Hammelburg
Volleyball

In Hammelburg: Mission "Sack zumachen!"

Am Doppel-Heimspieltag wollen Damen wie Herren den Ligaverbleib perfekt machen, und das vor hoffentlich großer Kulisse.
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Solche Jubelbilder wollen die Zuschauer auch beim Heimspiel gegen Friedrichshafen sehen.  Foto: ssp
Solche Jubelbilder wollen die Zuschauer auch beim Heimspiel gegen Friedrichshafen sehen. Foto: ssp
TV/DJK Hammelburg - SV Lohhof II (Samstag, 16 Uhr)
TV/DJK Hammelburg - Friedrichshafen (Samstag, 20 Uhr)
"Wenn wir heute gewinnen und die gegen die verlieren, dann..." Diese oder ähnliche Rechenspiele kennt wohl jeder, der sich selber mal mit einer Mannschaft im Abstiegskampf befunden hat. Liga-Arithmetik, mit der sich Oliver Möller und Tado Karlovic an diesem Doppel-Heimspieltag allerdings weniger beschäftigen, vielmehr mit zwei Siegen eine weitere Saison in der dritten Liga und der zweiten Bundesliga betonieren wollen.


Mehrere Konstellationen

Bei den TV/DJK-Damen (8./21) ist die Tabellensituation eindeutig: "Entweder wir machen einen Punkt oder Friedberg holt im Parallelspiel keinen, dann sind wir durch", erklärt Möller die Konstellation in der dritten Liga. Bei den TV/DJK-Herren (6./33) hingegen stellt sich die Lage etwas komplexer dar. "Um allen Eventualitäten aus dem Wege zu gehen, müssen wir am Ende der Saison Neunter sein", sagt Karlovic.
Während das Volleyballinternat aus Friedrichshafen (13./0) außer Konkurrenz aufschlägt, steigen Platz elf und zwölf direkt in die dritte Liga ab. Spannend wird es für das Team, welches am am Ende den zehnten Platz belegt. Wagt Eltmann im Falle der Meisterschaft den Schritt in Liga Eins, würde eine Mannschaft aus der ersten Liga absteigen und das Team auf Platz zehn wäre sicher dabei. Verzichtet der Meister allerdings auf den Aufstieg und eine Mannschaft steigt beispielsweise aus finanziellen Gründen ab, dann müsste auch das Team auf Platz zehn zwangsläufig den Platz räumen.

Nicht nur seit dem sensationellen Erfolg gegen Ligaprimus Eltmann zeigt das Leistungsbarometer der Hammelburger Jungs positiven Ausschlag. Gegen das junge Internatsteam aus Friedrichshafen soll demnach nicht gerechnet, sondern mit einem Sieg der Ligaverbleib endgültig klar gemacht werden. Dass am Ende drei Punkte auf der Habenseite stehen, ist für den Hammelburger Trainer dabei alternativlos: "Die jungen Talente vom Bodensee sind heuer nicht so stark wie das Team vom vergangenen Jahr", berichtet Karlovic.


Möllers Wunschzettel

Damals hatten die Volley Youngstars von Trainer Adrian Pfleghar beachtliche sieben Spiele gewinnen können. Heuer freuen sich die Jungs aus der Talentschmiede über jeden gewonnenen Satz. "Mir ist besonders wichtig, dass sich mein Team vor unserem tollen Heimpublikum in bester Spiellaune präsentiert, das haben unsere Fans verdient", fordert Karlovic vollen Einsatz, der immer noch vom tollen Fansupport beim Eltmann-Spiel schwärmt. Eine fantastische Heimkulisse steht auch bei Oliver Möller auf dem Wunschzettel, der wieder eine spektakuläre Doppelrolle innehat. Erst läuft er sich als Coach an der Seitenlinie seiner Damenmannschaft warm, um sich dann das Liberotrikot für das folgende Bundesligaspiel überzustreifen. "Ich bin wie immer bis ins Mark motiviert", freut sich der Hammelburger Tausendsassa auf die schwierige Aufgabe gegen das junge und dynamische Team aus Oberbayern.

"Mit Lohhof (4./27) und dem designierten Meister Augsburg haben wir ein ganz fettes Restprogramm", weiß der Coach. "Auch wenn wir beide Spiele vor unserem tollen Heimpublikum bestreiten dürfen." Das kleine Lohhof gilt seit vielen Jahren als Talentschmiede des deutschen Volleyballsports, und mit Elisabeth Kettenbach haben sie ein echtes Zuspieljuwel in ihren Reihen. Die 15-Jährige gilt als große deutsche Nachwuchshoffnung inklusive mehrerer Einsätze in der Jugendnationalmannschaft. "Unser Fokus sollte sich nicht auf Elisabeth beschränken, denn wenn sie ausfällt, wechselt sich deren Trainerin ein", gibt Möller zu bedenken, der großen Respekt vor den spielerischen und taktischen Fähigkeiten von Claudia Mürrle hat. "Wir wollen einfach diesen einen Punkt, das wäre für Mannschaft und Verein einfach toll."
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