Schweinfurt
Fußball Testspiel

Der FC 05 deutet sein enormes Potenzial an

Beim 4:1-Testspielsieg gegen Zweitligist Jahn Regensburg überzeugen die Schweinfurter mit Tempo und Ballbesitz.
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Der Mann des Tages: Mit seinen beiden Treffern binnen einer Minute ebnete der Schweinfurter Stürmer Adam Jabiri (rotes Trikot) dem FC 05 den Weg zu seinem 4:1-Sieg über Zweitligist Jahn Regensburg. Dessen Keeper Bastian Lerch ist hier chancenlos.  Foto: Sportfoto Zink/Wolfgang Zink
Der Mann des Tages: Mit seinen beiden Treffern binnen einer Minute ebnete der Schweinfurter Stürmer Adam Jabiri (rotes Trikot) dem FC 05 den Weg zu seinem 4:1-Sieg über Zweitligist Jahn Regensburg. Dessen Keeper Bastian Lerch ist hier chancenlos. Foto: Sportfoto Zink/Wolfgang Zink
FC 05 Schweinfurt - Jahn Regensburg 4:1 (3:0). Tore: 1:0, 2:0 Adam Jabiri (17., 18.), 3:0 Steffen Krautschneider (44.), 4:0 Christopher Kracun (77.), 4:1 Jonas Nietfeld (83.).
Da hatten einige schon geunkt, der FC 05 sei nur Lückenfüller für die Würzburger Kickers gewesen, da sich der ehemalige Zweitligist mit den gastgebenden Gülchsheimern nicht auf einen Termin hat einigen können. Doch zum einen war ja mit Jahn Regensburg ein aktueller Zweitligist der Ersatzkandidat, zum anderen waren es die Schweinfurter, die der SpVgg ihre 50-Jahr-Feier mit einer Gala-Vorstellung verschönerten. Denn sie gewannen das Vorbereitungsspiel gegen die Oberpfälzer mit sage und schreibe 4:1 (3:0).

"Das freut uns natürlich, dass unsere harte Trainingsarbeit belohnt worden ist, aber wir sollten es auch nicht zu hoch hängen", sagte 05-Kapitän Marco Janz. Sein Trainer Gerd Klaus stieß ins selbe Horn, wohlwissend, dass der Jahn erst eine Trainingswoche hinter sich hat, diese es aber in sich hatte: "Wenn wir schnell gespielt haben, hat man gemerkt, dass die müde Füße haben." Dennoch: Das soll keineswegs die Leistung der 05er schmälern. Selbstbewusst und kombinationssicher hatten sie sich diesen Achtungserfolg vor 795 Zuschauern verdient.
Gleichwohl die Regensburger anfangs engagiert anrannten, Vernünftiges brachten sie nicht zustande. Lediglich bei Marco Güttners Versuch musste 05-Keeper Alexander Eiban ran (3.). Wie effektiver Fußball aussieht, demonstrierte dann aber der Regionalligist. Steffen Krautschneider auf Adam Jabiri - 1:0, Nikola Jelisic auf Jabiri - 2:0. Zu schnell waren die Kräfteverhältnisse gekippt. Hatte anfangs noch Janz die Seinen zu "Mut Jungs, Ballbesitz" ermuntert, waren sie mit der Führung im Rücken die tonangebende Mannschaft - freilich auch schon über eine Woche länger im Training.

Weniger schön: Lukas Billick verletzte sich im Zweikampf schwer am Knöchel, musste mit Verdacht auf Außenbandriss im Knöchel vom Platz getragen werden (38.). Der für ihn gekommene Herbert Paul wollte seinem Teamkollegen offenbar ein kleines Trostpflaster mit auf den Weg geben: Denn nur sechs Minuten später bediente er Krautschneider mustergültig, und der erzielte ganz abgeklärt das 3:0. Spätestens jetzt hatte das erstaunlich intensiv geführte Freundschaftsspiel zweier alter Regionalliga-Weggefährten eine erstaunliche Wendung genommen. Die noch deutlicher hätte ausfallen können, hätte nicht Jelisic aus 14 Metern das leere Tor knapp verfehlt (60.) und wäre nicht Marco Fritscher zweimal am Jahn-Schlussmann Patrick Rakovsky gescheitert (61., 75.). längst fällige 4:0 übernahm dann Christopher Kracun mit einem Traum-Freistoß in den Winkel. Da war Jonas Nietfelds Treffer zum 4:1 (83.) nur ein Schönheitsfleck. Zumal Fritscher und Florian Pieper bei einer weiteren Großchance kurz darauf andeuteten, welch Potenzial in ihnen steckt.

Alleine durch ihre Anwesenheit sorgen alle Neuen, von denen Lukas Kling mit Ballbeherrschung herausstach, für ein Plus an Konkurrenzkampf, was Janz schätzt: "Jeder weiß, dass er in jeder Trainings- und Spielminute Vollgas geben muss. Denn wir haben nicht den einen entscheidenden Spieler, wir kommen als Mannschaft." Und die ist deutlich besser aufgestellt. Wenngleich Klaus um Geduld mit einigen Neuen bittet: "Da sind Langzeitverletzte dabei. Sonst hätten wir sie nicht bekommen. Die haben körperlich Rückstand. Die Alten müssen erst einmal für die Neuen mitochsen. Aber sie nehmen diese Herausforderung an." Derweil ist der FC 05 weiter um einen Stürmer bemüht, insbesondere den Burghausener Juvhel Tsoumou. Doch Klaus klingt nicht euphorisch: "Stürmer, die einen weiterbringen, sind zu diesem Zeitpunkt schwer zu bekommen." Zumal er mit dem bestehenden Kader ohnehin andere Prämissen setzt: "Tore schießen wir immer, die Null muss stehen." Insofern ärgerte ihn der Jahn-Treffer - Jammern auf hohem Niveau.
Schweinfurt: Eiban (46. Paulus) - Messingschlager, Strohmaier, Billick (38. Paul), Janz (59. Kracun) - Kling (69. Schlicht), Fery - Willsch (69., Pieper), Jelisic (79. Waigand), Krautschneider (79. Bär) - Jabiri (59. Fritscher).
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