Hammelburg
Volleyball 2. Bundesliga

Die Saalestädter wollen Ruhestörer sein

Trotz klarer Rollenverteilung hadert Hammelburgs erste Volleyballgarde vor dem Spiel in Leipzig nicht mit ihrem Schicksal.
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Mit 18 Punkten stehen die TV/DJK-Herren (von links Henning Schulte, Oliver Möller und Branko Damjanovic) auf dem elften Rang und damit auf einem direkten Abstiegsplatz, doch ergeben will sich Hammelburg nicht. Foto: ssp
Mit 18 Punkten stehen die TV/DJK-Herren (von links Henning Schulte, Oliver Möller und Branko Damjanovic) auf dem elften Rang und damit auf einem direkten Abstiegsplatz, doch ergeben will sich Hammelburg nicht. Foto: ssp
Volley Leipzig - TV/DJK Hammelburg (Samstag, 19 Uhr)

In der Tabelle trennen beide Teams nur drei Punkte, doch für den Hammelburger (11./18) Trainer Tado Karlovic, sind die Rollen vor dem Auswärtsspiel gegen die L.E. Volleys (8./21) aus Leipzig klar verteilt: "Wir sind heute krasser Außenseiter, denn Leipzig ist das Team der Stunde und hat außer dem letztem Spiel gegen Schwaig ganze sieben Spiele in Folge gewinnen können." Deshalb ist das Tabellenbild für Hammelburgs Coach auch mehr als verzerrt, "denn betrachtet man nur die letzten acht Spiele, sind die Leipziger eigentlich Tabellenführer".
Genau wie Hammelburg hatten die Gastgeber zum Saisonbeginn mit erheblichen Verletzungssorgen zu kämpfen, doch die Krise ist längst überwunden und konnte mittlerweile personell kompensiert werden. So konnte neben einem polnischen Außenangreifer auch eine "studentische Kraft" aus Serbien rekrutiert werden. "Der Junge macht einen guten Job und mit Sebastian Hähner hat Leipzig ohnehin einen der besten Außenangreifer der Liga in seinen Reihen", warnt Karlovic vor den Attacken von außen. Gerade in dieser Situation wäre ein guter Block ein geeignetes Gegenmittel, allerdings fehlen mit Henning Schulte (Bandscheibenprobleme) und dem gerade an der Schulter operierten Mario Radman bekanntlich zwei wichtige Kräfte aus dem Hammelburger "Entschärfungs-Kommando".


Alles noch selbst in der Hand

Die Situation vor der langen Reise ins ferne Sachsen ist nach der bitteren Heimspielniederlage gegen Grafing nicht besser geworden. Mit 18 Punkten stehen die TV/DJK-Herren auf dem elften Rang und damit auf einem direkten Abstiegsplatz, zwei Punkte Rückstand auf Fellbach und drei Punkte auf Ligaschlusslich Stuttgart, welche insgesamt aber ein Spiel weniger haben. Neun Spieltage vor Ende der Saison haben die Hammelburger alles noch selbst in der Hand, da die direkten Konkurrenten um den Ligaverbleib beide noch in der Saalestadt gastieren.

Dennoch zählt natürlich jeder Punkt und mit einem Erfolg in Sachsens Landeshauptstadt könnte Hammelburg den Punktabstand auf die L.E. Volleys egalisieren. "Dazu müssen wir von Beginn an hoch konzentriert sein und an uns glauben", appelliert Karlovic an seine Protagonisten. Die freuen sich darauf, die Partie in der renovierten neuen "Brüderhölle" der Leipziger auszutragen. Die L. E. Volleys mussten vergangene Saison ihre Spiele in der nur 199 Zuschauer fassenden Leplayhalle austragen, dabei ist Volleyball in der Sachsenmetropole Zuschauermagnet. "Leipzig hat nach seinem Stotterstart in die Saison seine innere Ruhe wiedergefunden. Vielleicht können wir uns ja trotzdem etwas als Ruhestörer betätigen", lässt Karlovic wie immer jeglichen Pessimismus vermissen.
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