Schweinfurt
Eishockey Landesliga

Beinbruch beim Haßfurter Philip Bates im Derby

Bei der 2:3-Niederlage des ESC Haßfurt bei den Schweinfurter Mighty Dogs wurde "Hawks"- Kapitän bei einer Schlägerei schwer verletzt.
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Da fliegen die Fäuste: Während sich Schweinfurts Dion Campbell um den Haßfurter Marco Hildenbrand "kümmert" (rechts) haben sich auf der anderen Seite Max Hildenbrand und der Schweinfurter Pascal Schäfer, die beide eine Spieldauerstrafe bekamen, in der Wolle.  Foto: Ralf Naumann
Da fliegen die Fäuste: Während sich Schweinfurts Dion Campbell um den Haßfurter Marco Hildenbrand "kümmert" (rechts) haben sich auf der anderen Seite Max Hildenbrand und der Schweinfurter Pascal Schäfer, die beide eine Spieldauerstrafe bekamen, in der Wolle. Foto: Ralf Naumann
Nein, es war kein Show-Kampf von "The Machine" Tim Wiese im Schweinfurter "Icedome". Hätte es aber sein können, nur mit wesentlich mehr Beteiligten, die sich an einer mehrminütigen "Massen-Wrestling-Einlage" kurz vor dem Ende des ersten Drittels beteiligten. Einen großen Unterschied aber gab es noch: Bei der Prügelei auf der Eisfläche beim knappen 3:2 (1:0, 1:1, 1:1)-Sieg der "Mighty Dogs" gegen die Haßfurter "Hawks" vor offiziell 1270 Besuchern waren die Folgen sehr schmerzlich.

Am meisten für Haßfurts Phillip Bates, der nach einer Aktion von Zdenek Vanc im Krankenhaus landete. Offenbar fiel der 37-jährige Tscheche während des privaten Boxduells auf das linke Bein des ESC-Kapitäns. Die traurige erste Diagnose: Bruch des Schien- und Wadenbeines. "Trotz Eingreifens des Schiedsrichters", so war nach Spielende auf dem Zusatzbericht der Unparteiischen Dominik Beigel und Oliver Mackert vermerkt, ließ Vanc übrigens nicht von Bates ab. Er erhielt letztlich eine Matchstrafe.
Kaum zu glauben aber, dass lediglich noch Teamkollege Pascal Schäfer und auf der anderen Seite Haßfurts Max Hildenbrand (jeweils Spieldauerdisziplinarstrafe) vorzeitig zum Duschen geschickt wurden. Hildenbrand und Schweinfurts Spielführer Dion Campbell sollen die Auslöser für die unschönen Szenen gewesen sein, denn sie hatten sich zuerst wohl verbal einige Nettigkeiten an den Kopf geworfen, dann sprachen die Fäuste, und Verstärkung kam von allen Seiten.

Die Resonanz darauf war eindeutig: "Das passiert, wenn die Unparteiischen nicht von vornherein konsequent durchgreifen", kommentierte Schweinfurts Trainer Thomas Berndaner. Sein Kollege Martin Reichert sagte. "Es war ein schönes Spiel für die Zuschauer. Die einzigen, die heute nicht ihre Leitung gebracht haben, waren meiner Meinung nach die Schiedsrichter. Sie haben am Anfang nicht durchgegriffen, waren lasch und haben auch falsche Dinge gepfiffen sowie Dinge, die gefährlich waren, nicht. Und dann eskaliert es."

Eishockey wurde freilich auch noch gespielt. Und die Schweinfurter zeigten von Anfang an, dass sie unbedingt ihren zweiten Derbysieg gegen Haßfurt in dieser Saison einfahren wollen. Nachdem Maximilian Rabs bereits nach 25 Sekunden mit einem Alleingang gescheitert war, markierte Aleksander Andrusovich in der 7. Minute die Führung für den souveränen Spitzenreiter. Danach verhinderte der "Hexer" im ESC-Gehäuse, Martin Hildenbrand, weitere Treffer. "Einfach überragend", schwärmte Reichert nach der Schlusssirene.

Die "Hawks" gestalteten die Partie deshalb weiter offen und ließen sich auch durch das 2:0, erneut durch Andrusovich, nicht beeindrucken. In Unterzahl schraubte David Franek mit dem 2:1-Anschluss die Spannung wieder in die Höhe (37.). Ähnlich verlief die Partie im Schlussabschnitt, in der zum dritten Mal Andrusovich erfolgreich war (47.), während Franek, diesmal auf Zuspiel des Ex-Schweinfurters Jan Slivka, Benjamin Dirksen im Gehäuse der "Mighty Dogs" mit dem 3:2 überwand (58.). Kurz zuvor vergab Mathias Kohl bei einem Penalty die Chance, auf 4:1 zu erhöhen (56.). Glück war sicher aber auch im Spiel, denn ein nach Haßfurter Meinung penaltywürdiges Foul kurz vor dem Ende an David Franek wurde nicht geahndet. Die Schweinfurter brachten den knappen Vorsprung ins Ziel und feierten mit ihren Anhängern den elften Sieg im elften Spiel.
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