Hammelburg
Volleyball 2. bundesliga

Friedrich Fells flotte Floater

Mit dem klaren 3:0-Erfolg über Friedrichshafen haben die Hammelburger Jungs den Klassenerhalt geschafft und können demnächst befreiter aufspielen.
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Hammelburgs Felix Bendikowski und Friedrich Fell (rechts) blocken den Ball von Friedrichshafen erfolgreich ab.  Foto: Hopf
Hammelburgs Felix Bendikowski und Friedrich Fell (rechts) blocken den Ball von Friedrichshafen erfolgreich ab. Foto: Hopf
TV/DJK Hammelburg - VYS Friedrichshafen 3:0 (25:12, 25:14, 25:16).

Man lernt nie aus - dieses bekannte Sprichwort gilt natürlich auch für Sportjournalisten. Wer sich vorher nicht vorstellen konnte, was ein "Floater" ist, wurde beim Spiel des TV/DJK gegen Friedrichshafen eines Besseren belehrt.

Wie bereits eine Woche zuvor in Eltmann zeigte Hammelburgs Mittelblocker Friedrich Fell, was für fiese Flatteraufschläge er drauf hat. "Wie in Eltmann hatte ich das Gefühl für die Aufschläge", sagte er mit einem verschmitzten Lächeln. Wenn's läuft, dann läuft's halt. "Ich habe meine MVP-Medaille dem Friedrich angeboten", erklärte Hammelburgs Kapitän Felix Bendikowski, der vom gegnerischen Trainer Adrian Pfleghar zum Spieler des Spiels gewählt wurde.

Die ersten beiden Durchgänge verliefen eindeutig für die Saalestädter. Von Anfang an punkteten die Hammelburger schnell gegen die jungen Spieler aus dem Volleyballinternat aus Friedrichshafen, die in der 2. Bundesliga außer Konkurrenz mitspielen. "Wir haben ein Sonderspielrecht, weil für die nötige Erfahrung in diesem Alter die 2. Bundesliga ein Muss ist, um sich im Volleyball weiterzuentwickeln", sagte Trainer Adrian Pfleghar. Ob es nicht unmotivierend sei, jedes Mal so weit zu Auswärtsspielen zu reisen und kein Spiel zu gewinnen? "Die Jungs machen es, weil sie Spaß am Sport haben und sie wollen auch gewinnen. So gehen sie jedes Mal in das nächste Spiel", erklärte er.

Pech hatten die Volley-Youngstars, bei denen der Jüngste 14 und der Älteste 18 Jahre alt ist, vor allem mit der niedrigen Hallendecke. "Wir trainieren in einer Halle mit internationalen Dimensionen. Deshalb müssen wir in Kauf nehmen, bei Auswärtsfahrten andere Hallengrößen vorzufinden. Und da kann es schon sein, dass wir einen oder zwei Sätze brauchen, um uns an die Deckenhöhe zu gewöhnen", erklärte Friedrichhafens Coach. Im dritten Durchgang hatten sie sich daran gewöhnt, und ab da klappte es besser für die jungen Friedrichshafener.

"Es lag diesmal nicht an der Pause, dass wir uns nicht richtig absetzen konnten, sondern am Gegner, der uns mehr unter Druck gesetzt hat", gestand Lukas Spachmann. Friedrichhafen agierte mit neuem Selbstbewusstsein, sodass sich Hammelburg nicht mehr so eindeutig wie in den Sätzen zuvor absetzen konnte. Erst als Fell mit seinen beschriebenen Floatern und einer Aufschlagserie ab dem 22:16 den Schlusspunkt setzte, war es um Friedrichshafen geschehen. Deshalb gehört dem Mittelblocker auch das Schlusswort: "Es wurde zwar eng im dritten Satz, aber wie sind drangeblieben. Das Spiel hat wieder richtig Spaß gemacht!" Erst recht, weil mit dem Sieg der Klassenerhalt beschlossene Sache ist.
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