Fahrt aufgenommen.
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Hammelburg hält zusammen: Kein Durchkommen gibt es hier für den Rüsselsheimer Georg Wolf. Zu gut steht der Block der Saalestädter mit Felix Bendikowski, Michael Schottdorf und Branko Damjanovic. Rechts: Libero Olli Möller. Foto: ssp
Hammelburg hält zusammen: Kein Durchkommen gibt es hier für den Rüsselsheimer Georg Wolf. Zu gut steht der Block der Saalestädter mit Felix Bendikowski, Michael Schottdorf und Branko Damjanovic. Rechts: Libero Olli Möller. Foto: ssp
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TV/DJK Hammelburg - TG Rüsselsheim II 3:1 (25:16, 25:18, 20:25, 25:20).
Tado Karlovic hat ja so Recht. "Der Funke muss von unten nach oben springen", sagte der TV/DJK-Coach später in der Analyse. Und das hatte seine Mannschaft diesmal geschafft, die das Publikum regelrecht euphorisierte. Von einem "perfekten Spiel in den ersten beiden Sätzen" sprach Karlovic, der Olli Möller wieder als Libero und Lukas Spachmann als Außenangreifer aufgestellt hatte. Kurzum, es war der Schlüssel zum Erfolg, weil der Routinier zur emotionalen Instanz auf dem Feld wurde, während der Blondschopf reihenweise für spektakuläre Punkte sorgte, zusätzlich gelungene Abwehraktionen einstreute, sich damit die Gold-MVP-Auszeichnung redlich verdiente.


Keine Ausreden

Über Durchschnitt spielte das komplette Team, in dem auch Zuspieler Bruno Simunic mit wenigen Ausnahmen einen prima Job erledigte. Und das gegen die Erstliga-Reserve aus dem oberen Tabellen-Tableau. Gegen einen Aufsteiger, der zwar auf einige Spieler, darunter 2,06-Meter-Mann Aljoscha Grabowski verzichten musste, aber immer noch genügend Talent und Qualität mit an die Saale gebracht hatte. Wie die beiden Außenangreifer Philipp Schumann und Anton Borger, den Bruder der Olympia-Beachvolleyballerin Karla Borger. "Dass einige gefehlt haben, zählt nicht. Uns hat in den ersten beiden Sätzen die Körpersprache gefehlt, die uns sonst auszeichnet. Und dann wird es halt schwer, sich da wieder rauszuziehen", sagte TG-Coach Jens Blöcher, "Aber das war heute auch ein bärenstarker Gegner, der sehr konsequent gespielt hat. Und uns fehlte der Mut. Wir waren oft zu zögerlich", so Blöcher.


Einseitiges Muskelspiel

Es war zunächst tatsächlich ein überraschend einseitiges Muskelspiel mit einem souveränen ersten Satzgewinn der Hammelburger, die im zweiten Abschnitt etwas mehr zu kämpfen hatten, ab dem 8:7 aber den nächsten Lauf hinlegten, weil es neben Spachmann auch Branko Damjanovic, Henning Schulte und Felix Bendikowski ordentlich krachen ließen Auf viel Routine auf dem Feld hatte Karlovic gesetzt, sodass die Jungstars Oscar Benner und Lorenz Karlitzek diesmal wenig Einsatzzeiten bekamen. Routine, die unter anderem Michi Schottdorf zur Geltung brachte, der sein Kompliment ans ganze Team richtete. "Wir haben endlich mal wieder gezeigt, was wir drauf haben. Ich freue mich, dass ich selbst ein paar gute Blocks setzen konnte, solche Aktionen beflügeln natürlich. Und wir haben uns auch vom verlorenen dritten Satz nicht aus der Ruhe bringen lassen", sagte der 33-Jährige gewohnt bescheiden. Es waren kleine Hammelburger Schwächen, die die Hessen zurück ins Spiel brachten. "Der Gegner hat einfach die Klasse zurückzukommen. Und es war natürlich schwer, das Niveau der ersten beiden Sätze zu konservieren", sagte Karlovic, dessen Ansprachen an die Spieler nun intensiver wurden.
Wie die Unterstützung von den Rängen. Die 400 Fans unterstützten ihre Mannschaft fantastisch. Rückhalt, der viele enge Phasen überstehen ließ. Erst mit dem Punkt zum 23:19 war die Vorentscheidung gefallen. "Wir mussten um jeden Punkt hart kämpfen. Ich bin froh, dass das Jahr jetzt zu Ende ist und wir bis zum nächsten Spiel am 7. Januar einige Wunden lecken können. Ein gesundes neues Jahr wünsche ich allen, auch unseren Gegnern", sagte Karlovic. Das Unternehmen Klassenerhalt, es geht erst richtig los.
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