Hammelburg
Volleyball

Ein Netzwerker kehrt zum TV/DJK zurück

Mit Jochen Hauke übernimmt beim Zweitligisten TV/DJK Hammelburg ein alter Hase des Volleyballsports die Position des Sportdirektors.
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Sie garantieren professionelle Strukturen beim Volleyball-Zweitligisten TV/DJK Hammelburg: Abteilungsleiter Matthias Benner (links) und der neue Sportdirektor Jochen Hauke. Foto: Olly Wendt
Sie garantieren professionelle Strukturen beim Volleyball-Zweitligisten TV/DJK Hammelburg: Abteilungsleiter Matthias Benner (links) und der neue Sportdirektor Jochen Hauke. Foto: Olly Wendt
Während die Teams der Saalestädter noch die trainingsfreie Zeit genießen, laufen bei den Verantwortlichen die Planungen auf Hochtouren. Mitten im Geschehen: Jochen Hauke. "Mit Jochen unterstützt uns ein echter Profi, der mit viel Elan, Sachverstand und einem großen Netzwerk unsere Abteilung aktuell wie auch künftig nach vorne bringen kann", freut sich Abteilungsleiter Matthias Benner über das Engagement des diplomierten Sport- und Marketingmanagers. Schon lange war es ein Wunsch der Abteilungsführung, ein Bindeglied zwischen Vorstandschaft und Trainer zu installieren. Mit Hauke haben die Verantwortlichen nun eine Idealbesetzung gefunden, für dessen Engagement es keinerlei Überredungskünste bedurfte. "Jochen war sofort Feuer und Flamme", berichtet Frank Jansen von der Spontanzusage.

Wenn man Hammelburgs "Neuzugang" derzeit erlebt, hat er entweder das Handy am Ohr oder "whatsappt" mit Spielern, Trainern oder Funktionären. Der große Pool an Kontakten ist mehr als hilfreich, denn es gilt den Kader für das Herrenteam in der 2. Bundesliga und die Damen in der Dritten Liga auf die Beine zu stellen. Haukes vornehmlicher Fokus gilt hingegen Zukünftigem: "Um unseren Standortnachteil auszugleichen, müssen wir unsere Fühler rechtzeitig nach Spielern und Trainern ausstrecken und fragen, ob deren Weg nicht irgendwann über Hammelburg führt." Das Handeln des Netzwerkers ist stets strukturiert, sein Vorgehen konzeptionell. Und sein manchmal militärischer Ton ist dem Vater einer Tochter durchaus bewusst: "Ich war eben zwölf Jahre bei der Bundeswehr, das hat sich festgesetzt", schmunzelt der ehemalige Zeitsoldat, der im zivilen Leben als Logistikleiter tätig ist. Hauke sprüht vor Ideen: "Manchmal muss man Jochen auch ein wenig einfangen, wenn er wieder wie ein wild gewordenes Tier durch die Gegend rennt", frotzelt Frank Jansen, den seit Jahren eine innige Freundschaft mit der Familie Hauke verbindet.


Bemerkenswerte Vita

Als Spieler lernte der gebürtige Hesse sein Handwerk im Volleyballinternat Höchst. Es folgten Stationen bei diversen Bundesligavereinen (USC Gießen, VBC Paderborn, DJK Delbrück, SG Eschenbacher Eltmann) und in der Sportfördergruppe der Bundeswehr. Bei Dellbrück spielte er mit zusammen mit Olli Möller, der seinen Teil dazu beigetragen hat, dass der 40-Jährige auch privat sein Glück in Hammelburg gefunden hat. "Olli hat mich damals überredet, beim Hammelburger Freiluftturnier mitzuspielen", verrät Hauke. Dort lernte er Katharina Pfennig kennen, selber Volleyballerin und Tochter von TV/DJK-Urgestein Bernhard Pfennig. Mit Katharina wird Jochen noch in diesem Monat den Bund der Ehe eingehen. "Ich kreise also schon länger im Hammelburger Volleyballorbit", so Hauke, der zudem als Trainer die Damen des TSV Lengfeld in der Landesliga betreut. Auch in puncto Vereinsmanagement kann Hauke eine beachtliche Biografie vorweisen: Er war Sportdirektor bei der SG Eschenbacher Eltmann (1. Bundesliga), später beim VC Franken. Weiter führte ihn sein sportlicher Weg nach Oberbayern, wo er unter anderem als "Champions League Organizing Director" für das Bundesligateam Generali Haching tätig war. Zuletzt war Hauke für den Bezirk Unterfranken aktiv.


Mehr Regionalität bieten

Ein besonderes Anliegen ist Hauke die neue Jugendakademie in Hammelburg: "Wir wollen wieder verstärkt in unsere Jugend investieren, um mittel- bis langfristig Spielern aus der Jugendakademie und Spielern aus der Umgebung eine Talentsichtung sowie ein Sprungbrett in die Bundesliga zu bieten." Es ist eben alles verwoben in Haukes Volleyballwelt, von Jugend bis hin zur Bundesliga: "Wir wollen mehr Regionalität, deshalb lasst uns die Jugendakademie mit Leben füllen."
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